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  1. #1
    bastler011 ist offline Stranger
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    Standard 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Hallo zusammen!

    ich werfe nun schon seit einigen Jahren immer wieder einen Blick in diese Foren und stelle dabei immer wieder fest, dass ich nicht der einzige Mann mit meinem Problem bin. Das beruhigt mich einerseits, aber mein Frust wächst mir doch zunehmend über den Kopf und ich weiß nicht mehr weiter! Ich hoffe, der ein oder andere kann mir seine Erfahrungen schildern und wie ihr gelernt habt, damit umzugehen.

    Ich, 36, bin seit 12 Jahren verheiratet. Wir haben 5 Kinder, ein Haus gebaut, und haben auch die Möglichkeit, die Kinder gelegentlich "abzugeben", bzw. lassen sie schon auch mal ein paar Stunden allein (6-11 Jahre). Natürlich sind die Kinder und das Haus für uns Beide, und insbesondere für meine Frau, eine große Herausforderung jeden Tag.

    Ohne jetzt eine lange Vorgeschichte zu erzählen, wir haben schwierige Jahre hinter uns. Meine Frau wurde schon ein Jahr nachdem wir zusammen waren, zunehmend depressiv und gereizt. Die Erziehung der Kinder und andere persönliche Probleme haben ihr sehr zu schaffen gemacht. Ich fühlte mich dadurch sehr unter Druck und habe zuhause unter die Arme gegriffen wo es geht. Ich habe meine Hobbies zurückgestellt und war nur noch Vater, Hausbesitzer und Angestellter. Vor 5 Jahren hatte ich darüber einen Burnout und musste Medikamente nehmen. Danach ging alles wieder weiter wie bisher (ich sah auch keine Möglichkeit etwas zu ändern) und meine Frau ging mit Erschöpfungssyndrom in Kur. Das ist jetzt ein Jahr her und es hat meine Frau auch ein Stück weit verändert.

    Seit fünf Jahren ist Funkstille im Bett. Ich habe nach Jahren der Eigeninitiative dieselbe eingestellt und gedacht, jetzt müsse auch mal was von ihr kommen. Ich möchte mich nicht aufzwingen und schließlich wäre es schön, wenn sie auch mich ein wenig begehren würde - es kam nichts. Wir hatten zwischendurch noch einmal "Gelegenheit" dazu, sonst lief nichts.

    Ich habe das alles einige Jahre förmlich in mich hinein gefressen und bin mittlerweile so frustriert, dass ich lieber meinem Leben ein Ende setzen als so weiterleben möchte. Mein Selbstwertgefühl geht gegen null, ich habe vieles aufgegeben um für meine Frau und meine Familie da zu sein und weiß eigentlich gar nicht mehr, was ich hier noch soll. Mein Job ist total sinnfrei (Medien), zuhause werde ich nur zum reparieren, Kinder ins Bett bringen und reden gebraucht. Und täglich werden einem hübsche Frauen, Erotik und Verführung in den Medien aufgetischt.

    Ich habe kürzlich das Thema Sex meiner Frau gegenüber angesprochen. Sie fühlt sich als Lustobjekt, wenn Sex das Einzige ist. Das heißt also, erst mal reden und dann vielleicht... "Kürzlich" ist schon wieder eine gefühlte Ewigkeit her, wir haben geredet, geputzt, gekocht, Kinder ins Bett gebracht, repariert, ... ich kann nicht mehr. Für mich ist Sex definitiv nicht das einzig wichtige an einer Beziehung - ich liebe meine Frau, trotz aller Schwierigkeiten, die wir miteinander durchgestanden haben. Aber ich gebe zu, ich bin auch misstrauisch geworden, verliere langsam das Vertrauen in meine Frau und ich weiß, ich könnte nicht widerstehen, wenn sich eine Affaire auftun würde. Ich stand erst kürzlich vor der "Entscheidung" und bin zum Glück standhaft geblieben. Ob ich das noch einmal schaffe, weiß ich nicht.

    Puh, lange Geschichte und vieles hab ich der Kürze halber einfach weggelassen. Das musste jetzt einfach mal raus. Würde mich interessieren, was ihr von der Geschichte haltet...

  2. #2
    Gast

    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von bastler011 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen!

    ....

    Puh, lange Geschichte und vieles hab ich der Kürze halber einfach weggelassen. Das musste jetzt einfach mal raus. Würde mich interessieren, was ihr von der Geschichte haltet...
    Nur in Kürze wegen Zeitmangel.

    In meinen Augen habt ihr eine ziemliche Schieflage in der Beziehung.
    Rein auf den sexuellen Missstand reduziert, sehe ich es so.
    Du hast mit ihr geredet und sie hat dir mitgeteilt das sie sich als Sexobjekt fühlt, was in meinen Augen eine reine Hinhaltetaktik ist.

    Mir kann kaum einer sagen er sei Objekt, wenn er 5 Jahre Stillstand hat. Da fehlt mir vielleicht aber auch nur Verständnis.
    Sei es drum... wie du selbst sagt habt ihr eine Einigung gefunden... erst einmal reden. Was ja nichts anderes ist als ihr vorher gemacht habt.

    Ich würde es noch einmal ansprechen... wenn wieder diese Äusserung kommt, dann muss man eben seine Konsequenz ziehen... und die kann von Trennung über unfreiwillige Askese bis zur Affaire gehen.

    Mehr als ansprechen und deine Seite eines Kompromisses erfüllen geht nicht.

  3. #3
    Avatar von Hanako
    Hanako ist offline Soul Sister
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Wenn ich das alles so lese - Erschöpfungssyndrom, Burnout, 5 Kinder, Haus, Depressionen, Schwierigkeiten - sorry, aber wie soll deine Frau da Lust auf Sex bekommen??? Ich leide selbst unter einer sexlosen Beziehung, aber wir pflegen zumindestens ein harmonisches Miteinander, unternehmen etwas gemeinsam, haben ähnliche Interessen, aber auch genügend eigene Interessen, für die man dem anderen auch den Rücken etwas frei hält... Nun könnte man sagen, hm, Mist, das klingt ganz gut, aber die haben trotzdem keinen Sex - aber unter den oben von dir genannten Voraussetzungen hätte ich auch keine Lust. (Und das will viel heißen, da Sex für mich was total wichtiges ist)
    Und im Gegensatz zu dem anderen Beitrag: wenn deinen Frau behauptet, dass sie sich wie ein Lustobjekt fühlt, würde ich mal vermuten, dass es da was gibt, was sie zu dieser Vermutung kommen lässt.
    Mein Rat: versucht euch eine harmonische Beziehung aufzubauen, schenkt aber euch auch genügend eigene Freiräume, damit ihr euch nicht total ausgepowert fühlt, sondern etwas habt, was euch ausfüllt und wachsen lässt - und wenn das alles dann funktioniert, und ihr dann immer noch keinen Sex habt, dann kannst du ernsthaft klagen.

  4. #4
    bastler011 ist offline Stranger
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von faarfaraway Beitrag anzeigen
    Du hast mit ihr geredet und sie hat dir mitgeteilt das sie sich als Sexobjekt fühlt, was in meinen Augen eine reine Hinhaltetaktik ist.

    Mir kann kaum einer sagen er sei Objekt, wenn er 5 Jahre Stillstand hat. Da fehlt mir vielleicht aber auch nur Verständnis.
    Einerseits versteh ich was sie sagt, von wegen Sexobjekt. Weil wir kaum dazu kommen, Partnerschaft zu leben. Und dann einfach Sex ist ihr eben zu wenig. Wobei das Thema bei ihr ohnehin schon schnell abgehakt war, nach den ersten stürmischen Wochen hat sie kaum einmal die Initiative ergriffen.

    Ich weiß für mich, zu der Einsicht bin ich aber auch erst nach einiger Zeit gekommen, dass ich mir diese Partnerschaft ohne Sex nicht vorstellen kann. Ich fühle mich als Partner von ihr nicht mehr akzeptiert und fühle mich immer unwohler neben ihr, weil ich das Gefühl habe, dass ich ihr "zuwider" bin. Wenn ich sie auf mein Äußeres anspreche, meint sie, es läge nicht daran.

    Allein dass ich schon eifersüchtig werde, wenn sie erst eine Stunde als gewöhnlich heim kommt, oder was sie vormittags macht, wenn keine Kinder im Haus sind, oder wenn sie stundenlang mit einer Freundin ausgeht, macht mich fast wahnsinnig. Ich stelle mir dann oft vor, dass sie einen anderen hat, und mit mir nur zusammen bleiben will, bis die Kinder aus dem Haus sind. Völlig irre, aber Eifersucht ist ja auch ein irrationales Gefühl an sich.

    Zitat Zitat von faarfaraway Beitrag anzeigen
    Ich würde es noch einmal ansprechen... wenn wieder diese Äusserung kommt, dann muss man eben seine Konsequenz ziehen...
    Trennung ist nicht, Kinder und Haus und mein Versprechen, ihr treu zu bleiben. Askese funktioniert auch nicht, wie ich festgestellt habe. Affaire wäre eigentlich die logische Konsequenz, aber was ist das dann noch für ein Leben? Welchen Sinn macht die Partnerschaft dann noch? Das macht alles noch komplizierter. Und eine Affaire zu treffen, die nicht mehr will als einen ONS, dürfte ohnehin schwierig werden.

  5. #5
    Avatar von Hanako
    Hanako ist offline Soul Sister
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von bastler011 Beitrag anzeigen
    Allein dass ich schon eifersüchtig werde, wenn sie erst eine Stunde als gewöhnlich heim kommt, oder was sie vormittags macht, wenn keine Kinder im Haus sind, oder wenn sie stundenlang mit einer Freundin ausgeht, macht mich fast wahnsinnig. Ich stelle mir dann oft vor, dass sie einen anderen hat, und mit mir nur zusammen bleiben will, bis die Kinder aus dem Haus sind. Völlig irre, aber Eifersucht ist ja auch ein irrationales Gefühl an sich.
    Schon mal überlegt, dass da der Knackpunkt liegt. Eifersucht hat schon viele Lieben / Beziehungen zerstört. Lass ihr doch Luft zum Atmen - sie braucht das, wenn du ihr diesen Freiraum nicht gewähren kannst, dann verstehe ich, dass sie sich immer weiter von dir entfernt

  6. #6
    bastler011 ist offline Stranger
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von Hanako Beitrag anzeigen
    Erschöpfungssyndrom, Burnout, 5 Kinder, Haus, Depressionen, Schwierigkeiten - sorry, aber wie soll deine Frau da Lust auf Sex bekommen???
    Ich hatte zu der Zeit als ich Medikamente nehmen musste, auch kein Bedürfnis nach Sex, aber ich habe diese Tabletten auch bald wieder abgesetzt und mein Gefühlsleben hat sich wieder stabilisiert. Klar, die Punkte sind nicht ohne, wir haben wirklich was durchgemacht in den letzten Jahren. Andererseits stehe ich auch nicht jeden Abend da und setz sie unter Druck.
    Aber es sind eben schon 5 Jahre, und wie lange soll ich noch warten? Ich bin Mitte 30, ich will das Leben leben und meinen Partner lieben. Soll ich nochmal 15 Jahre warten, bis die Kinder aus dem Haus sind? Für mich ist das keine Alternative.

    Zitat Zitat von Hanako Beitrag anzeigen
    Und im Gegensatz zu dem anderen Beitrag: wenn deinen Frau behauptet, dass sie sich wie ein Lustobjekt fühlt, würde ich mal vermuten, dass es da was gibt, was sie zu dieser Vermutung kommen lässt.
    Was das ist, würde mich interessieren. Sie sagt ja, dass es daran liegt, dass sie mehr von der Partnerschaft will, also kritisiert sie nicht den Sex an sich, sondern den Rest der Beziehung.

    Zitat Zitat von Hanako Beitrag anzeigen
    Mein Rat: versucht euch eine harmonische Beziehung aufzubauen, schenkt aber euch auch genügend eigene Freiräume, damit ihr euch nicht total ausgepowert fühlt, sondern etwas habt, was euch ausfüllt und wachsen lässt
    Wir gehen mittlerweile beide unterschiedlichen Hobbies nach, es hat sich dadurch nicht viel geändert. Wir sind beide zufriedener geworden, aber mit unserer Partnerschaft hat das nichts zu tun.

    Zitat Zitat von Hanako Beitrag anzeigen
    - und wenn das alles dann funktioniert, und ihr dann immer noch keinen Sex habt, dann kannst du ernsthaft klagen.
    Ich weiß, du meinst es vermutlich nicht so, aber in meinen Ohren klingt das wie Hohn. Ich bin wirklich keiner, der viel klagt, und schon gar nicht über unsere Partnerschaft. Mir ist klar, dass wir schwierige Zeiten durchgemacht haben, und dass jeder von uns sein Päckchen zu tragen hat. Aber würde es nicht das Leben viel lebenswerter machen, wenn man einen Partner hat, dem man vertrauen kann, an den man sich lehnen kann und bei dem man sich als Mensch an sich wohl fühlt und eben mal nicht Mutti oder Papi ist?
    Ich vermisse total dieses prickelnde Gefühl wie am Anfang, diese innige Verbundenheit und das gegenseitige Vertrauen, den Respekt und einfach so akzeptiert zu sein wie man ist. Ich komme mir, nachdem die Kinder jetzt in der Welt sind, total vera*** vor. Ich habe mich noch nie von jemandem so akzeptiert gefühlt wie von ihr, sie hat mich genommen wie ich bin. Und heute soll das alles immer noch so sein, aber es muss noch wachsen? Ich versteh es nicht und das macht mich noch total irre!

  7. #7
    Avatar von Hanako
    Hanako ist offline Soul Sister
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von bastler011 Beitrag anzeigen
    Ich vermisse total dieses prickelnde Gefühl wie am Anfang, diese innige Verbundenheit und das gegenseitige Vertrauen, den Respekt und einfach so akzeptiert zu sein wie man ist. Ich komme mir, nachdem die Kinder jetzt in der Welt sind, total vera*** vor. Ich habe mich noch nie von jemandem so akzeptiert gefühlt wie von ihr, sie hat mich genommen wie ich bin. Und heute soll das alles immer noch so sein, aber es muss noch wachsen? Ich versteh es nicht und das macht mich noch total irre!
    Beziehungen ändern sich - wenn du erwartest, dass sich das prickelnde Gefühl der Anfangszeit wieder einstellt - das kommt wahrscheinlich nicht mehr - vielleicht kurz, aber damit darfst du nicht rechnen.
    An Beziehungen muss man ständig arbeiten, das ist etwas, was Männer - auch das weiß ich aus eigener Erfahrung - oft nicht verstehen wollen oder können. 5 Jahre sind lange, sehr lange - aber mit all den Problemen... was denkst du, dass du mit Druck erreichst? Genau das Gegenteil, von dem was du willst.
    Du willst von ihr akzeptiert werden, wie du bist? Tust du denn das bei ihr? Ich habe nicht das Gefühl. Wie soll sie dann die Lust / die Liebe finden, das umgekehrt zu machen.
    Mit Hetze, mit Druck wirst du nur eines erreichen: eure Ehe zerstören.

  8. #8
    bastler011 ist offline Stranger
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von Hanako Beitrag anzeigen
    Schon mal überlegt, dass da der Knackpunkt liegt. Eifersucht hat schon viele Lieben / Beziehungen zerstört. Lass ihr doch Luft zum Atmen - sie braucht das, wenn du ihr diesen Freiraum nicht gewähren kannst, dann verstehe ich, dass sie sich immer weiter von dir entfernt
    Versteh mich nicht falsch, ich habe ihr das mit keinem Ton gesagt oder sie damit unter Druck gesetzt. Man(n) macht sich halt so seine Gedanken. Mit ihrer Freundin kann sie bis tief in die Nacht ausgehen, sie kann sich ein Wochenende Auszeit zu nehmen, aber etwas mit mir zu unternehmen, fällt ihr nicht ein. Ich habe in der ganzen Zeit kein einziges Geschenk oder eine Aufmerksamkeit zwischendurch bekommen, dabei bringe ich immer wieder Blumen mit, lasse mir etwas für den Hochzeitstag einfallen, usw. Das ist doch total einseitig und wieder so ein Punkt, die mich an ihrer Liebe zweifeln lässt, ist ja eigentlich auch ganz logisch, oder?

    Vielleicht sollte ich einfach wieder mehr "mein" Leben leben. Keine Aufmerksamkeiten bringen, mich nicht mehr bemühen und so tun, als wäre für mich die Welt in Ordnung. Aber ich sehe jetzt schon voraus, dass sie das gar nicht jucken würde.

  9. #9
    bastler011 ist offline Stranger
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von Hanako Beitrag anzeigen
    Du willst von ihr akzeptiert werden, wie du bist? Tust du denn das bei ihr? Ich habe nicht das Gefühl.
    Ja aber wie soll ich das denn tun? Ich meine, ich bin doch ständig da, ich koche, sauge, räume die Kinderzimmer auf, unternehme was mit den Kindern, damit sie mal ihre Ruhe hat, usw usf Wir reden ja auch, wenn auch selten. Wie soll ich sie denn akzeptieren? Und was soll ich akzeptieren? Ich liebe sie doch als Mensch, so wie sie ist! Ich zeige ihr ja auch dass sie mir wichtig ist, bringe ihr Blumen, denke mir was für den Hochzeitstag aus.

    Wenn ich andere Forenbeiträge lese oder es auch von anderen Partnerschaften höre - da kauft sich die Frau ein Dessous für den Hochzeitstag, kocht ihrem Mann, schenkt ihm eine Uhr einfach so. Ich habe kürzlich ein paar Socken bekommen. Da darf ich gar nicht daran denken, das würde mich nur noch mehr in die Krise stürzen. Erwarte ich denn wirklich so viel?

    Was müsste ich denn deiner Meinung nach tun, damit sie sich akzeptiert fühlt? Ich wüsste das wirklich gerne, denn der Vorwurf ist mir nicht neu.

  10. #10
    Avatar von Lyndwyn
    Lyndwyn ist offline Dabei seit 2002
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    Standard Re: 5 Jahre ohne - lohnt es sich noch zu kämpfen?

    Zitat Zitat von bastler011 Beitrag anzeigen
    Und dann einfach Sex ist ihr eben zu wenig. Wobei das Thema bei ihr ohnehin schon schnell abgehakt war, nach den ersten stürmischen Wochen hat sie kaum einmal die Initiative ergriffen.
    Es gibt genügend Menschen - sowohl Männer als auch Frauen - denen Sex schlichtweg unwichtig ist. Etwa 14 % der Menschheit (kannst du nachlesen im Netz) sind sogar asexuell - sprich: haben gar kein Interesse an Sex. Das ist nicht bösartig, das ist nicht schön - das ist einfach so und man kann Lust auch nicht "herbeireden". Wenn du sagst, dass ihr Interesse schon nach den ersten paar Wochen nachließ, war doch eigentlich abzusehen, worauf es hinauslief oder? Verabschiede dich von dem Gedanken, dass jeder Mann oder jede Frau doch irgendwann Sex braucht. Das ist einfach nicht wahr.

    Hast du sie denn mal gefragt, ob sie sich mit einer offenen Beziehung anfreunden könnte, wenn sie selbst schon in diesem Punkt keinen "Besitz" mehr an dir anmelden möchte? Und wenn nicht, wäre ja auch zu klären, aus welchen Beweggründen sie das nicht möchte. Ist da vielleicht irgendwo wirklich noch Interesse an dir da oder hat sie einfach Angst, dass du sie verlassen könntest, wenn du dich verliebst und sie dann allein zurück bleibt?

    Du fragtest, warum man beim Fremdgehen überhaupt noch eine Partnerschaft aufrecht erhalten sollte. Nun - das musst du selber wissen. Schließlich bist du seit fünf Jahren mit ihr auch ohne Sex zusammen. Da ist also noch einiges vorhanden an Vertrauen, Gemeinsamkeiten, Interessen. Würde sich denn daran unbedingt etwas ändern, wenn du dir diese eine Komponente der Partnerschaft woanders holst? Oder ist Sex für dich immer unbedingt mit Liebe verknüpft?

    Den Spruch mit dem Selbstmord fand ich daneben. Deine Kinder lieben dich und es gibt immer andere Lösungen, als sich auf diese feige Art und Weise zu verabschieden.
    Dann doch lieber eine Trennung. Und wenn man dabei das Haus verliert - was soll´s. Das Leben geht trotzdem weiter. Alles ist besser als Selbstmord. Es würde zwar eine harte Zeit, falls du dich trennst, weil eben die Unterhaltszahlungen dich noch mindestens 12 Jahre belasten würden, aber die könnte man dann ggf. in einer evtl. glücklicheren Beziehung verbringen.

    Kläre erst mal für dich, was DU willst.

    Liebe Grüße,
    Lyndwyn
    Lieber Orangenhaut, als gar kein Profil! (Zitat: Ina Müller)

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