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Thema: Der Umzug ins eigene Zimmer und andere Schlafkleinigkeiten

  1. #1
    Elaolm ist offline addict
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    19.07.2014
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    576

    Standard Der Umzug ins eigene Zimmer und andere Schlafkleinigkeiten

    Hallo ihr Lieben

    Es wird mal wieder Zeit, mir ein paar Anregungen von euch zu holen. Mein Sohn (16 Monate) soll langsam in sein eigenes Zimmer ziehen. Das hat verschiedene Gründe von: Beistellbett zu klein geworden, Familienbett zu eng, Kind wacht auf wenn die Eltern schlafen gehen/aufstehen, Rausfallgefahr usw. Natürlich könnte man gegen die meisten dieser Probleme auch eine Lösung finden, aber wir wollen unser Bett jetzt auch einfach mal für uns haben.

    Mein Sohn macht seine Mittagsschläfchen schon seit einem halben Jahr in seinem Zimmer. Abgesehen davon, dass er immer eine halbe Stunde bis Stunde knatscht (es ist einfach alles so aufregend, egal wie müde man ist), schläft er in seinem Bett gut und tief (zwischen 1,5 und 3 Stunden). Ich habe Abends schon ein paar Mal probiert ihn hinzulegen, das klappte mal mehr, mal weniger gut. Manchmal schlief er ein, manchmal turnte er nur herum, bis ich aufgab und wir wieder ins Schlafzimmer zogen. Durchgeschlafen hat er in seinem Bett noch keine Nacht, spätestens wenn er gegen 23 Uhr aufwachte, ging es zurück ins Familienbett. Ich war dann auch zu müde, mich da nachts noch eine Stunde hinzusetzen, bis er wieder schlief.

    So jetzt erstmal zur Hauptfrage meines Threads: Wie kann ich den Umzug ins Kinderzimmer jetzt vollenden? Ich würde mich die ersten Nächte wohl dazu legen, aber generell habe ich irgendwie Angst, dass er nachts aufwacht und ich ihn trotz Babyphone nicht schreien höre und er dann stundenlang hilflos da sitzt. Oder dass er auf Wanderschaft geht und statt im Elternschlafzimmer in meinem Arbeitszimmer landet und dort alles einreißt.

    Dann habe ich noch eine Frage zu den Schlafumständen.
    Momentan kriegt er vor dem Schlafengehen noch eine Flasche Milch (ist einfach so ein Ritual). Je nach Müdigkeit hampelt er dann noch ein bisschen herum und kuschelt sich dann an und schläft. Bei mir schläft er ohne kuscheln gar nicht ein, bei meinem Mann klappts manchmal auch ohne. Ganz selten schläft er auch ein, während ich ihm einfach was leise vorsinge oder erzähle. Kurz: Das Zubettgehen ist meistens ein Kampf, leider. Ich habe mich schon öfter gefragt, ob ich ihn zu spät hinlege. Er fängt um ca 18 Uhr an sich die Augen zu reiben, aber wenn ich ihn dann hinlege, turnt er bis mindestens 20 uhr rum. Deshalb machen wir ihn meist gegen 19:30 langsam fertig, legen uns um 20 Uhr mit ihm hin und dann schläft er so in einer haben Stunde ein.

    Mein Sohn ist sehr aufgeweckt. Er muss alles anfassen, alles angucken und ausprobieren. Solange in seinem Zimmer Licht ist, ist an Ruhe nicht zu denken (Licht durchs Schlüsselloch reicht!). Hinzu kommt, dass sein Gitterbett für ihn zu klein ist (er hat auch nie wirklich drin geschlafen). Deshalb liegt in seinem Zimmer eine große Matratze. Von der kann er allerdings flüchten, wenn er nicht schlafen will. Das heißt wir müssen wirklich bei ihm bleiben bis er schläft und ihn stellenweise auch davon abhalten, das Bett zu verlassen, weil er sonst lieber mit irgendetwas spielt und herumtobt. Und ja: Er ist auf jeden Fall total müde. Aber seine Neugier und Spiellust ist größer. Er gibt erst auf, wenn er merkt, dass er an seine Spielsachen nicht herankommt. Erst dann lässt er sich genug fallen, um einzuschlafen. Habt Ihr Ideen, wie sich das entspannter gestalten lässt?

  2. #2
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Der Umzug ins eigene Zimmer und andere Schlafkleinigkeiten

    Zitat Zitat von Elaolm Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben

    Es wird mal wieder Zeit, mir ein paar Anregungen von euch zu holen. Mein Sohn (16 Monate) soll langsam in sein eigenes Zimmer ziehen. Das hat verschiedene Gründe von: Beistellbett zu klein geworden, Familienbett zu eng, Kind wacht auf wenn die Eltern schlafen gehen/aufstehen, Rausfallgefahr usw. Natürlich könnte man gegen die meisten dieser Probleme auch eine Lösung finden, aber wir wollen unser Bett jetzt auch einfach mal für uns haben.

    Mein Sohn macht seine Mittagsschläfchen schon seit einem halben Jahr in seinem Zimmer. Abgesehen davon, dass er immer eine halbe Stunde bis Stunde knatscht (es ist einfach alles so aufregend, egal wie müde man ist), schläft er in seinem Bett gut und tief (zwischen 1,5 und 3 Stunden). Ich habe Abends schon ein paar Mal probiert ihn hinzulegen, das klappte mal mehr, mal weniger gut. Manchmal schlief er ein, manchmal turnte er nur herum, bis ich aufgab und wir wieder ins Schlafzimmer zogen. Durchgeschlafen hat er in seinem Bett noch keine Nacht, spätestens wenn er gegen 23 Uhr aufwachte, ging es zurück ins Familienbett. Ich war dann auch zu müde, mich da nachts noch eine Stunde hinzusetzen, bis er wieder schlief.

    So jetzt erstmal zur Hauptfrage meines Threads: Wie kann ich den Umzug ins Kinderzimmer jetzt vollenden? Ich würde mich die ersten Nächte wohl dazu legen, aber generell habe ich irgendwie Angst, dass er nachts aufwacht und ich ihn trotz Babyphone nicht schreien höre und er dann stundenlang hilflos da sitzt. Oder dass er auf Wanderschaft geht und statt im Elternschlafzimmer in meinem Arbeitszimmer landet und dort alles einreißt.

    Dann habe ich noch eine Frage zu den Schlafumständen.
    Momentan kriegt er vor dem Schlafengehen noch eine Flasche Milch (ist einfach so ein Ritual). Je nach Müdigkeit hampelt er dann noch ein bisschen herum und kuschelt sich dann an und schläft. Bei mir schläft er ohne kuscheln gar nicht ein, bei meinem Mann klappts manchmal auch ohne. Ganz selten schläft er auch ein, während ich ihm einfach was leise vorsinge oder erzähle. Kurz: Das Zubettgehen ist meistens ein Kampf, leider. Ich habe mich schon öfter gefragt, ob ich ihn zu spät hinlege. Er fängt um ca 18 Uhr an sich die Augen zu reiben, aber wenn ich ihn dann hinlege, turnt er bis mindestens 20 uhr rum. Deshalb machen wir ihn meist gegen 19:30 langsam fertig, legen uns um 20 Uhr mit ihm hin und dann schläft er so in einer haben Stunde ein.

    Mein Sohn ist sehr aufgeweckt. Er muss alles anfassen, alles angucken und ausprobieren. Solange in seinem Zimmer Licht ist, ist an Ruhe nicht zu denken (Licht durchs Schlüsselloch reicht!). Hinzu kommt, dass sein Gitterbett für ihn zu klein ist (er hat auch nie wirklich drin geschlafen). Deshalb liegt in seinem Zimmer eine große Matratze. Von der kann er allerdings flüchten, wenn er nicht schlafen will. Das heißt wir müssen wirklich bei ihm bleiben bis er schläft und ihn stellenweise auch davon abhalten, das Bett zu verlassen, weil er sonst lieber mit irgendetwas spielt und herumtobt. Und ja: Er ist auf jeden Fall total müde. Aber seine Neugier und Spiellust ist größer. Er gibt erst auf, wenn er merkt, dass er an seine Spielsachen nicht herankommt. Erst dann lässt er sich genug fallen, um einzuschlafen. Habt Ihr Ideen, wie sich das entspannter gestalten lässt?
    Dass man bei einem Kind in dem Alter dabeisitzen muss, bis es schläft und dass es zum Einschlafen kuscheln möchte, ist doch völlig normal. Das würde ich ihm auf keinen Fall verweigern. Zumal eine halbe Stunde ja wirklich nicht lang ist.

    Wie verhindert ihr denn grundsätzlich, dass er nachts ggf. durch die Wohnung streift, wenn er aus dem Bett rauskann?

  3. #3
    Elaolm ist offline addict
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    Standard Re: Der Umzug ins eigene Zimmer und andere Schlafkleinigkeiten

    Hallo

    Ja das in den schlaf kuscheln ist auch nicht so schlimm. Manchmal zwar etwas "unbequem", weil ich dummerweise abends auch noch arbeiten muss, aber im großen und ganzen kein Problem. Bisher hat mein Krümel im Elternbett mitgeschlafen, da waren wir quasi eine natürliche Barriere, innerhalb der er dann ggf. rumgeturnt hat.

    Wir probieren es jetzt seit drei Tagen mit mehr oder weniger großem Erfolg. Ich liege auf einer Matratze daneben, aber das Problem ist: Kaum wird er wach und entdeckt in irgendeiner Form, dass er Spielraum hat (= nichts, das ihn vom Aufstehen abhält), dann wird er richtig wach und will eben auch spielen. Das hatte ich gestern so von 2 bis 4 Uhr morgens, dass er auf einmal wach war und durch sein Zimmer krabbeln wollte. Ich war zwar anwesend, aber ich kann ihn ja kaum rumkrabbeln lassen?! Vor allem nicht, wenn ich dann wirklich nicht mehr da schlafe?

    Heute ist auch mit dem Zubettgehen ein eher schlechter Tag. Ich hatte jetzt über eine Stunde versucht, ein hampelndes und brabbelndes Kind zu Bett zu bringen. Erst döst er ein wenig weg, dann ist er auf einmal wieder voll da und will aus dem Bett raus. Ich halte dann seinen Schlafsack fest, denn irgendwie muss ich ihn ja hindern (wenn ich ihn gewähren lasse, bringt er es fertig, da zwei Stunden Party zu machen). Aus dem Schlafsack kann er sich mittlerweile aber auch ganz gut rauswinden und wenn er das nicht schafft, dann geht das Gebrüll los, aber vom Feinsten. Mein Mann hat mich grad abgelöst und bei ihm hat es jetzt schneller geklappt. Aber prinzipiell hat er an anderen Abenden häufig ein ähnliches Problem.

    Die Grundfrage scheint mir also zu sein: Wie bekomme ich das Kind dazu, im Bett zu bleiben (und vielleicht mit ein bisschen weniger Theater einzuschlafen)?

    Ins Gitterbett will er nicht, da geht das Theater erst richtig los. Ich könnte natürlich um seine Matraze herum alles ausbruchsicher machen, aber da müsste ich das Ding quasi auch eingittern. Natürlich KÖNNTE er noch im Familienbett bleiben, aber allzu lange möchten wir das eigentlich nicht und ich hab irgendwie meine Zweifel, dass es in 3 oder 6 Monaten einfacher ist als jetzt.

  4. #4
    lemba ist offline Stranger
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    Standard Re: Der Umzug ins eigene Zimmer und andere Schlafkleinigkeiten

    Wir haben 2 Kinder (2 und 4 Jahre) die beide noch bei uns im Bett mit schlafen. Wir haben von Anfang an ein gleichbleibendes Ritual (erst lesen wir aus einem Buch eine Geschichte, dann singen wir ein Gute-Nacht-Lied und zum Schluss erzählen wir uns noch Erlebnisse aus dem Tag, wenn es etwas wichtiges gab) eingeführt. Das Einschlafen ist dadurch kaum ein "Problem" und unser Bett haben wir gegen ein 2x2m Bett getauscht. Dadurch haben wir alle genug Platz. Die Kinder haben natürlich ein eigenes Zimmer mit eigenen Betten aber es entspricht einfach dem natürlichen Bedürfniss nach Schutz, Geborgenheit und Gemeinschaft eines Menschen und es hätte traumatische Folgen das zu ignorieren oder gar brechen zu wollen. Dieses Bedürfniss wird irgendwann durch Selbstbewusstsein und eine eigene Identität abgelöst aber da hat jeder Mensch seine eigene Zeit.

  5. #5
    tierfreund135 ist offline Stranger
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    Standard Re: Der Umzug ins eigene Zimmer und andere Schlafkleinigkeiten

    Unser kleiner Schatz ist inzwischen 3 Jahre, schläft zwar wenn er nicht gerade schlecht geträumt hat oder krank ist im eigenen Bettchen, jedoch im Schlafzimmer. Jetzt ist ein kleines Geschwisterchen unterwegs, das braucht dann bald ja auch Platz für das Anstellbettchen, keine Ahnung wie wir das dann managen, denn bisher denkt unser Schatz nicht an ein umziehen ins eigene Zimmer. Er lag zwar schon öfter abends drin, aber sobald dann schlafen angesagt ist will er doch zurück ins Schlafzimmer.
    Wir haben jetzt vor alle einfach ins Kinderzimmer auszuwandern, Papa und ich auf Isomatten in Schlafsäcken.
    Hoffe ihm so das Bettchen im eigenen Zimmer vertraut zu machen, so das er da dann irgendwann auch alleine schläft.
    Ween dem zu kleinen Gitterbett, guck dir mal diese Betten an, die sind so groß wie "normale" Betten und haben trotzdem Gitter und sind sogar zum Hochbett / Abenteuerbett umbaubar: https://www.billi-bolli.de/kinderbetten/babybett/

    Liebe Grüße

  6. #6
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Der Umzug ins eigene Zimmer und andere Schlafkleinigkeiten

    Zitat Zitat von Elaolm Beitrag anzeigen
    Hallo

    Ja das in den schlaf kuscheln ist auch nicht so schlimm. Manchmal zwar etwas "unbequem", weil ich dummerweise abends auch noch arbeiten muss, aber im großen und ganzen kein Problem. Bisher hat mein Krümel im Elternbett mitgeschlafen, da waren wir quasi eine natürliche Barriere, innerhalb der er dann ggf. rumgeturnt hat.
    Aber im Grunde ist das doch auch nur ein Bett. Vielleicht würde es bei euch helfen, wenn er statt auf der Matratze in direkter Bodennähe in einem Bett läge?

    Wir probieren es jetzt seit drei Tagen mit mehr oder weniger großem Erfolg.
    3 Tage ist ja kein wirklich langer Zeitraum. 3 Wochen würde ich da eher veranschlagen.

    Ich liege auf einer Matratze daneben, aber das Problem ist: Kaum wird er wach und entdeckt in irgendeiner Form, dass er Spielraum hat (= nichts, das ihn vom Aufstehen abhält), dann wird er richtig wach und will eben auch spielen. Das hatte ich gestern so von 2 bis 4 Uhr morgens, dass er auf einmal wach war und durch sein Zimmer krabbeln wollte. Ich war zwar anwesend, aber ich kann ihn ja kaum rumkrabbeln lassen?! Vor allem nicht, wenn ich dann wirklich nicht mehr da schlafe?
    Da fiele mir nur ein Gitterbett ein. Da gibt's ja auch andere Varianten als das kleine 70x140.

    Heute ist auch mit dem Zubettgehen ein eher schlechter Tag. Ich hatte jetzt über eine Stunde versucht, ein hampelndes und brabbelndes Kind zu Bett zu bringen. Erst döst er ein wenig weg, dann ist er auf einmal wieder voll da und will aus dem Bett raus. Ich halte dann seinen Schlafsack fest, denn irgendwie muss ich ihn ja hindern (wenn ich ihn gewähren lasse, bringt er es fertig, da zwei Stunden Party zu machen). Aus dem Schlafsack kann er sich mittlerweile aber auch ganz gut rauswinden und wenn er das nicht schafft, dann geht das Gebrüll los, aber vom Feinsten. Mein Mann hat mich grad abgelöst und bei ihm hat es jetzt schneller geklappt. Aber prinzipiell hat er an anderen Abenden häufig ein ähnliches Problem.

    Die Grundfrage scheint mir also zu sein: Wie bekomme ich das Kind dazu, im Bett zu bleiben (und vielleicht mit ein bisschen weniger Theater einzuschlafen)?
    Entweder dabeibleiben bis zum bitteren Ende oder Gitterbett. Tut mir leid, ich weiß keine andere Lösung. Auch ein Gitterbett bedeutet ja nicht, dass das Kind da drin steht und alleine vor sich hin heult. Es gibt dir nur die Sicherheit, dass dein Kind nachts nichts wegwandert.

    Ins Gitterbett will er nicht, da geht das Theater erst richtig los. Ich könnte natürlich um seine Matraze herum alles ausbruchsicher machen, aber da müsste ich das Ding quasi auch eingittern. Natürlich KÖNNTE er noch im Familienbett bleiben, aber allzu lange möchten wir das eigentlich nicht und ich hab irgendwie meine Zweifel, dass es in 3 oder 6 Monaten einfacher ist als jetzt.
    Entweder er bekommt seine Freiheit oder du hältst ihn irgendwie davon ab, die Matratze/das Bett zu verlassen. Das wird ohne Protest nicht gehen.

    wie gesagt: Wie machst du denn das nachts? Was hält hin davon ab, durch die Wohnung zu wandern?

  7. #7
    Elaolm ist offline addict
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    Standard Re: Der Umzug ins eigene Zimmer und andere Schlafkleinigkeiten

    Danke für den Tipp mit dem Bett schonmal

    Und ja, ich weiß dass viele Kinder bei ihren Eltern sehr viel länger schlafen und ich finde das auch okay. Aber für meinen Mann und mich ist das definitiv keine Option. Das Kind wird wach, wenn wir ins Bett gehen und aufstehen, wir werden wach, wenn das Kind was hat (richtig so, aber so kriegt mein Mann Phasenweise kaum schlaf, er muss um 5 raus). Kurz: Alle machen sich gegenseitig wach, darum ist es besser, er zieht langsam um.

    Mein Sohn ist selbstbewusst, ausgeglichen und durchaus gefestigt. Er schläft tagsüber hervorragend im Kinderzimmer. Die Nächte, die ich bis jetzt mit ihm da verbracht habe (ich weiß, 3 sind nichts), waren auch nicht unruhiger als im Elternschlafzimmer. Eher ruhiger, da wir uns weniger ins Gehege kommen. Ich bin also davon überzeugt, dass Kinderzimmer und Bett per se nicht das Problem sind.

    Der Kleine ist einfach unglaublich neugierig. Er muss alles anfassen und ausprobieren und kann nur schwer abschalten. Ich glaube in seinem Kopf schwirrt einfach immer noch etwas rum oder er sieht etwas, das er jetzt unbedingt sofort noch ausprobieren muss. In einem Zimmer voller Spielzeug sind die Verlockungen natürlich wesentlich höher, als im relativ reizarmen Elternschlafzimmer. Aber wir haben auch keinen Platz, um den Spiel-Teil auszulagern. Dementsprechend ist er im Kinderzimmer schwerer ins Bett zu bringen, als bei uns im Schlafzimmer. Unser Abendritual besteht aus Buch, Milchflasche und Gutenachtsingen, und ich habe nicht den Eindruck, dass er davon leichter oder schlechter einschläft. Es scheint mir schlicht und ergreifend Tagesformabhängig zu sein.

    Im Elternschlafzimmer ist es vergleichsweise leicht, ihn nachts von Expeditionen abzuhalten. Zuerst einmal liegt er ja bei uns und muss uns erst überwinden, um überhaupt aus dem Bett zu kommen. Außerdem werde ich sofort wach und kann ihn dann zurück in den Schlaf begleiten. Im Kinderzimmer ist das nicht gegeben. Er kann also 1. ausbüxen und 2. kriege ich vielleicht nicht sofort was mit, weil er leise ist oder ich zu tief schlafe. Und dann kann ihn natürlich auch keiner wieder (sofort) ins Bett bringen.

  8. #8
    Avatar von mondfischlein
    mondfischlein ist offline Plüschtigermum
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    Standard Re: Der Umzug ins eigene Zimmer und andere Schlafkleinigkeiten

    Ich schreibe mal eine mögliche Lösung, die Freunde von mir praktiziert haben:

    Sie haben sich ein riesiges Familienbett schreinern lassen, in das drei Matrazen nebeneinander passen. Das ältere, damals 2jährige Kind schlief im eigenen Bettchen ein, konnte aber ohne Probleme später in der Nacht umziehen. Jeder hatte genug Platz (für das neue Baby wurde ein Beistellbettchen angeschafft) und alle warens zufrieden.

    Wenn man nun nicht gleich einen Batzen Geld für ein neues Bettgestell ausgeben will, kann man in der Hinsicht sicher auch improvisieren und ein billiges Ikea-Bett am Elternbett verschrauben... Das ist, was ich plane :)

    Mein Vierjähriger schläft nämlich problemlos im eigenen Bett im Kinderzimmer ein (seit seinem 4. Geburtstag), kommt aber jede Nacht, spätestens jeden Morgen beim ersten Tageslicht, ins Elternbett. Ich rechne nicht damit, dass sich das mit Ankunft unseres Babies bessert - die Kinder (gerade so kleine wie Deines) werden eher anhänglicher und brauchen mehr Nähe.

    So wie ich das sehe, erspart Euch die Möglichkeit gemeinsamen (Ein-)schlafens eine Menge vermeidbaren Stress. Zumal euer Kind ja nicht "mutwillig" schlecht einschläft, sondern aus Reizüberflutung. Was Gitterbetten betrifft: das gibt es begabte Kletterer (einer ist meiner) und damit einher geht dann die Angst, dass sich das Kind bei so einer Aktion schlechtestenfalls den Hals bricht im Dunkeln...

    Ehrlich gesagt: Kinder haben ihren EIGENEN Plan und in der Richtung kann man einfach nichts erzwingen (außer man dressiert mit Gewalt). Dann hat man zwar seine Ruhe, aber eben auch den kindlichen Willen gebrochen - klingt nicht nach einer guten Option, oder?

    Besser ist es, denke ich, Rahmenbedingungen zu schaffen, die sowohl dem kindlichen Bedürfnis nach Nähe als auch dem elterlichen nach Platz und ruhigem Schlaf gerecht werden. Sex kann man übrigens auch prima "auslagern" auf andere Räume, wenn es einem unangenehm ist, das der Nachwuchs in "Reichweite" liegt. Die Kinder stört das eher nicht, falls sie überhaupt was davon mitbekommen und evolutionär (und bei der Mehrheit der Menschheit) ist das sowieso der Normalfall...

    Was Du natürlich noch ausprobieren könntest - um Deinem Kind das Einschlafen zu erleichtern - ist eine optische und räumliche Begrenzung auf seinem Bett anzubringen. Das gibt es so zeltartige oder höhlenartige Konstruktionen, die man auf dem Bett befestigt. Vielleicht könnt Ihr das mal antesten und falls es nichts nützt wieder zurück schicken? Nur wird das natürlich kein Kind davon abhalten nachts wieder den Weg Richtung Elternschlafzimmer anzutreten...
    Mein großer lustiger wilder Löwe-Schütze 06/2004
    Der charmante Doppelzwilling 05/2012
    Little Miss Sunshine 10/2016

  9. #9
    Elaolm ist offline addict
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    Standard Re: Der Umzug ins eigene Zimmer und andere Schlafkleinigkeiten

    Das mit dem extrabreiten Bett wäre eine witzige Idee, aber das Schlafzimmer platzt jetzt schon aus allen Nähten.

    Mein Mann ist auch eine ziemlich hm.. ich sag mal ruhig rücksichtslos erzogene Person (1 Tag alt und im Bett schreien gelassen, damit ers kapiert). Er glaubt es muss so sein, dass der Krümel jetzt alleine einschlafen kann, ihm hat das ja auch nicht geschadet (von wegen). Mein Mann ist durchaus sanft zum Kind und würde ihm nichts böses antun, aber er will nicht begreifen, dass seine Mutter was schlechtes getan haben könnte, das man nicht an seine kinder weitergibt. Jedenfalls ist seine Geduld langsam auch am Ende. So oder so ändert das aber auch nichts an dem Problem des gegenseitigen Wachmachens, das ich oben schon geschildert hatte. Das ist auch der Hauptgrund, nicht dass ihr denkt wir würden das wegen irgendwelcher veralteten Nazi-Methoden tun wollen.

    Mein Sohnemann liegt unter einem Hochbett, das anfänglich auch mit Zeltwänden zum Zumachen geliefert wurde. Die werden mit Klett drangemacht und sie runterzureißen ist sein größtes Hobby. Ich müsste also wenn dann schon was robusteres machen. Ich weiß auch nicht ob Reizüberflutung das richtige Wort ist. Er ist nicht rappelig oder so. Er will einfach weiterspielen, bis er mit dem Gesicht auf dem Spielzeug auf dem Boden sitzend einschläft. Wir haben das schon probiert und irgendwann vor Mitternacht aufgegeben, weil er einfach nicht aufhören wollte.

    Ich hab ganz sicher nichts dagegen, dass er nachts dann wieder zu uns gekrabbelt kommt. Ich will ihn nur nicht hilflos jammernd im Kinderzimmer sitzend wissen, weil keiner ihn hört oder noch schlimmer: Von der Wickelkommode erschlagen, von meinem Bücherregal erschlagen oder im Klo ertrunken. Er geht nämlich auch überall ran.Gut möglich, dass er aus einem Gitterbett auch ausbrechen würde.

  10. #10
    emtililo ist offline Stranger
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    Standard Re: Der Umzug ins eigene Zimmer und andere Schlafkleinigkeiten

    Ich muss ehrlich gestehen, dass mich dein Bericht ein wenig traurig stimmt!
    Wir haben 3 Töchter...6 Jahre, 3 Jahre und 9 Monate...von denen aktuell 2 im FB schlafen...die Mittlere und die jüngste...
    An unser Ehebett (2x2m) haben wir, nachdem das Beistellbett zu klein wurde, das normale 70x 1,40 m kinderbett angebaut!
    Die kleinen brauchen diese Nähe einfach noch! Als Erwachsener schläft man in der Regel doch auch nicht alleine, isoliert von allen anderen!
    Die Zeitspanne in der unsere Kinder klein sind und uns ganz nah bei sich brauchen, ist im Vergleich zu ihrem Leben so kurz!
    Und 16 Monate ist doch echt noch sehr klein! Ich finde es immer erstaunlich, was man von so einem kleinen Menschen schon verlangt!
    Unser "alter" Augenarzt zum Beispiel hat sich furchtbar aufgeregt, dass unsere 3-jährige Tochter sich auch nach dem dritten Besuch weigerte, in das Lesegerät zu schauen, um den genauen Augenwerte zu ermitteln! Das müsse sie ja wohl mit 3 verstehen, da würden sich ja sogar schon 2 jährige draufsetzen! Ähm, ja, nein, von einem 3-jährigem Kind "Verständnis" zu erwarten, ist wohl total daneben! Besonders wenn dieses Kind in Beiden Augen Tropfen hat und die Pupillen geweitet sind und das Kind alles nur noch verschwommen sieht!

    Ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum unsere Kinder heute alles immer schneller können sollen? Egal ob im eigenen Bett schlafen, trocken werden, in die Schule gehen.,.

    Und letztendlich habe ich für mich festgestellt, dass umso verkrampfter man versucht, das Kind ins eigene Bett zu verfrachten, es umso schwieriger wird!
    Eigenes Bett im Schlafzimmer wäre aus meiner Sicht eine Option, wenn man sich gegenseitig im FB stört, aber das Kind die Nähe noch braucht!

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