Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
    AlenKopera ist offline Stranger
    Registriert seit
    09.08.2016
    Beiträge
    1

    Standard Kiwu-Projekt: finanzielle Belastung bei euch?

    Hallo,
    ich habe ein sehr persönliches Thema und weiß, dass wohl niemand gerne darüber redet, doch uns beschäftigt diese Frage gerade sehr und ich stelle mir einige Fragen. Kurz zu uns:
    Wir sind komplette Selbstzahler und haben uns mal die Grenze von zehntausend Euro gesetzt, sind aber nun bereits bei zwölftausend Euro für unsere IVF-/ICSI-Versuche angelangt.
    Wir haben das Glück, dass wir von den Großeltern einen kleinen Zuschuss bekommen haben, ansonsten wäre das für uns gar nicht tragbar gewesen.
    Wir verzichten aber seit Jahren auf Urlaub, gehen kaum essen oder so und sparen im Alltag, z.B. gehen wir überwiegend zum Discounter und fahren auch ein altes Auto, aber immerhin haben wir eines. Dennoch ist es schwierig und wir wissen gerade nicht, ob und wie wir noch einen weiteren Versuch finanzieren sollen.
    Wie machen andere Paare das? Habt ihr euch auch eine finanzielle Grenze gesetzt und haltet ihr die ein? Müsst ihr euch finanziell sehr einschränken? Verzichtet ihr auch auf weitere Versuche des Geldes wegen? Empfindet ihr auch die finanzielle Belastung der KiWu-Behandlung als sehr groß?
    Ich danke euch schon mal für Antworten und Austausch!
    LG,
    AlenKopera

  2. #2
    schnine ist offline Hoffnung
    Registriert seit
    04.02.2015
    Beiträge
    1.300

    Standard Re: Kiwu-Projekt: finanzielle Belastung bei euch?

    Hallo Alenkopera,

    erstmal tut es mir echt Leid, dass ihr schon einiges hinter euch habt und auch des Geldes wegen. Also ich kann da leider noch nicht so mitreden, da wir bisher "nur" die Kryos und die IGEL-Leistungen selbst zahlen mussten. Allerdings denk ich manchmal drüber nach, man was hätten wir für Geld, wenn wir das alles nicht gemacht hätten. Andersrum, wenn es jetzt vielleicht mal klappt, dann war es das auf jeden Fall wert. Ich bin ehrlich, wir haben damals auch hauptsächlich wegen der Geldgeschichte geheiratet. Kommt dies denn vielleicht in Frage?? Ich sag mal ein Kind zu bekommen, ist ja schon ein Zusammenschluss, also warum nicht auch heiraten. Und irgendwann hätten wir das eh getan. Und ich wollte nicht einfach so das ganze Geld "aus dem Fenster rauswerfen", wenn doch die Kassen auch etwas zahlen. Kommt es bei uns allerdings jetzt zu Selbstzahler-Versuchen, da unsere 3 IVF´s aufgebraucht sind, denke ich werden es noch 1 oder 2 IVF`s werden, wenn wir sie benötigen. Aber irgendwann muss dann halt Schluss sein. Die Sache ist, das sag ich jetzt. Angenommen es folgen 2 negative IV`F´s vielleicht sag ich dann auch wieder, gut sparen wir ein Jahr und dann machen wir doch noch einen versuch. Es ist einfach eine wahnsinns schwierige Situation. Ich wünsch euch ganz viel Glück bei eurer Entscheidungsfindung.
    30 Jahre
    Diagnose: verschlossene Eileiter

    3x IVF 04/14, 03/15, 06/16 (biochem. SS)
    4x Kryo 05/14, 09/14, 09/15 (Eileiter-SS), 07/16


    4. Kryo - positiv - Geburt 25.03.17


    - Aufgeben gibt's nicht -

  3. #3
    Avatar von phina
    phina ist offline Glückskeks
    Registriert seit
    27.02.2011
    Beiträge
    11.798

    Standard Re: Kiwu-Projekt: finanzielle Belastung bei euch?

    Wir sind keine Selbstzahler. Die Kosten der Versuche hielten sich also immer in einem guten Rahmen.

    Bei der Kleinen hatten wir es noch recht leicht. Wir waren beide in Festanstellung mit gutem Verdienst. Wir haben für keinen Versuch wirklich groß auf etwas anderes verzichten müssen. Wir haben einfach 1-2 Monate Geld zur Seite gelegt und konnten wieder starten.
    Insgesamt haben uns alle ICSIs (3) und Kryos (3) um die 8.000 € gekostet in 2 Jahren. Genau ausgerechnet hatte ich nur mal den ersten ICSI Versuch.

    Jetzt bei den Versuchen für das Geschwisterchen sind wir wirklich an unsere finanzielle Grenze gegangen.
    Wir haben einen Großteil unserer Ersparnisse aufgebraucht. Wir sagten diesmal nach 2 Versuchen ist Schluß und Kryos machen wir nicht. Schließlich bin ich in Elternzeit und erhalte kein Geld. Nach der Elternzeit muss ich mir einen neuen Job suchen. Große Sprünge sind derzeit nicht drin.

    Nun hat uns meine Mutter Unterstützung angeboten. Diese werden wir auch einmal annehmen. Selbstzahler wollten wir nie sein. Da war für uns immer eine Grenze.
    Nun kommt noch hinzu, dass wir auch bald die Altersgrenze für die KK erreichen, also ich.

    Wir konnten aber auch immer mit der Vorstellung gut leben, dass wir zu zweit bleiben. Oder jetzt eben zu dritt.
    Finanziell ruinieren oder Kredite aufnehmen für den KiWu wäre nicht in Frage gekommen.

    Allerdings sind wir reine Reiselustigen Leute, da verzichten wir also nicht wirklich auf etwas, aber wir gehen gerne Essen und leben gut. Das möchten wir nicht aufgeben.
    VG
    phina



  4. #4
    linchen555 ist offline Stranger
    Registriert seit
    10.08.2016
    Beiträge
    1

    Standard Re: Kiwu-Projekt: finanzielle Belastung bei euch?

    Ich musste an dieses Video denken als ich den Post las.
    In den USA sind das nochmal ganz andere Dimensionen.
    https://www.youtube.com/watch?v=QGzVjTh1O54
    Und nur zum Preisvergleich:
    https://www.youtube.com/channel/UC3w...c2XaxTYJhtR0rA

    Der Partner berichtet darin, wie alle Freunde ihnen unterstellen, doch ordentlich Geld zu haben, und er denkt nur "nein, wir sind blank. Wegen Arzt- und Medikamenterechnungen!"

    Mein Mann und ich gehören auch nicht zu den Schlechtverdienern und große, weite Reisen reizen uns eh nicht mehr. Radeln in Europa ist auch was tolles.

    Aber für Paare, deren Kinderwunsch letztlich am Finanziellen scheitert, tut mir das echt leid!!
    Das Jahrbuch des Deutschen IVF-Registers spricht eine ganz deutliche Sprache, wenn man sich die Unterscheidung Sachsen/Sachsen-Anhalt und Rest-Bundesländer anschaut, auch wenn daraus nicht hervorgeht, wie groß der Unterschied der Anzahl Patienten pro 1000 Einwohner ist. Das sind ja die, die es in Sachsen/Sachsen Anhalt (zumindest 3 Versuche lang) trotz finanzieller Lage machen können.
    Schönen Abend für alle!
    LG,
    Lienchen

  5. #5
    Peschi ist offline Veteran
    Registriert seit
    27.09.2008
    Beiträge
    1.357

    Standard Re: Kiwu-Projekt: finanzielle Belastung bei euch?

    Hallo Alenkopera,

    unseren ersten ICSI-Versuch vor dreieinhalb Jahren haben wir selber gezahlt, mit Unterstützung meiner Mutter und Ratenzahlung.

    Als das nix wurde, haben wir geheiratet, weil das unsere einzige Chance war, finanziell gesehen.
    Den nächsten Versuch zahlte die Knappschaft zu 100%, den folgenden auch (Abbruch), den folgenden auch.
    Bis jetzt nur Fehlgeburten, kein Baby.

    Jetzt streiten wir uns gerade mit der Knappschaft, denn die zwei bereits zu 100% genehmigten Versuche, die in FG endeten, müssen wiederholt werden. Allerdings will die Kasse nur noch 50% genehmigen.

    Wir hoffen sehr stark, dass zumindest ein Versuch bald zu 100% genehmigt wird, ansonsten wird es finanziell sehr eng bei uns.
    Kinderwunsch seit 2008
    1. ICSI 03/2013 negativ
    Kassenwechsel & Hochzeit 2014
    2. ICSI 05/15 positiv * biochemische Schwangerschaft
    3. ICSI 10/15 Abbruch, nur zwei Follis
    4. ICSI 12/15 positiv, * Missed Abortion 10.SSW
    2016: Warten, bis sich der Zyklus wieder eingependelt hat,
    erneuter Kassenwechsel
    5. ICSI 02-03/2017: negativ
    04/17-06/07: Killerzellendiagnostik
    6. ICSI: Start 2.6. 2017
    Abbruch 10.06., nur drei Follis
    7. ICSI: Start 10/17

    Instagram: reproduktiv.beeintraechtigt

  6. #6
    Avatar von Manuka
    Manuka ist offline enthusiast
    Registriert seit
    14.03.2016
    Beiträge
    203

    Standard Re: Kiwu-Projekt: finanzielle Belastung bei euch?

    Hallo Alenkopera,

    wir sind als Frauenpaar komplette Selbstzahler. Dementsprechend gehen unsere Behandlungen und Untersuchungen sehr ins Geld, zumal noch Kosten für Spendersamen dazu kommen, und Reisekosten ins Ausland, da es in Deutschland schwierig ist, dass wir überhaupt eine Behandlung bekommen. Nach 3 erfolglosen IUIs sind wir aktuell in der Stimulation für eine IVF (bei meiner Frau). Damit knacken wir die 10.000 er Grenze auch schon locker.
    Eine Kostengrenze haben wir uns bislang nicht gesetzt, ich denke solange es Sinn macht und wir Geld dafür zusammenbekommen, machen wir auch weiter. Aber wir haben uns in diesem Jahr auch schon ziemlich eingeschränkt - keine neuen Klamotten, kein Essen gehen, keine besonderen Anschaffungen, immer Sonderangebote nutzen und Urlaub nur im umgebauten Auto (wobei das auch Spaß macht!). Unsere kleinen Ersparnisse haben wir bald aufgebraucht, zur Not würden wir uns sicherlich auch Geld leihen. Hoffentlich brauchen wir das aber nicht!

    LG Manuka

    Unser Goldtopf am Ende des Regenbogens
    05-07/16: 3 x IUI - 3x negativ 08/16 1.IVF - negativ 10/16 1. Kryo - negativ 2. Kryo: 11/16 - Positiv!

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •