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  • 1 Post By Pippi27
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Thema: 3-jährige lässt sich plötzlich nicht mehr von mir ins Bett bringen

  1. #1
    Mupzi ist offline Stranger
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    Standard 3-jährige lässt sich plötzlich nicht mehr von mir ins Bett bringen

    Hallo liebe Foren-User,
    ich habe mich heue in meiner Wut und Verzweifelung hier angemeldet, denn ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich bin auch nicht sicher, ob mein Beitrag hier her gehört oder eher in den Trotz-Bereich. Ich hab's jetzt einfach hier eingestellt.
    Seit gut zwei Wochen habe ich mit meiner dreieinhalbjährigen Tochter jeden Abend einen riesen Zirkus, wenn ich sie ins Bett bringe. Vorher war das nie ein Problem. Bis dahin habe auch weit überwiegend ich sie ins Bett gebracht und nicht ihr Papa, aber jetzt geht an der Front von heute auf morgen nichts mehr. Ich hab schon so viel gelesen, hier und auch in anderen Foren, aber nichts hat mich weiter gebracht. Heute war es wieder besonders schlimm. Mein Mann war müde, deshalb sollte ich sie ins Bett bringen und er hat sich auch schon hingelegt. Sie durfte noch etwas Fernsehen und ich habe ihr gesagt nach der Sendung bringe ich sie ins Bett. Sie sagte auch "ok Mama". Sobald die Sendung rum war, kam wie immer die Ansage, sie will noch eine Folge ansehen, aber, auch wie immer, habe ich ihr gesagt, dass abgemacht war, dass sie eine Folge sehen darf und sie dann ins Bett geht. Es war dann auch schon acht Uhr durch, also eher sogar etwas später als sonst. Als ich den Fernseher ausgeschaltet habe ging die Schreierei los. Ich hab sie gebeten, nach oben zu gehen und ihr gesagt, dass ich sie ansonsten hoch trage, aber sie hat nicht reagiert. Also habe ich sie auf den Arm genommen und in ihr Zimmer gebracht. Sie hat sich fürchterlich gewehrt und mich dabei sogar fast blutig gekratzt. Ich habe richtige Striemen am Hals. Auf dem Wickeltisch ging es weiter: sie will nicht ihren Schlafanzug, sie will ihr Kleid an lassen, geschrien, gestrampelt bis dann mein Mann aus dem Schlafzimmer kam und "übernommen" hat. Bei ihm hat sie sich quasi sofort wieder beruhigt. Das macht mich traurig, aber auch stinkwütend
    Egal, was ich in den letzten zwei Wochen mache, irgendeinen Grund findet sie immer, um sich in einen Wutanfall hineinzusteigern aus dem ich sie dann einfach nicht mehr heraus kriege. Heute hat es schon damit angefangen, dass ich sie nach oben gebracht hab ein anderes mal war es die Tatsache, dass sie Zähne putzen sollte und so weiter. Sie bleibt dann auch einfach nicht im Bett liegen sondern steht wieder auf und will nach unten gehen. Immer irgendwelche Machtspielchen. So was hat sie vorher nie gemacht! Es ist auch völlig egal, ob ich schimpfe, schreie oder ruig und konsequent bleibe. Ich kann ihr auch versprechen, was ich will (Kassette hören, Gute-Nacht-Geschichte nach Wahl) sie reagiert null auf mich. Ich bekomme gar keine Antwort. Anfassen/in den Arm nehmen lässt sie sich auch nicht. Einmal habe ich sogar in meiner Verzweiflung die Tür von außen zugehalten, damit sie nicht raus konnte. Im Nachhinein hab ich mich natürlich schrecklich gefült. Sobald mein Mann zu ihr geht, beruhigt sie sich.
    Das macht mich fertig! Es kann doch nicht sein, dass ich mein Kind nicht mehr zu Bett bringen kann! Bis vor kurzem war es sogar eher noch so, dass sie meistens gar nicht von Papa zu Bett gebracht werden wollte.
    Bislang lief es immer in etwa so ab: Wir bzw. einer von uns brachte sie nach oben, haben ihr eine Pampers angezogen, den Schlafanzug angezogen und im Bett bekam sie noch ein kleines Fläschchen Pre-Milch (das haben wir so beibehalten, weil sie das immer so ein bisschen runter gebracht hat und sie es auch gerne mag). Danach wurden die Zähne geputzt, es gab noch eine Gute-Nacht-Geschichte, ich bin danach noch ein bisschen an ihrem Bett geblieben und später wieder nach unten gegangen. Hat alles prima geklappt und plötzlich ist nur noch Theater und sie kriegt sich gar nicht mehr ein.
    Es kann also nicht der Grund sein, dass sie meine/unsere Nähe will, denn die hätte sie ja weil ich schon immer noch eine Zeit lang bei ihr am Bett geblieben bin. Mittagsschlaf macht sie meist keinen mehr und wenn, dann nur kurz in der Kita (einmal haben wir kürzlich versuch, den wegzulassen; war ne Katastrophe mit totmüdem Kind um fünf Uhr nachmittags). Müde genug müsste sie sein und wenn mein Mann bei ihr ist, schläft sie auch schnell ein. Daran kann es also auch nich liegen.
    Klar könnte ich einfach sagen: soll es halt der Papa machen. Aber das ist ja auf Dauer auch keine Lösung :-( Im Moment fühle ich mich grade so, dass ich ihr morgen am liebsten sagen würde, dass ich erst wieder lieb mit ihr bin, wenn sie sich am Abend von mir ohne Zirkus ins Bett bringen lässt. Aber natürlich weiß ich, dass ich das nicht machen kann...

    Hat irgendwer eine Idee, was ich noch versuchen könnte, oder muss ich da wirklich einfach durch? Ich könnt grad im Wechsel schreien und heulen

    Liebe Grüße und Danke für's lesen,
    Mupzi

  2. #2
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: 3-jährige lässt sich plötzlich nicht mehr von mir ins Bett bringen

    und warum kann es nicht der Vater machen?
    tamilein gefällt dies



    Totes Meer Mai 2016

  3. #3
    Marcus666 ist offline Stranger
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    Standard Re: 3-jährige lässt sich plötzlich nicht mehr von mir ins Bett bringen

    Also wir kennen dies von unserer ersten Tochter. Da gab es immer wieder Phasen in denen einer quasi "der Held" war und es schaffte sie zu beruhigen, ins Bett zu bringen.............dann sollte man diesen Weg gehen, denn ansonsten ist das doch nur unnötiger Streß für alle.
    Diesselbe Situation wie bei die haben wir gerade bei der Kleinen, bei Papa ist alles kein Problem. Ich weiß, es ist schwierig für die Mutter zu akzeptieren, daß es gerade nicht geht...................
    tamilein gefällt dies

  4. #4
    Mupzi ist offline Stranger
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    Standard Re: 3-jährige lässt sich plötzlich nicht mehr von mir ins Bett bringen

    Hallo,

    Danke schon mal für eure Beiträge und besonders an Marcus für das Gefühl, nicht alleine zu sein mit dem Problem.

    Natürlich kann es der Vater machen. Macht er ja auch (spätestens gestern hat man ja auch gesehen, dass es einfach keinen Zweck hat...). Aber trotzdem frisst es an mir, dass sie bei mir so einen Zirkus veranstaltet und ich möchte auch nicht, dass das dauerhaft so weiter geht. Zumal mein Mann immer morgens für sie zuständig ist und sich um alles kümmern muss, weil ich schon zur Arbeit gehe wenn beide noch schlafen. Da hätte er abends halt auch mal gerne "frei" und deshalb habe ich sie bisher auch meistens ins Bett gebracht.

    Ich dachte halt vielleicht war jemand schon in einer ähnlichen Situation und kann mir Ratschläge geben, was bei ihm oder ihr geholfen hat. Wenn die Maus bisher mal "aus der Spur" war, hat sich das meist recht schnell von selbst wieder gelegt, aber so krass und so lange war es halt noch nie. Ich dachte eigentlich immer, ich hätte ein pflegeleichtes Kind.

    Grüße,
    Mupzi

  5. #5
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: 3-jährige lässt sich plötzlich nicht mehr von mir ins Bett bringen

    Zitat Zitat von Mupzi Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Danke schon mal für eure Beiträge und besonders an Marcus für das Gefühl, nicht alleine zu sein mit dem Problem.

    Natürlich kann es der Vater machen. Macht er ja auch (spätestens gestern hat man ja auch gesehen, dass es einfach keinen Zweck hat...). Aber trotzdem frisst es an mir, dass sie bei mir so einen Zirkus veranstaltet und ich möchte auch nicht, dass das dauerhaft so weiter geht. Zumal mein Mann immer morgens für sie zuständig ist und sich um alles kümmern muss, weil ich schon zur Arbeit gehe wenn beide noch schlafen. Da hätte er abends halt auch mal gerne "frei" und deshalb habe ich sie bisher auch meistens ins Bett gebracht.

    Ich dachte halt vielleicht war jemand schon in einer ähnlichen Situation und kann mir Ratschläge geben, was bei ihm oder ihr geholfen hat. Wenn die Maus bisher mal "aus der Spur" war, hat sich das meist recht schnell von selbst wieder gelegt, aber so krass und so lange war es halt noch nie. Ich dachte eigentlich immer, ich hätte ein pflegeleichtes Kind.

    Grüße,
    Mupzi
    auch diese Phase geht vorüber! Dann muss es wieder Mama sein. Und irgendwann ist es egal, ob Mama oder Papa



    Totes Meer Mai 2016

  6. #6
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: 3-jährige lässt sich plötzlich nicht mehr von mir ins Bett bringen

    Zitat Zitat von Pippi27 Beitrag anzeigen
    auch diese Phase geht vorüber! Dann muss es wieder Mama sein. Und irgendwann ist es egal, ob Mama oder Papa
    Würde ich auch sagen. Einfach abwarten, das gibt sich wieder.

    Mupzi: Stört es denn den Papa tatsächlich auch so arg oder nur dich?

  7. #7
    Mupzi ist offline Stranger
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    Standard Re: 3-jährige lässt sich plötzlich nicht mehr von mir ins Bett bringen

    Hallo Maxie,

    was heißt stören. Er war halt immer ganz froh, dass er dann abends meistens entspannen konnte und in der Hinsicht zur ab und zu ran musste. Jetzt ist es halt im Moment abends nicht mehr so "bequem" für ihn. Aber es ist jetzt auch nicht so, dass wir deswegen riesen Stress hätten.

    Ob es mich stört? Ich bin zwiegespalten. Einerseits ist es schon schön, dass ich mich abends dann zurücklehnen kann und der Papa das macht. Andererseits hab ich etwas ein schlechtes Gewissen, weil unsere Aufgabenteilung jetzt halt nicht mehr so funktioniert, wie abgesprochen und ein Stück weit halt auch das Gefühl "versagt" zu haben (wenn das jetzt natürlich in dem Zusammenhang etwas übertrieben ist, aber mir fällt grad keine andere Beschreibung dafür ein) weil die Maus mich da momentan so ablehnt.

    Gruß,
    Mupzi

  8. #8
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: 3-jährige lässt sich plötzlich nicht mehr von mir ins Bett bringen

    Zitat Zitat von Mupzi Beitrag anzeigen
    Hallo Maxie,

    was heißt stören. Er war halt immer ganz froh, dass er dann abends meistens entspannen konnte und in der Hinsicht zur ab und zu ran musste. Jetzt ist es halt im Moment abends nicht mehr so "bequem" für ihn. Aber es ist jetzt auch nicht so, dass wir deswegen riesen Stress hätten.

    Ob es mich stört? Ich bin zwiegespalten. Einerseits ist es schon schön, dass ich mich abends dann zurücklehnen kann und der Papa das macht. Andererseits hab ich etwas ein schlechtes Gewissen, weil unsere Aufgabenteilung jetzt halt nicht mehr so funktioniert, wie abgesprochen und ein Stück weit halt auch das Gefühl "versagt" zu haben (wenn das jetzt natürlich in dem Zusammenhang etwas übertrieben ist, aber mir fällt grad keine andere Beschreibung dafür ein) weil die Maus mich da momentan so ablehnt.

    Gruß,
    Mupzi
    Mal blöd gefragt: Ist die Einschlafbegleitung für euch echt "Arbeit" so wie Einkaufen, Rasenmähen oder Bügeln? Dem Mülleimer mag's wurscht sein, wer ihn leert, aber ein Kind kann doch ruhig wählen dürfen, wenn beide Eltern tatsächlich verfügbar sind.

    Da geht's doch um so viel mehr, um Geborgenheit, um gemeinsame Zeit, um ein Bedürfnis, das das Kind hat (und auch nicht ewig, das wird sich wieder ändern). Und das hat auch nichts damit zu tun, dass ein Elternteil erfolgreicher ist als das andere, sondern einfach um ein momentanes Gefühl des Kindes, das sich nicht so einfach ändern lässt. Ich nehm mal an, du bist nachmittags bei ihr, der Papa erst am Abend wieder, oder? Wie lange habt ihr denn abends Familienzeit? Wenn's dir sehr wichtig ist, dass du abends dabei bist, schaut doch, dass ihr ein gemeinsames Abendritual entwickelt.
    linebdp und heulikriegtbaby gefällt dies.

  9. #9
    Jana_76 ist offline old hand
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    Standard Re: 3-jährige lässt sich plötzlich nicht mehr von mir ins Bett bringen

    Hi,

    ich denk auch, dass das nur eine Phase ist. Wir haben das bisher nur tageweise, dass mal Mama und mal Papa sehr gefragt ist. Wie wäre es denn, wenn Ihr Eure Tochter abends fragt, wer sie ins Bett bringen soll? Dann darf sie mit entscheiden. Vielleicht glättet das die Wogen. Wichtig wäre, dass das nicht gewählte Elternteil es nicht als Ablehnung betrachtet. Eure Tochter entscheidet sich nicht GEGEN ein Elternteil sondern FÜR ein Elternteil.
    Wenn Du wählen musst, wem Du gerade Deine Aufmerksamkeit schenkst, entscheidest Du Dich doch auch nicht GEGEN Deinen Mann, sondern lediglich FÜR Deine Tochter.
    Und wo hast Du denn versagt? Wie kannst Du versagen, wenn da ein kleiner Mensch mit eigenen Ansichten und Wünschen ist? Versagen kann man doch nur selbst? Man kann versagen, weil man die Diät nicht durchhält, mit dem Rauchen nicht aufgehört hat oder nicht ausreichend für eine Prüfung gelernt hat. Aber doch nicht, weil andere Menschen sich so entscheiden, wie sie es tun.

    Seht es positiv: Der, den Deine Tochter wählt, darf sie ins Bett bringen und der andere hat eine freie Stunde nur für sich.

    Alles Gute



  10. #10
    Kattinka-Elise ist offline Stranger
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    1

    Standard Re: 3-jährige lässt sich plötzlich nicht mehr von mir ins Bett bringen

    Zitat Zitat von Mupzi Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Foren-User,
    ich habe mich heue in meiner Wut und Verzweifelung hier angemeldet, denn ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich bin auch nicht sicher, ob mein Beitrag hier her gehört oder eher in den Trotz-Bereich. Ich hab's jetzt einfach hier eingestellt.
    Seit gut zwei Wochen habe ich mit meiner dreieinhalbjährigen Tochter jeden Abend einen riesen Zirkus, wenn ich sie ins Bett bringe. Vorher war das nie ein Problem. Bis dahin habe auch weit überwiegend ich sie ins Bett gebracht und nicht ihr Papa, aber jetzt geht an der Front von heute auf morgen nichts mehr. Ich hab schon so viel gelesen, hier und auch in anderen Foren, aber nichts hat mich weiter gebracht. Heute war es wieder besonders schlimm. Mein Mann war müde, deshalb sollte ich sie ins Bett bringen und er hat sich auch schon hingelegt. Sie durfte noch etwas Fernsehen und ich habe ihr gesagt nach der Sendung bringe ich sie ins Bett. Sie sagte auch "ok Mama". Sobald die Sendung rum war, kam wie immer die Ansage, sie will noch eine Folge ansehen, aber, auch wie immer, habe ich ihr gesagt, dass abgemacht war, dass sie eine Folge sehen darf und sie dann ins Bett geht. Es war dann auch schon acht Uhr durch, also eher sogar etwas später als sonst. Als ich den Fernseher ausgeschaltet habe ging die Schreierei los. Ich hab sie gebeten, nach oben zu gehen und ihr gesagt, dass ich sie ansonsten hoch trage, aber sie hat nicht reagiert. Also habe ich sie auf den Arm genommen und in ihr Zimmer gebracht. Sie hat sich fürchterlich gewehrt und mich dabei sogar fast blutig gekratzt. Ich habe richtige Striemen am Hals. Auf dem Wickeltisch ging es weiter: sie will nicht ihren Schlafanzug, sie will ihr Kleid an lassen, geschrien, gestrampelt bis dann mein Mann aus dem Schlafzimmer kam und "übernommen" hat. Bei ihm hat sie sich quasi sofort wieder beruhigt. Das macht mich traurig, aber auch stinkwütend
    Egal, was ich in den letzten zwei Wochen mache, irgendeinen Grund findet sie immer, um sich in einen Wutanfall hineinzusteigern aus dem ich sie dann einfach nicht mehr heraus kriege. Heute hat es schon damit angefangen, dass ich sie nach oben gebracht hab ein anderes mal war es die Tatsache, dass sie Zähne putzen sollte und so weiter. Sie bleibt dann auch einfach nicht im Bett liegen sondern steht wieder auf und will nach unten gehen. Immer irgendwelche Machtspielchen. So was hat sie vorher nie gemacht! Es ist auch völlig egal, ob ich schimpfe, schreie oder ruig und konsequent bleibe. Ich kann ihr auch versprechen, was ich will (Kassette hören, Gute-Nacht-Geschichte nach Wahl) sie reagiert null auf mich. Ich bekomme gar keine Antwort. Anfassen/in den Arm nehmen lässt sie sich auch nicht. Einmal habe ich sogar in meiner Verzweiflung die Tür von außen zugehalten, damit sie nicht raus konnte. Im Nachhinein hab ich mich natürlich schrecklich gefült. Sobald mein Mann zu ihr geht, beruhigt sie sich.
    Das macht mich fertig! Es kann doch nicht sein, dass ich mein Kind nicht mehr zu Bett bringen kann! Bis vor kurzem war es sogar eher noch so, dass sie meistens gar nicht von Papa zu Bett gebracht werden wollte.
    Bislang lief es immer in etwa so ab: Wir bzw. einer von uns brachte sie nach oben, haben ihr eine Pampers angezogen, den Schlafanzug angezogen und im Bett bekam sie noch ein kleines Fläschchen Pre-Milch (das haben wir so beibehalten, weil sie das immer so ein bisschen runter gebracht hat und sie es auch gerne mag). Danach wurden die Zähne geputzt, es gab noch eine Gute-Nacht-Geschichte, ich bin danach noch ein bisschen an ihrem Bett geblieben und später wieder nach unten gegangen. Hat alles prima geklappt und plötzlich ist nur noch Theater und sie kriegt sich gar nicht mehr ein.
    Es kann also nicht der Grund sein, dass sie meine/unsere Nähe will, denn die hätte sie ja weil ich schon immer noch eine Zeit lang bei ihr am Bett geblieben bin. Mittagsschlaf macht sie meist keinen mehr und wenn, dann nur kurz in der Kita (einmal haben wir kürzlich versuch, den wegzulassen; war ne Katastrophe mit totmüdem Kind um fünf Uhr nachmittags). Müde genug müsste sie sein und wenn mein Mann bei ihr ist, schläft sie auch schnell ein. Daran kann es also auch nich liegen.
    Klar könnte ich einfach sagen: soll es halt der Papa machen. Aber das ist ja auf Dauer auch keine Lösung :-( Im Moment fühle ich mich grade so, dass ich ihr morgen am liebsten sagen würde, dass ich erst wieder lieb mit ihr bin, wenn sie sich am Abend von mir ohne Zirkus ins Bett bringen lässt. Aber natürlich weiß ich, dass ich das nicht machen kann...

    Hat irgendwer eine Idee, was ich noch versuchen könnte, oder muss ich da wirklich einfach durch? Ich könnt grad im Wechsel schreien und heulen

    Liebe Grüße und Danke für's lesen,
    Mupzi
    Hallo Mupzi!
    Ich habe deinen Text gelesen und verstehe dich sehr sehr gut. Auch ich habe eine 3,5 jährige Tochter, welche ähnliche Verhaltensmuster zeigt. Bei uns bringt der Papa sie ins Bett seit sie ca. 1,5 ist. Sie will allerdings immer nur mich und lässt sich in meiner Gegenwart auch meistens nur von mir beruhigen.
    Ich glaube, dass du dir keine großen Sorgen machen solltest.
    Momentan haben wir auch so eine extreme Phase mit Aussagen:"dann bin ich nicht mehr dein Kind", "immer seid ihr gemein zu mir", "dann will ich nie wieder schlafen", "ich mag dich nicht mehr", "fass mich nicht an", u.s.w....
    Ja, es ist hart und tut weh ist aber am ehesten der unschöne Begleiter der Trotzphase. Gestern durfte ich weder ihre Zähne putzen, sie nicht ins Bett bringen, geschweige denn ihr Gute-Nacht-Lied singen oder Buch lesen.
    Besonders extrem haben wir dieses Phänomen normalerweise wenn mein Mann und ich untereinander angespannt sind-was aber gerade gar nicht der Fall ist. Alles entspannt und keine nennenswerten, außergewöhnlich Ereignisse.
    Natürlich muss jeder selbst entscheiden, wie er mit seinem trotzenden Kind umgehen möchte, mir hat es jedoch sehr geholfen ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen und dann halt den Papa machen zu lassen. Nimm es nicht persönlich. Sie liebt dich und kommt mit ihren eigenen Gefühlen/Impulsen noch nicht richtig klar. Aber das ist ganz normal.
    LG

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