Hallo zusammen!

ich werfe nun schon seit einigen Jahren immer wieder einen Blick in diese Foren und stelle dabei immer wieder fest, dass ich nicht der einzige Mann mit meinem Problem bin. Das beruhigt mich einerseits, aber mein Frust wächst mir doch zunehmend über den Kopf und ich weiß nicht mehr weiter! Ich hoffe, der ein oder andere kann mir seine Erfahrungen schildern und wie ihr gelernt habt, damit umzugehen.

Ich, 36, bin seit 12 Jahren verheiratet. Wir haben 5 Kinder, ein Haus gebaut, und haben auch die Möglichkeit, die Kinder gelegentlich "abzugeben", bzw. lassen sie schon auch mal ein paar Stunden allein (6-11 Jahre). Natürlich sind die Kinder und das Haus für uns Beide, und insbesondere für meine Frau, eine große Herausforderung jeden Tag.

Ohne jetzt eine lange Vorgeschichte zu erzählen, wir haben schwierige Jahre hinter uns. Meine Frau wurde schon ein Jahr nachdem wir zusammen waren, zunehmend depressiv und gereizt. Die Erziehung der Kinder und andere persönliche Probleme haben ihr sehr zu schaffen gemacht. Ich fühlte mich dadurch sehr unter Druck und habe zuhause unter die Arme gegriffen wo es geht. Ich habe meine Hobbies zurückgestellt und war nur noch Vater, Hausbesitzer und Angestellter. Vor 5 Jahren hatte ich darüber einen Burnout und musste Medikamente nehmen. Danach ging alles wieder weiter wie bisher (ich sah auch keine Möglichkeit etwas zu ändern) und meine Frau ging mit Erschöpfungssyndrom in Kur. Das ist jetzt ein Jahr her und es hat meine Frau auch ein Stück weit verändert.

Seit fünf Jahren ist Funkstille im Bett. Ich habe nach Jahren der Eigeninitiative dieselbe eingestellt und gedacht, jetzt müsse auch mal was von ihr kommen. Ich möchte mich nicht aufzwingen und schließlich wäre es schön, wenn sie auch mich ein wenig begehren würde - es kam nichts. Wir hatten zwischendurch noch einmal "Gelegenheit" dazu, sonst lief nichts.

Ich habe das alles einige Jahre förmlich in mich hinein gefressen und bin mittlerweile so frustriert, dass ich lieber meinem Leben ein Ende setzen als so weiterleben möchte. Mein Selbstwertgefühl geht gegen null, ich habe vieles aufgegeben um für meine Frau und meine Familie da zu sein und weiß eigentlich gar nicht mehr, was ich hier noch soll. Mein Job ist total sinnfrei (Medien), zuhause werde ich nur zum reparieren, Kinder ins Bett bringen und reden gebraucht. Und täglich werden einem hübsche Frauen, Erotik und Verführung in den Medien aufgetischt.

Ich habe kürzlich das Thema Sex meiner Frau gegenüber angesprochen. Sie fühlt sich als Lustobjekt, wenn Sex das Einzige ist. Das heißt also, erst mal reden und dann vielleicht... "Kürzlich" ist schon wieder eine gefühlte Ewigkeit her, wir haben geredet, geputzt, gekocht, Kinder ins Bett gebracht, repariert, ... ich kann nicht mehr. Für mich ist Sex definitiv nicht das einzig wichtige an einer Beziehung - ich liebe meine Frau, trotz aller Schwierigkeiten, die wir miteinander durchgestanden haben. Aber ich gebe zu, ich bin auch misstrauisch geworden, verliere langsam das Vertrauen in meine Frau und ich weiß, ich könnte nicht widerstehen, wenn sich eine Affaire auftun würde. Ich stand erst kürzlich vor der "Entscheidung" und bin zum Glück standhaft geblieben. Ob ich das noch einmal schaffe, weiß ich nicht.

Puh, lange Geschichte und vieles hab ich der Kürze halber einfach weggelassen. Das musste jetzt einfach mal raus. Würde mich interessieren, was ihr von der Geschichte haltet...