In vielen Familien finden sich die aussergewöhnlichsten Kosenamen. Paare untereinander nennen sich beispielsweise: Hase, Digger, (Schatz-)Kiste, Dog, Hog, Wallace, Gromit, Pupüle. Ja, ich kenne sogar einen Mann, der seine Frau allen Ernstes und vor Zeugen “Muschi” nennt. Das Paar, durchaus kultivierte und sensible Menschen, sind seit 40 Jahren Mann und Frau.

Wie geht es dann aber weiter mit den Kosenamen, wenn Pupüle und Gromit ein Kind bekommen? Nun, es geht noch tiefer hinein ins Tierreich. Häschen, Hasi, Süssi, Scheisserle (???) , Häsi-Besi. In vielen Familien vergisst man den sorgfältig ausgewählten Tauf-oder Rufnamen wieder und bezeichnet sein Kind durchgehend als “Maus” oder “Zwerg”. Warum eigentlich IMMER diese beiden Kosenamen? Warum nicht “Streifenhörnchen” und “Troll”? Oder “Haubentaucher” und “Wicht”?

Ich kann Euch sagen, diese Kosenamen bekommt Ihr in vielfacher Form von Euren Babies heimgezahlt. Diese Unterhaltung zwischen meiner neun Monate alten Tochter Constanze und ihrem Spielgefährten Paul im Pekip-Kurs habe ich vorsorglich mal von einem Simultandolmetscher für Babytalk übersetzen lassen:

Constanze: “Dadada, röröröööö……schhhsch…bububdad………BABAB!”
Paul: “Mamamam, babab, rööö……mhmh….gagaga……..DADADA!”

Hier die Übersetzung :
Constanze: “ Hör Dir mal mein Dromedar an, wie Sie wieder rumheult von wegen Schlafentzug und so, soll sie doch um neun ins Bett gehen anstatt noch ewig vor Facebook zu sitzen.”

Paul: “Mein Rhinozeros ist auch nicht besser. Ständig soll ich mich im Laufstall selbst beschäftigen, damit sie mit ihrer Freundin am Telefon quatschen kann. Dabei öden mich diese saulangweiligen Holzrasseln sowas von an. Wenn sie mir wenigstens mal ihr smartphone geben würde….”

Wie nennt Ihr Eure Kinder?