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  1. #1
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    Ausrufezeichen WIDERSPRUCH => "Ablehnung meiner Mutter-Kind-Kur"

    Hallo, MKK-Mamis und die, die es noch werden wollen!

    Anbei mein WIDERSPRUCH => "Ablehnung meiner Mutter-Kind-Kur". Wie versprochen werde ich das Schreiben hier veröffentlichen. Ich möchte damit jeder Mutter Mut machen jeder Ablehnung zu widersprechen. Und vielleicht kann ich Euch damit auch weiterhelfen.
    Ich hoffe nun, dass meine Kur doch noch genehmigt wird.

    Gruß, Moni.

    *******************************************

    WIDERSPRUCH
    „Ablehnung meines Antrages auf eine Mutter-Kind-Kur“
    Ihr Zeichen:
    Versicherten-Nummer:
    Mitaufnahme der Tochter

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ihren Standardbrief vom 12.06.2007 habe ich erhalten.

    Gegen Ihre Entscheidung lege ich fristgerecht Widerspruch gem. §§ 78 ff. des Sozialgesetzbuches ein.

    Desweiteren fordere ich Sie umgehend auf, mir das Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) schriftlich zukommen zu lassen.

    Aus Ihrem Standardbrief geht nicht hervor, in welcher Form Sie meine Vorrausetzungen für eine Kur geprüft haben und welche Punkte meines Antrages auf eine Mutter-Kind-Kur nicht den Vorrausetzungen für eine stationäre Reha-Maßnahme entsprechen. Sie nennen lediglich ein Beispiel mit der Abkürzung „u.a.“ in Ihrem Textbaustein. Dieses Beispiel trifft allerdings in meinem Fall nicht zu. Dies werden Sie sicherlich bei einer genauen Prüfung meines Kurantrages feststellen. Auch ist dieses Kriterium gem. Gesundheitsreform 2007 seit dem 01.04.2007 für Mutter-Kind-Kuren nicht mehr zutreffend.

    Ferner musste ich feststellen, dass die zeitliche Bearbeitung sehr schnell erfolgte,
    eine gründliche Prüfung jedoch zweifelhaft erscheint, da Sie unter anderem weder aussagekräftige Patientenakten eingesehen haben noch Kontakt mit den im Antrag genannten Fachärzten aufnahmen. Auch kam es im Rahmen Ihrer Prüfung zu keiner persönlichen Begegnung zwischen Patientin und MDK.

    Wie Sie bei einer genauen Durchsicht meiner Antragsunterlagen feststellen können, habe ich schon zahlreiche ärztlich verordnete Maßnahmen in Anspruch genommen. Darüber hinaus habe ich auch zahlreiche Maßnahmen in Eigeninitiative unternommen. Sicherlich können Sie nachvollziehen, dass man diesen Zeit- (Therapiezeiten, Wartezeiten, Sprechstunde beim Arzt, Fahrtzeiten, usw.) und Kostenaufwand (u.a. Zuzahlungen und komplette Bezahlung aus eigener Tasche – z.B. kostet eine Stunde Dorntherapie ca. 100 € - dies als Mutter in Elternzeit) sowie ständige Organisation der Kinderbetreuung für die Zeit der Termine über einen Zeitraum von 21 Monaten nur auf sich nimmt, wenn man unter den entsprechenden Beschwerden leidet.

    Sicherlich können Sie auch nachvollziehen, dass diese ständigen ambulanten Arzt- und Therapietermine (wo es noch nicht sicher ist, wie lange das noch gehen wird bzw. ob es irgendwann doch noch einen erfolgreichen Abschluß geben wird) sowie ständige Organisation der Kinderbetreuung in den ersten Lebensmonaten/-jahren eines Kindes sicherlich nicht gerade förderliche für eine gute Mutter-Kind-Beziehung sind. In erster Linie war die Elternzeit dafür gedacht, dass ich für meine Tochter da sein kann. Die Kinderbetreuung wird zur Zeit vorrangig noch von Familienmitgliedern übernommen. Allerdings kam es hier schon zu Problemen, da die Termine dann auch mit Kollegen und Vorgesetzten abgestimmt werden müssen. Mein Ehemann bspw. hat kürzlich erst diesbezüglich Ärger mit seinem Arbeitgeber bekommen. Hierdurch entstehen existenzielle Ängste. Dies sorgt auch für Spannungen innerhalb der Familie – das ist für mich nicht gut, für meinen Mann nicht gut – und erst recht nicht gut für unsere gemeinsame Tochter.

    Gerne können Sie mir (weitere bzw. alle) kassenpflichtige Behandlungen, die meinen Indikationen entsprechen und an meinem Wohnort durchführbar sind, nennen. Bitte beachten Sie in diesem Fall auch die Kontraindikationen bei von-Willebrand-Patienten sowie bei Patienten mit Neigungen zu Medikamentenunverträglichkeitsreaktionen. Für eventuelle Rückfragen stehen Ihnen hierzu sicherlich die Gerinnungsspezialisten der Uniklinik Frankfurt am Main bzw. jedes Hämophilienzentrum zur Verfügung.
    Aber bitte nennen Sie mir auch für die Zeit der ambulanten Behandlungen Möglichkeiten der weiteren Kinderbetreuung (am Wohnort) für ein Kleinkind.

    Aufgrund der Indikationen und familiären Situation käme für mich und meine Tochter soweit ich mich informiert habe (u.a. Internet und Prospekte) evtl. als Kurklinik das Gesundheitszentrum „An der Höhle“ Eberstadt, Höhlenweg 8, 74722 Buchen im Odenwald in Frage. Die angebotenen Therapien entsprechen meinen Indikationen. Die Klinik bietet eine optimale Kinderbetreuung auch für Kleinkinder (bis zu 62 Stunden in der Woche) an. Die Klinik empfiehlt Familien mit Kleinkindern ausserhalb der Ferien (z.B. September) in Kur zu gehen. In der Klinik werden u.a. auch Patientinnen behandelt, die bei der GEK versichert sind. Ferner ist es empfehlenswert, dass für den Notfall, der hoffentlich nicht eintritt, ein Krankenhaus mit Hämophilienambulanz (hier: Heidelberg) in erreichbarer Nähe ist, da Mutter und Tochter an einem mittelschweren von-Willebrand-Syndrom (genetische Blutgerinnungsstörung mit Neigungen zu verstärkten Blutungen) leiden.
    Für die Nennungen weiterer Alternativen einer Kurklinik Ihrerseits, die genau diesen Anforderungen entsprechen, wäre ich dankbar.
    Einen stressfreien Aufenthalt in einer Kurklinik sowie ein kompetentes, kooperatives und kinderfreundliches Personal zur optimalen Genesung setze ich verständlicherweise voraus.

    Der Kurantrag liegt Ihnen bereits vor. Sicherlich können Sie weitere Auskünfte von meinen behandelten Ärzten erhalten und auch Einsicht in die entsprechenden Patientenakten nehmen. Selbstverständlich können Sie mich zur weiteren Prüfung zu einem Termin beim MDK laden. Bitte schlagen Sie mir in diesem Fall einen Termin schriftlich vor und stimmen diesen dann mit mir (wegen einer evtl. benötigten Kinderbetreuung, evtl. anderen Arztterminen bzw. evtl. Schlafens- und Essenszeiten meiner Tochter) ab.

    Im Übrigen steht in der letzten GEK - Elterninfo zur Vorsorgeuntersuchung U7 (Ende Mai 2007) ein Bericht über Müttergenesungskuren. Zitat: „… um eine Krankheit zu erkennen, ihre Verschlimmerung zu verhindern oder sie zu heilen ...“ Ferner schreiben Sie in fetter und roter Schrift: „Ihre GEK unterstützt eine Mutter-Kind-Kur.“.

    Der Kurantrag vom 30.05.2007 bleibt im vollen Umfang bestehen.


    Mit freundlichen Grüßen

  2. #2
    stöpsel1 ist offline enthusiast
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    Standard Re: WIDERSPRUCH => "Ablehnung meiner Mutter-Kind-Kur"

    Herrlich geschrieben. Du hast der KK schön den Ball zugespielt. Respekt!
    Liebe Grüße
    Jutta

    www.mutterkindkur.cabanova.de

  3. #3
    buntertupfen ist offline Member
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    Standard Re: WIDERSPRUCH => "Ablehnung meiner Mutter-Kind-Kur"

    Toll! Hast du das selbst verfast???...wenn dir jetzt nicht die Kur genehmigt wird....ich glaube dennen ist das viel zu viel zu lesen ...grins...

  4. #4
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    Standard Re: WIDERSPRUCH => "Ablehnung meiner Mutter-Kind-Kur"

    Hallo!

    Danke für Eure Antworten.
    Hoffentlich klappt es mit der KK und Genehmigung.

    Ich habe es komplett selber geschrieben.
    Ich habe letzte Woche, als die Ablehnung kam nur mal bei der Caritas nachgefragt, an was ich denken soll, damit ich nichts vergesse.
    Und auch hier im Forum mit einem Entwurf mal die Runde gemacht.
    Aber es musste nicht mehr viel geändert werden.
    Ich habe es nur noch von einigen Familienmitgliedern Korrekturlesen lassen - besonders wegen Tippfehler, usw.

    Besonders gut gefällt mir der letzte Satz, in dem ich die letzte GEK-Zeitung aufgreife, worin die GEK schreibt, dass die MKK unterstützt.

  5. #5
    Avatar von karli
    karli ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: WIDERSPRUCH => "Ablehnung meiner Mutter-Kind-Kur"

    Klasse. Die haben bestimmt keinen Bock, alles zu Ende zu lesen.... he, vielleicht fahren wir ja gleichzeitig.
    Es grüßt Karli
    mit Wednesday Butterfly

  6. #6
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    Standard Re: WIDERSPRUCH => "Ablehnung meiner Mutter-Kind-Kur"

    Da bin ich mal gespannt.
    Wann und wohin gehts in Deiner Kur?

  7. #7
    Lafilu ist offline addict
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    Standard Re: WIDERSPRUCH => "Ablehnung meiner Mutter-Kind-Kur"

    Hallo, das ist ja spitze, kommt für mich genau richtig. Wäre nur gut, wenn du auch die Ablehnung deinem Brief vorangestellt hättest, denn z.B. bei deinem ersten längeren Absatz weiß ich nun gar nicht, ob das auch auf uns zutrifft. Könntest du mir diese Info noch geben, oder die info, wo ich die entsprechenden Sachen über die akt. Gesndheitsreform finde? Viele Grüße, Tanja

  8. #8
    Gast

    Standard Re: WIDERSPRUCH => "Ablehnung meiner Mutter-Kind-Kur"

    Hallo!
    Ich wollte doch mal nachhören, ob es bei Dir schon was Neues zu berichten gibt? *daumendrück*

  9. #9
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    Standard Re: WIDERSPRUCH => "Ablehnung meiner Mutter-Kind-Kur"

    Hallo!

    Die Info über die Gesundheitsreform habe ich u.a. über die Seite www.muettergenesungswerk.de - bzw. von der Caritas-Sation in meinem Ort.

    Der Grund für die Beantragung meiner MKK ist:
    Unter der Geburt und im Wochenbett habe bzw. sollte ich ein Blutgerinnungsmedikament bekommen, da ich an einer genetischen Blutgerinnungsstörung leide. Dieses Medikament habe ich nicht vertragen - am ersten Tag nach der Geburt. Es traten die schlimmsten Nebenwirkungen ein. Ich hatte einen Krampfanfall und wurde bewußtlos. Somit lag ich 3 Tag im Koma auf der Intensivstation. Meine Tochter war in dieser Zeit und noch ein paar Tage danach in der Kinderklinik (hatte u.a. sie einen Infekt, der behandelt werden musste).
    Durch den Krampfanfall habe ich sehr starke Rückenschmerzen mit Bewegungseinschränkungen. Meine Tochter ist nun 22 Monate alt und ich befinde mich immer noch diesbezüglich in Behandlung - Arzt, Orthopäde, Physiotherapeut - auch private Behandlungen wie z.B. Dorntherapie und Massagen, die ich selbst bezahlen muss. Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Ausserdem ist es immer wieder sehr schwierig für die zig Termine einen Babysitter zu finden. Die Trennung von meiner Tochter unmittelbar nach der Geburt (die ersten Tage überhaupt nicht gesehen) und die häufigen Trennungen wegen den Therapieterminen macht mir auch schwer zu schaffen.
    Im übrigen habe ich diese genetische Blutgerinnungsstörung, wofür ich das Medikament nicht vertragen habe auch an meine Tochter vererbt. Da meine Tochter sehr aktiv ist und auch wie jedes Kleinkind schon oft gefallen ist - man aber immer eine größere Blutung ,usw. befürchten muss, macht mir das psychisch sehr zu schaffen.

    Aufgrund o.g. Ereignisse habe ich u.a. mit Attest von Orthopäde und Kinderarzt eine Mutter-Kind-Kur beantragt.

    Gruß, Monika.

  10. #10
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    Standard Re: WIDERSPRUCH => "Ablehnung meiner Mutter-Kind-Kur"

    Hallo Andrea und Julia!

    Nein - bis jetzt gibt es noch nichts neues von der Krankenkasse. Aber es ist ja auch erst zwei Wochen her, wo ich den Widerspruch abgeschickt haben - an die GEK in Schwäbisch Gmünd.

    Gruß, Monika und Maria.

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