Sooo, ich fange einfach mal an, die Fragen zu stellen, die mir seit September letzten Jahres auf den Nägeln brennen...

Ich wüsste gerne von Euch, wie es euch damit vor allem psychisch geht, dass trotz der ganzen Hochglanz-Medizin der Traum vom Wunschkind nicht wahr geworden ist.

Ich erinnere mich, als wir nach der 2. ICSI das negativ kassiert hatten, fing ich an, mich von der Medizin echt verar*** zu fühlen. Denn obwohl praktisch zwei Mal das gleiche passiert ist, nämlich fast-Nullbefruchtung, machte man uns Hoffnungen, dass alles besser werde wenn ich über ein paar Monate (schweine-teure) Vitaminpräparate einnehme...

Ich kam mir total bescheuert vor, aber man klammert sich ja an alles - ich hab das Zeug genommen - geholfen hat es gar nichts.

Als es klar war, dass unser Weg hier zuende ist, ist für mich eine Welt komplett zusammengebrochen. Ich habe nicht mal Tränen gehabt, ich habe einfach stumpf vor mich hingebrütet.

Ich habe einige Wochen gebraucht, meinen Alltag wieder einigermaßen zu regeln. Ich habe mich laufend gefragt "Wozu aufstehen?"

Heute frage ich mich oft, ob wir die richtigen Fragen gestellt haben während all der Kiwu-Termine, ob irgendwas permanent übersehen wurde (aber mal ehrlich, in 3 verschiedenen Kiwus?). Ob wir doch "zu früh" aufgegeben haben...

Und natürlich, wie es weiter geht. Wir beschäftigen uns derzeit mit Themen wie Adoption und Auslandsadoption. Aber das ist alles noch komplett unausgereift...

Immerhin kann ich mittlerweile wieder Freunde mit Kindern besuchen, ohne vor Schmerz zu zerfließen...

Wie ist das bei euch?