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  1. #1
    Maimami09 ist offline Stranger
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    Standard Gebärmutterentfernung

    Hallo,
    vor 4 Wochen kam unser erstes Kind zur Welt. Die Geburt war wunderschön allerdings hat sich meine Gebärmutter danach nicht zusammengezogen. Sie musste in einer Not-OP entfernt werden, sonst wäre ich verblutet. Ich weiß zwar das es keine andere Möglichkeit gab, aber ich komme irgendwie nicht damit klar das ich auf einmal ohne Gebärmutter dastehe. ich fühle mich überhaupt nicht mehr weiblich. Außerdem bin ich erst 23 und wollte eigentlich noch mehr Kinder.
    Ich weiß das sowas nur seeehr selten passiert aber gibt es hier jemanden der das Gleiche erlebt hat??? Wie hab ihr das bewältigt???
    Ich weiß echt nicht mehr weiter...

  2. #2
    Avatar von Lise_70
    Lise_70 ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Gebärmutterentfernung

    Oh das tut nur leid. Du bist ja auch noch so jung.

    Mir würde es damit auch nicht gut gehen. Deswegen würde ich mir Hilfe suchen und zwar bevor es zu einer massiven Depression kommt. Sprich mit deinem Hausarzt oder Frauenarzt darüber. Vielleicht kennen die auch jemanden, der die Probleme mit dir besprechen kann.

    Sofern du noch deine Eierstöcke hast, hast du zumindest keine hormonellen Probleme, bist also nicht auf einen Schlag in die Wechseljahre versetzt. Wenn die Eierstöcke mitentfernt wurden, dann brauchst du einen sehr kompetenten Hormonarzt. Denn der Zustand ist überhaupt kein Spaß.

    Ach manchmal ist das Leben einfach grausam.

    Gruß
    Lise

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Gebärmutterentfernung

    Ohje das tut mir leid.Bei wäre beinahe ´vor knapp 14 Jahren das gleiche passiert die Not OP konnte damals gerade noch abgewendet werden.Ich kann dir keinen Ratschlag geben ich hatte damals ein Nahtod erlebniss und hatte damit lange zu kämpfen ich kann dir nur Raten such dir profesionelle Hilfe.
    Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft das du diesen Schlag verarbeiten kannst.

  4. #4
    c_eylin ist offline Stranger
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    Standard Re: Gebärmutterentfernung

    Hallo,

    das, was du nach der geburt erlebt hast tut mir total leid. Ich kann mir genau vorstellen, wie du dich fühlst. Ich habe nämlich dieses schicksal vor gut 2,5 jahren erlebt. Auch ich habe meine gebärmutter nach der geburt entfernt gekriegt, da sie sich nicht zusammen gezogen hat. Eine sogenannte Atonie. Es war auch meine erste schwangerschaft, also unser erstes und letztes kind.

    Ich war 26 als ich dies erlebt habe.

  5. #5
    wichtelchen ist offline newbie
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    Standard Re: Gebärmutterentfernung

    Man kann es nicht bewältigen nur mit der Dauer damit leben lernen. Ich habe die Gebärmutter in einer Not-OP ebenfalls verloren und fühle mich bis heute uneins.
    Ich weiß das die andere Möglichkeit mein Tod gewesen wäre aber manchmal denke ich, das ich lieber diesen higenommen hätte als das Leben ohne.
    Mir fehlt etwas, das zu mir gehört und das fester Bestandteil meiner Weiblichkeit war. Ich finde mich seitdem nicht mehr so weiblich.

    Eine Hilfe wirst Du ws. leider nicht erfahren. Ich kämpfe seit der Geburt meines Kindes damit, dass mich die Ärzte ernst nehmen. Psychologische Betreuung gab es gar nicht - warum auch man hat ja überlebt.

  6. #6
    Gast

    Standard Re: Gebärmutterentfernung

    Hallo Maimami09,
    erst einmal Glückwunsch zu Deinem Baby, das sollte man bei allem ja nicht vergessen!
    Es tut mir leid, was Du nach der Geburt durchmachen musstets und dass Du Deine Gebärmutter verloren hast.
    Ich glaube, dass es eine sehr schwere Zeit für Dich ist und es lange dauern wird, bis Du einen Weg gefunden hast damit zu leben.
    Ich finde es dennoch wirklich nicht in Ordnung von "Wichtelchen" Dir die Zukunft so schwarz zu malen. Es liegt auch an Dir, was Du aus Deiner Zukunft machen möchtest. Dass "Wichtelchen" so wenig Unterstützung bekommen hat, tut mir leid, das ist traurig. Und auch Dir werden sie sicher nicht die Türen einrennen um Dir zu helfen. Das musst und solltest Du auf jeden Fall selbst in die Hand nehmen!! Für Deine und Eure Zukunft! Du musst lernen Dich auch so alss Frau zu fühlen, Deinen Sohn als ein noch größeres Geschenk sehen als er ohnehin schon ist und vielleicht gelingt es Euch ja irgendwann mit dem Gedanken der Adoption oder Pflegschaft zu liebäugeln - nur weil Du keine Gebärmutter mehr hast musst Dein Sohn sicher kein Einzelkind bleiben.
    Dieser Prozess wird lange dauern und viel Kraft kosten aber Du kannst es schaffen und ich hoffe, dass Du daran glauben lernst!
    Ich wünsche Dir alles Gute!

  7. #7
    wichtelchen ist offline newbie
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    Standard Re: Gebärmutterentfernung

    [QUOTE=Mathylda;12052688]
    Ich glaube, dass es eine sehr schwere Zeit für Dich ist und es lange dauern wird, bis Du einen Weg gefunden hast damit zu leben.

    Man kann nicht wissen wie es ist wenn man es selbst nicht erlebt hat.

    Ich finde es dennoch wirklich nicht in Ordnung von "Wichtelchen" Dir die Zukunft so schwarz zu malen.

    Lebe ohne Gebärmutter - bei der Du diese Entscheidung nicht treffen konntest - und dann reden wir weiter!

    Es liegt auch an Dir, was Du aus Deiner Zukunft machen möchtest. Dass "Wichtelchen" so wenig Unterstützung bekommen hat, tut mir leid, das ist traurig. Und auch Dir werden sie sicher nicht die Türen einrennen um Dir zu helfen. Das musst und solltest Du auf jeden Fall selbst in die Hand nehmen!! Für Deine und Eure Zukunft! Du musst lernen Dich auch so alss Frau zu fühlen, Deinen Sohn als ein noch größeres Geschenk sehen als er ohnehin schon ist und vielleicht gelingt es Euch ja irgendwann mit dem Gedanken der Adoption oder Pflegschaft zu liebäugeln - nur weil Du keine Gebärmutter mehr hast musst Dein Sohn sicher kein Einzelkind bleiben.

    Eine Adoption ist extrem schwierig. Vor allen Dingen wenn man ein leibliches Kind hat und nun noch ein weiteres annehmen möchte. Ich habe das im Bekanntenkreis (auch Gebärmutter-Verlust) erlebt

    Dieser Prozess wird lange dauern und viel Kraft kosten aber Du kannst es schaffen und ich hoffe, dass Du daran glauben lernst!

    Er wird ihr Leben lang andauern aber das können Frauen, die ihn dieser Situation sind, nicht verstehen!

    Ich liebe mein Kind und würde alles für es geben aber wir haben einen sehr hohen Preis für das Kind bezahlt und dieser Preis wird von den Fachleuten nicht anerkannt (fängt schon bei der Überprüfung des Hormonstatus ohne Gebärmutter an). Ich spreche hier leider nicht nur für mich sondern auch für andere Frauen, die diese Erfahrung gemacht haben

  8. #8
    Gast

    Standard Re: Gebärmutterentfernung

    Hallo Wichtelchen,

    ich habe in meiner Antwort ja deutlich gemacht, dass es mir sehr leid tut, was Dir passiert ist und auch, dass Du offensichtlich keine richtige Hilfe bekommen konntest.

    Es ist und war nicht meine Absicht Dich anzugreifen, ich war der Meinung es auch dementsprechend formuliert zu haben.

    Die Tatsache, dass keiner, der nicht in der selben Situation ist Eure Situation so verstehen könnt wie ihr selbst unterschreibe ich vollkommen - das würde ich mir nie anmaßen!

    Die Tatsache, dass der Preis, den ihr für Euer Kind gezahlt habt hoch war und vor allem der Fakt, dass Euer Leben nie wieder so sein wird wie vorher steht leider auch ohne Zweifel fest.

    All dies möchte ich niemals in Abrede stellen!

    Ich finde es dennoch etwas patadox, enttäuscht und traurig darüber zu sein keine richtige Hilfe erhalten zu haben und dann einer anderen Mami, die verzweifelt gerade in der frischen Situation ist und Hilfe sucht, die Zukunft schwarz zu malen.

    Würde sie sich an Deiner Antwort orientieren, sieht ihr Leben in Zukunft ja ziemlich schwarz aus, ohne Hoffnung auf ein Licht am Ende des Tunnels.

    Warum teilst Du ihr nicht mit was Du anders machen würdest, wenn Du den Weg nach der Gebärmutterentfernung nochmal gehen müsstest?
    Warum schreibst Du ihr nicht was Dir (wenn auch nur ein kleines bißchen!) geholfen hat?

    Natürlich ist es schwer ein Kind zu adoptieren, das wissen wir alle. Auch eine Pflegschaft ist selbstverständlich schwierig - aber eben auch nicht unmöglich.

    Maimami09 ist 23 Jahre, sie hat ihr ganzes Leben noch vor sich!

    Ich möchte, dass sie das beste daraus macht und sich nicht noch tiefer in den Sumpf der schwarz gemalten Zukunft hineinziehen lässt.

    Ich wünsche Euch beiden (!) und allen anderen Betroffenen von ganzem Herzen, dass ihr Euren Weg findet mit der Situation umzugehen.

    Das es leicht werden wird habe ich nie behautet - aber eben auch nicht völlig unmöglich, das ist alles, was ich gemeint habe.

    Alles Gute,

    Mathylda

  9. #9
    wichtelchen ist offline newbie
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    Standard Re: Gebärmutterentfernung

    aber genau das ist die Problematik. Es wird von den Ärzten nicht als tragisch hingenommen. Ich war nicht wesentlich älter als es mir passiert ist und ich sehe es nicht schwarz.

    Ich habe einiges versucht damit ich Hilfe bekomme. Wechsel des FAs, Berichtanforderung KKH, Wechsel des HA etc. - Die Krankenhäuser blocken komplett ab - es ist im Zweifel eine Fehleinschätzung des Arztes das es soweit gekommen ist.

    Fakt ist, das man immer wieder nur hört das es eine Tradödie ist aber man mit der Zeit schon darüber hinweg kommen wird (man sei ja so jung)

    Was ich heute anders machen würde. Ganz ehrlich ein KS und keine natürliche Geburt mehr! Denn dann hätte ich heute noch meine Gebärmuter aber das ist ein anderes Thema.

    Komischerweise haben Frauen mit FGs das recht zu trauern und dies auch so offen zu schreiben. Da würde keiner von schwarzer Zukunft reden.

    Aber um nur mal die medizinische Indikation anzusprechen. Verlust der Gebärmutter kann eine Unterversorgung der Eierstöcke auslösen = Auslösung der Wechseljahre = Leben in einem "alten Körper" in jungen Jahren

    Das Infektionsrisiko steigt durch den massiven Blutverlust. Weiterhin kann es Komplikationen mit der Narbe kommen (meine ist von Hüftknochen zu Hüftknochen).

    Und das sind noch nicht einmal die seelischen Problemen sondern "nur" einige der körperlichen.

    Das einzige was mir geholfen hat war mein Kind und meine Familie. Und selbst da ist immer noch eine Kluft wenn man drüber sprechen möchte denn sie haben die Angst um mich in der Not-Op ausstehen müssen. Sie wussten nicht ob ich überlebe und mussten die Entscheidung treffen ob die Gebärmutter entfernt wird

    Was meinst Du eigentlich immer mit schwarz malen? Es ist keine Sache, die irgendwann heilt oder die irgendwann vergessen ist. Man wird tagtäglich damit konfrontiert. Sei es die schwangere Freundin, sei es so etwas banales, dass eine Freundin nach Tampons fragt.

    Ich will ihr die Zukunft gar nicht schwarz malen aber realistisch sollte man schon bleiben. Denn die Meldungen man ist stark, man ist jung, man kann adoptieren etc. die helfen einen nicht. Die tuen einem im Zweifel sogar weh.

  10. #10
    c_eylin ist offline Stranger
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    Standard Re: Gebärmutterentfernung

    Hallo wichtelchen und mathylda,

    ich lese seit gestern eure beiträge.

    @ Mathylda: wichtelchen hat das geschrieben, was in ihr vorgeht. So leid es mir auch tut. Sie hat recht. Sie hat das geschrieben, was auf maimami zukommen wird. Alle, die so etwas nicht erlebt haben sagen, man vergisst es mit der zeit. Zeit heilt alle wunden. Das ist misst.
    Jedes mal wenn Sie ihr Kind anschaut, wird sie an den verlust ihrer GM denken. Wie kann man dann etwas vergessen. Sie wird aber lernen damit zu leben. Es ist aber ein schwieriger weg.
    Ich kann ihr nur raten, jede sekunde mit ihrem kleinen Schatz zu genießen. Denn es ist ein großes Wunder. Ích konnte meinen Schatz erst nach 3 Wochen in den Arm nehmen. Wenn ich manchmal so nach denke, merke ich wie mir diese 3 Wochen fehlen.

    Das Leben hat schöne seiten. Das möchte bestimmt keiner bestreiten. Es kommen aber immer wieder die Gedanken in den Kopf: Warum? Wäre es nicht schön, wenn.........? und und und..........

    @ Wichtelchen: Ich wollte eigentlich auch mit einem Kaiserschnitt entbinden. Habe damals viele Infos eingeholt. Wusstest das operative entbindungen die hauptursache für eine Atonie sind. Ich wollte es vermeiden, diesem Schicksal entfliehen konnte ich nicht.

    Liebe grüße

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