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  1. #1
    ida76 ist offline enthusiast
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    Standard Amniozentese o.k., warum dann schlechte Biochemie?

    Hallo zusammen,

    nach einiger Zeit des stillen Mitlesens ist dies mein erster Beitrag hier. Gerade bin ich recht verunsichert und hoffe, auf Erfahrungen und Wissen zu treffen von Frauen mit ähnlichen Erfahrungen.

    Nachdem mein Gyn im Ultraschall eine auffällige Nackentransparenz sah, empfahl er ein Ersttrimester-Screening. Das Screening ließ ich bei einer Degum II-Ärztin, FMF London zertifiziert, machen. Sie nahm sich viel Zeit, wirkte sorgfältig und freundlich.

    Das ETS wurde bei 13+0 gemacht. Ich bin 35, wiege 51,7 kg bei 160 cm, habe vor der Schwangerschaft geraucht, jetzt noch ca. 2 Zigaretten in der Woche.

    Befund (Auswahl): SSL 68,6 mm, NT 2,0 mm, FL 8,5 mm, Nasenbein vorhanden, Ductus venosus unauffällig, Trikuspidalklappen normal. Der Ultraschallbefund sieht unauffällig aus.

    Im Gegensatz zur Biochemie: freies ß-hCG 96,47 IU/l entsprechend 2,499 MoM, PAPP-A 1,543U/l entsprechend 357 MoM.

    Das ergibt zusammen ein adjustiertes Risiko von 1:25 für Trisomie 21.

    Nach gynäkologischer und psychosozialer Beratung entschied ich mich für eine Amniozentese. Von der Möglichkeit eines integrierten Screenings erfuhr ich leider erst anschließend. Das Ergebnis des Schnelltests liegt nun vor und ist unauffällig.

    Obwohl das abschließende Ergebnis noch abzuwarten bleibt, frage ich mich, worauf die auffälligen Werte der Serum-Biochemie hinweisen? Hierzu finde ich leider kaum Informationen. Und sollte ich die Werte nochmal prüfen lassen? Wisst Ihr etwas zu dem Thema?

    Vielen Dank schonmal für Eure Infos und Erfahrungen,
    ida76
    Herzliche Grüße, ida76

  2. #2
    leu
    leu ist offline Poweruser
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    Standard Re: Amniozentese o.k., warum dann schlechte Biochemie?

    Hallo ida,

    so schwer das zu glauben ist: eine "schlechte" Biochemie hat in den meisten Fällen offenbar keine Gründe, die einen relevanten Einfluss auf die Schwangerschaft ausüben würden.
    Beim PAPP-A musst du dich allerdings vertippt haben: das sind niemals 357 MoM, eher 0,357 MoM. Damit liegt keiner deiner beiden Biochemiewerte in einem Bereich, die aus meiner Sicht eine Nachkontrolle dringend erfordern würden. Aufgrund des etwas niedrigen PAPP-A sollte im Rahmen eines FeinUS in der 20.-24. SSW auch mal sicherheitshalber nach der Uterusdurchblutung geschaut werden. Ein niedriges PAPP-A kann gelegentlich ein Vorbote einer späteren Minderdurchblutung sein und dann sollte man das im Auge behalten, um den Geburtstermin ggf. anpassen zu können.

    Aber die große Mehrheit der Schwangeren mit deinen Werten wird völlig normalgewichtige, gesunde Kinder zur Welt bringen.

    LG und berichte bitte wieder,
    Barbara

  3. #3
    ida76 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Amniozentese o.k., warum dann schlechte Biochemie?

    Danke, liebe Barbara, für Deine beruhigenden Worte. Beim PAPP-A-Wert habe ich mich tatsächlich vertippt, es sind natürlich 0,357 MoM.

    Es fällt schwer, aber ist auch gut zu wissen, dass ich nun nicht unmittelbar nach einer anderen möglichen Ursache dieser Biochemie suchen muss. Dennoch bin ich verwundert über den mir natürlich unbekannten Algorithmus zur Screening-Berechnung. Meine Annahme geht dahin, dass auch das Rauchen stark gewichtet wird. (Ich rauche noch etwa zwei Zigaretten in der Woche.) Ist das so?

    Beim US im Kontext der Amniozentese wurde außerdem ein White Spot festgestellt, ein weiterer Softmarker. Sonst sah alles bestens aus.

    Einen Termin zum FeinUS in der 20. oder 21. Woche habe ich bereits vereinbart.

    Jetzt heißt es erstmal noch abwarten auf den endgültigen Befund der Chromosomenanalyse.
    Herzliche Grüße, ida76

  4. #4
    leu
    leu ist offline Poweruser
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    Standard Re: Amniozentese o.k., warum dann schlechte Biochemie?

    Hallo Ida,

    ist denn dein Raucherstatus in der Berechnung berücksichtigt worden? Steht in dem Originalbefund des Labors "Raucher" oder "Nichtraucher"?
    Wenn mit Raucherstatus gerechnet wurde, kann man das nicht als Ursache für deine Biochemie heranziehen, dann wurde es ja korrekt (und bei deinem geringen Zigarettenkonsum eher zu stark als zu wenig) berücksichtigt.

    Es wäre natürlich für die Durchblutung vermutlich günstig, wenn du ganz aufhören könntest. Aber das wirst du auch selbst wissen, deshalb will ich das gar nicht betonen.

    LG, Barbara

  5. #5
    ida76 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Amniozentese o.k., warum dann schlechte Biochemie?

    Der Raucherstatus wurde berücksichtigt, ich war ehrlich. Ich weiß natürlich, dass ich gar nicht mehr rauchen sollte. In besonders stressigen Situationen (max. 2 Mal in der Woche) gelingt mir das leider noch nicht.
    Herzliche Grüße, ida76

  6. #6
    ida76 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Amniozentese o.k., warum dann schlechte Biochemie?

    Auch der abschließende Befund der Chromosomenanalyse ist unauffällig. Obwohl es für uns richtig war, das ETS und die Fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen, hat mich der letzte Monat psychisch sehr belastet. Und hatürlich frage ich mich immer noch, welchen Grund es für die schlechte Biochemie geben könnte.

    Auf die Plazenta und das Herz werden wir weiterhin besonders schauen. Ansonsten werde ich die Beziehung zu meiner Hebamme weiter vertiefen, das lässt wieder ein ruhigeres und sicheres Gefühl in mir entstehen.
    Herzliche Grüße, ida76

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