Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 13
  1. #1
    MissClara ist offline newbie
    Registriert seit
    03.09.2016
    Beiträge
    25

    Standard Nächtliche Milchflasche entwöhnen - Praxiserfahrungen gesucht!

    Liebe Muttis und Vatis,

    ich hab kein exakt passenden Thread gefunden und muss dringend ein Problem los werden. Vielleicht gibt es ja jemanden, der das ähnlich erlebt hat.

    Meine Tochter ist gerade zwei geworden und bekommt zum Einschlafen immer noch eine Milchflasche.

    Kurz zur Vorgeschichte: Ich habe sie sieben Monate gestillt, zeitweise mit gefühltem "Dauerstillen", weswegen sie in meinem Bett geschlafen hat. Wir mussten früh zufüttern, weil sie nach der Geburt nicht auf ihre Kilos kam und haben gelegentliche Flaschen neben dem Stillen beibehalte, einfach, weil sie dann endlich mal drei Stunden am Stück geschlafen hat und ich sonst irgendwann durchgedreht wäre. Außerdem war es auch schön, dass sie dadurch immer den Papa als gleichwertigen Tröster akzeptiert hat. Schnuller zur Beruhigung hat sie nie genommen. Eingeschlafen ist sie mit Milch, aber auch mit Tragen, Kinderwagen, Autofahren. In der Kita schläft sie ohne Probleme ohne irgendeine Hilfe ein.

    Nachdem ich abgestillt und auf Flasche umgestellt habe, habe ich sie auch aus dem Bett ausquartiert in ihr Kinderzimmer, weil ich gemerkt habe, dass wir uns immer gegenseitig aufwecken. Hat überraschenderweise gut und komplett ohen Weinen geklappt.

    HEUTE
    Sie schläft immer noch sehr gerne in ihrem Bett. Ihr Schlafensritual ist (leider) immer noch die Milchflasche (verdünnt, aber nur Wasser klappt nicht.) Jedes andere Ritual wie Baden (macht sie nur munter), Buch lesen, Puzzle, Kuscheln, nimmt sie gerne mit, aber sie kommt davon nicht richtig runter. Es geht für sie dann immer mit Spielen weiter, egal wie müde sie ist. Die Flasche ist bisher irgendwie die einzige Möglichkeit, dass sie sich ins Bett legt und zur Ruhe kommt. Sie nuckelt auch nicht lange, sie trinkt, schmeißt die zur Seite und schläft und das ohne, dass wir im Raum sein müssen. (Was zugegeben immer ein schöner Luxus für mich war, da sie tagsüber ein Energievulkan ist und ich abends auch entsprechend kaputt.)

    DAS PROBLEM (abgesehen davon, dass Zahnärzte einen Rappel kriegen, wenn sie das hören)

    Sie wacht in letzter Zeit wieder verstärkt auf und fordert dann auch zum Weiterschlafen Milch ein. Ich dachte, wir wären über den Punkt weg, denn wenn sie schlecht träumt, hat sie sich vorher durch meine bloße Anwesenheit beruhigen lassen.
    Anscheinend hat sie gerade eine schwierige Phase (sie lernt viel sprechen usw), seit zehn Tagen taumeln wir zwischen Nachtschreck, Erkältungsschmerzen und plötzlich von 3-5 Uhr topfit sein und auf den Spielplatz wollen. Alles wird irgendwann nur durch die Flasche beendet, damit die Nacht endlich weiter gehen kann, gestern Nacht habe ich drei mal "nachgefüllt".

    Ich bin total unglücklich und möchte wenigstens die Nachtflasche gerne streichen. Doch der erste konsequente Versuch, das zu tun sah so aus, dass sie sich komplett in Rage geschrien hat, ich überfordert daneben lag (trösten hat sie nicht geduldet, sie wollte die Flasche und hat mich bei allem anderen geschlagen), bis sie irgendwann eingeschlafen ist. Das war auch unsere erste "Nachtschreck-Nacht" und an den folgenden Tagen habe ich mich nicht mehr getraut, ihr noch mal die Flasche zu verweigern. Ich bin ratlos und natürlich voll schlechtem Gewissen, das Ganze Thema vollkommen falsch angegangen zu sein.

    Wenn sie nachts Milch fordert, biete ich als Alternative an, mit mir zu kuscheln, aber sie will das alles nicht. Sie will in ihrem Bett bleiben und ihre Flasche.

    Da ich gerade frei habe und mein Schlaf nicht so wichtig ist, habe ich mir jetzt vorgenommen, "nur" noch eine Flasche vor dem Zubettgehen mit mir auf dem Sofa zu erlauben. Dann schlafen gehen und ich schlafe bei ihr im Zimmer und wenn sie nachts Milch will, zu erklären, dass es nachts keine Flasche mehr gibt und das Weinen in Kauf zu nehmen.

    Jemand eine Idee/Meinung/Erfahrung für mich? Oder sollte ich besser gleich die ganze Milch vor dem Schlafen sein lassen? Aber ich weiß, dass sie sich dann schon abends in den Schlaf brüllen wird und das finde ich furchtbar.

    Würde mich sehr freuen, wenn jemand noch einen Vorschlag hat.

    Falls ich nicht sofort reagiere, ich kann immer nur abends schreiben, aber ich lese alles zum Thema natürlich mit Interesse mit.

    Danke fürs Lesen und liebe Grüße
    Clara

  2. #2
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
    Registriert seit
    13.06.2002
    Beiträge
    45.414

    Standard Re: Nächtliche Milchflasche entwöhnen - Praxiserfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von MissClara Beitrag anzeigen
    Danke fürs Lesen und liebe Grüße
    Clara
    Bei mir haben 2 von 3 Kindern in dem Alter abends noch Milch aus der Flasche getrunken, das find ich nicht weiter ungewöhnlich, gerade um abends runterzukommen. Allerdings war bei uns aber Milch und Einschlafen deutlich voneinander getrennt.

    Essen tut sie tagsüber genug?

    Egal was du unternimmst, brich nciht zu früh ab. So eine Umstellung dauert, das geht nicht von heute auf morgen.

  3. #3
    MissClara ist offline newbie
    Registriert seit
    03.09.2016
    Beiträge
    25

    Standard Re: Nächtliche Milchflasche entwöhnen - Praxiserfahrungen gesucht!

    Mit dem Essen bin ich mir gerade nicht sicher. Sie ist generell eine sehr gute Esserin, auch in der Kita. Im Moment kommt es mir vor, als ob sie sehr viel weniger isst, aber da ich unter der Woche beim Mitagessen nicht dabei bin, kann ich das so schwer vergleichen. Denkst du wirklich, es kann in dem Alter nachts noch Hunger sein?

    Haben deine Kinder nachts nie nach der Flasche verlangt? Wie sah denn das Ritual aus, so dass es getrennt voneinander lief?

    Gegen die Abendflasche hab ich auch gar nichts. Aber nachts läuft es so aus dem Ruder...

  4. #4
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
    Registriert seit
    13.06.2002
    Beiträge
    45.414

    Standard Re: Nächtliche Milchflasche entwöhnen - Praxiserfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von MissClara Beitrag anzeigen
    Mit dem Essen bin ich mir gerade nicht sicher. Sie ist generell eine sehr gute Esserin, auch in der Kita. Im Moment kommt es mir vor, als ob sie sehr viel weniger isst, aber da ich unter der Woche beim Mitagessen nicht dabei bin, kann ich das so schwer vergleichen. Denkst du wirklich, es kann in dem Alter nachts noch Hunger sein?
    Geht sie erst seit kurzem in die Kita? Wie läuft's denn beim Mittagsschlaf?

    Klar kann ein Kind, das tagsüber zu wenig isst, nachts echten Hunger haben. Egal, in welchem Alter. Es soll ja auch Erwachsene geben, die sich um Mitternacht einen Snack machen, wenn sie tagsüber zu wenig gegessen haben.

    Haben deine Kinder nachts nie nach der Flasche verlangt?
    Nicht mehr im 2. Lebensjahr. Die haben recht früh durchgeschlafen.

    Wie sah denn das Ritual aus, so dass es getrennt voneinander lief?

    Gegen die Abendflasche hab ich auch gar nichts. Aber nachts läuft es so aus dem Ruder...
    Die Flasche gab abends nach dem Umziehen auf der Couch, dann wurde noch gekuschelt, gelesen o.ä., bis das Kind müde war und ins Bett ging. Ich hab die Flasche aber auch nie dem Kind alleine ins Bett gegeben. Die hab immer ich gefüttert, nicht das Kind selbst.

  5. #5
    Avatar von refrada
    refrada ist offline Endlich zu viert <3
    Registriert seit
    22.09.2014
    Beiträge
    1.542

    Standard Re: Nächtliche Milchflasche entwöhnen - Praxiserfahrungen gesucht!

    Unseren Großen (jetzt 3) mussten wir etwas radikal von den nächtlichen Milchflaschen lösen. Er war mit 14 Monaten ziemlich krank und hat sich ständig nachts übergeben. De Arzt meinte, es wäre besser wenn wir nachts die Milch wegließen. Tagsüber bekam er eh keine Flasche mehr, nur noch abends. Daraufhin gab es nachts nur noch Wasser. Erst aus der Flasche und dann haben wir so einen Trinklernbecher von Avent genommen.

    (Den benutzt er übrigens nachts immer noch und er trinkt nach wie vor nachts zwischen 1 und 2 Bechern Wasser. Mittlerweile steht er deswegen auch nicht mehr auf. Der Becher steht neben seinem Bett und wenn er aufwacht trinkt er und legt sich anschließend wieder hin.)

    Die Umstellung lief die ersten Tage bzw Nächte schlimm, weil er die Flasche ständig ausgespuckt hat und dann doch wieder haben wollte, aber letztendlich haben wir es uns schlimmer vorgestellt. Er hat sich aber auch durch seinen Schnuller und kuscheln trösten lassen. Die Flasche (egal ob mit Milch oder Wasser) hat er immer nur von uns bekommen. Er durfte sie selber festhalten, aber er lag dabei immer bei einem von uns auf dem Schoss oder angekuschelt.

    Wäre es vielleicht eine Option die Milch zu verdünnen und sie so schrittweise von Milch auf Wasser zu gewöhnen. Nimmt sie denn einen Schnuller und es geht eventuell nur um das Saugen zur Beruhigung?
    Zwei fest an der Hand (*28.09.2013 & *24.05.2016) und
    zwei tief im Herzen (09/14 [12.Ssw] & 02/15 [10.Ssw]).



  6. #6
    MissClara ist offline newbie
    Registriert seit
    03.09.2016
    Beiträge
    25

    Standard Re: Nächtliche Milchflasche entwöhnen - Praxiserfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von refrada Beitrag anzeigen
    Unseren Großen (jetzt 3) mussten wir etwas radikal von den nächtlichen Milchflaschen lösen. Er war mit 14 Monaten ziemlich krank und hat sich ständig nachts übergeben. De Arzt meinte, es wäre besser wenn wir nachts die Milch wegließen. Tagsüber bekam er eh keine Flasche mehr, nur noch abends. Daraufhin gab es nachts nur noch Wasser. Erst aus der Flasche und dann haben wir so einen Trinklernbecher von Avent genommen.

    (Den benutzt er übrigens nachts immer noch und er trinkt nach wie vor nachts zwischen 1 und 2 Bechern Wasser. Mittlerweile steht er deswegen auch nicht mehr auf. Der Becher steht neben seinem Bett und wenn er aufwacht trinkt er und legt sich anschließend wieder hin.)

    Die Umstellung lief die ersten Tage bzw Nächte schlimm, weil er die Flasche ständig ausgespuckt hat und dann doch wieder haben wollte, aber letztendlich haben wir es uns schlimmer vorgestellt. Er hat sich aber auch durch seinen Schnuller und kuscheln trösten lassen. Die Flasche (egal ob mit Milch oder Wasser) hat er immer nur von uns bekommen. Er durfte sie selber festhalten, aber er lag dabei immer bei einem von uns auf dem Schoss oder angekuschelt.

    Wäre es vielleicht eine Option die Milch zu verdünnen und sie so schrittweise von Milch auf Wasser zu gewöhnen. Nimmt sie denn einen Schnuller und es geht eventuell nur um das Saugen zur Beruhigung?
    Milch verdünnen hab ich schon mal probiert weil ich schon von mehreren gehört habe, dass das Thema sich dann angeblich von alleine erledigt. Sie wird aber, wenn es zu dünn ist, nur sauer und will "Milch!!". Schnuller hab ich ihr als Säugling verzweifelt versucht anzubieten, ich glaube, ich habe jeden Schnullertyp gekauft, den es gibt, weil sie ständig an die Brust wollte - Schnuller nimmt sie nicht. Und jetzt möchte ich es ungern neu probieren, sie ist ja schon zwei, da hätte ich das Gefühl, nur ein Problem durch ein neues zu ersetzen. Obwohl ich euch schon beneide, dass ihr diesen Ersatz habt, ich kann mir vorstellen, dass er deswegen auch leichter auf die Flasche verzichten konnte.

  7. #7
    MissClara ist offline newbie
    Registriert seit
    03.09.2016
    Beiträge
    25

    Standard Re: Nächtliche Milchflasche entwöhnen - Praxiserfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Geht sie erst seit kurzem in die Kita? Wie läuft's denn beim Mittagsschlaf?

    Klar kann ein Kind, das tagsüber zu wenig isst, nachts echten Hunger haben. Egal, in welchem Alter. Es soll ja auch Erwachsene geben, die sich um Mitternacht einen Snack machen, wenn sie tagsüber zu wenig gegessen haben.



    Nicht mehr im 2. Lebensjahr. Die haben recht früh durchgeschlafen.



    Die Flasche gab abends nach dem Umziehen auf der Couch, dann wurde noch gekuschelt, gelesen o.ä., bis das Kind müde war und ins Bett ging. Ich hab die Flasche aber auch nie dem Kind alleine ins Bett gegeben. Die hab immer ich gefüttert, nicht das Kind selbst.

    Sie geht schon seit einem Jahr in die Kita und auch sehr gerne. Da sagst du was. Es sind gerade Kita-Ferien und auch wenn das Schlaf-Problem ja nicht neu ist, im Moment ist es echt extrem, ich denke, dass sie ihre Routine und die Kinder vermisst. Dort isst sie auch Mittag und es kann gut sein, dass sie dort mehr isst. Irgendwie gibt es sehr viel, dass in der Gruppe bei ihr besser funktioniert und mit mir gar nicht... (An der Hand geradeaus auf dem Fußweg laufen z.B., aber eben auch ohne Flasche einschlafen.)

    Mein Etappenziel wird jetzt erstmal sein die Flasche mit mir zusammen vom Bett auf die Couch zu verlegen und hoffentlich so auch eine Trennung hin zu bekommen.

    Sie "kann" ja auch durchschlafen. Alle paar Tage kommen ein/zwei Nächte, die sind super ruhig und ich denke, wir sind über den Berg, doch das stimmt leider nie.

  8. #8
    MissClara ist offline newbie
    Registriert seit
    03.09.2016
    Beiträge
    25

    Standard Re: Nächtliche Milchflasche entwöhnen - Praxiserfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Wie läuft's denn beim Mittagsschlaf?

    .

    Der ist ja meistens in der Kita. Da gehen sie in die große Kuschelecke, lesen glaube ich noch ein Buch und nach und nach schlafen alle ein. SIe muss nur ihr Kuscheltier im Arm halten, das ist die einzige Bedingung, ohne die es nicht klappt.

    Für mich klingt das unbegreiflich. Auch unsere Babysitterin hat es so schon mal geschafft... Bei uns am Wochenende ist es das gleiche wie abends, es wird eine Flasche getrunken oder wenn wir unterwegs sind, schläft sie im Buggy oder Auto. Normalerweise schläft sie so 1-2 h und wacht dann auf. Im Moment wird sie auch zwischendurch ein mal wach, ist aber noch so müde, dass sie mit mir zusammen dann weiterschläft. Ich glaube, sie ist allgemein sehr aufgeregt.

  9. #9
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
    Registriert seit
    13.06.2002
    Beiträge
    45.414

    Standard Re: Nächtliche Milchflasche entwöhnen - Praxiserfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von MissClara Beitrag anzeigen
    Der ist ja meistens in der Kita. Da gehen sie in die große Kuschelecke, lesen glaube ich noch ein Buch und nach und nach schlafen alle ein. SIe muss nur ihr Kuscheltier im Arm halten, das ist die einzige Bedingung, ohne die es nicht klappt.

    Für mich klingt das unbegreiflich. Auch unsere Babysitterin hat es so schon mal geschafft... Bei uns am Wochenende ist es das gleiche wie abends, es wird eine Flasche getrunken oder wenn wir unterwegs sind, schläft sie im Buggy oder Auto. Normalerweise schläft sie so 1-2 h und wacht dann auf. Im Moment wird sie auch zwischendurch ein mal wach, ist aber noch so müde, dass sie mit mir zusammen dann weiterschläft. Ich glaube, sie ist allgemein sehr aufgeregt.
    Ich glaube, sie braucht die Flasche eigentlich gar nicht mehr. Die ist nur eben bei euch so gewohnt, also verlangt sie sie. In der Kita gab es noch nie eine, also akzeptiert sie dort das Einschlafen auch ohne. Den Kreis kannst aber nur du durchbrechen, indem du ihr z.B. erklärst, dass es keine Flasche mehr gibt (und auch alle Flaschen wegwirfst) und konsequent nur noch Milch zum Essen aus dem Becher gibst.

  10. #10
    MissClara ist offline newbie
    Registriert seit
    03.09.2016
    Beiträge
    25

    Standard Re: Nächtliche Milchflasche entwöhnen - Praxiserfahrungen gesucht!

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Ich glaube, sie braucht die Flasche eigentlich gar nicht mehr. Die ist nur eben bei euch so gewohnt, also verlangt sie sie. In der Kita gab es noch nie eine, also akzeptiert sie dort das Einschlafen auch ohne. Den Kreis kannst aber nur du durchbrechen, indem du ihr z.B. erklärst, dass es keine Flasche mehr gibt (und auch alle Flaschen wegwirfst) und konsequent nur noch Milch zum Essen aus dem Becher gibst.

    Wahrscheinlich hast du Recht, theoretisch braucht sie die Flasche zum Schlafen nicht. Ich habe lange darüber nachgedacht, aber gemeinsam mit meinem Mann beschlossen, dass wir mit dem kompletten Flaschen-Entzug noch warten wollen. Sie hängt so sehr an diesem Ritual, wir haben jetzt erstmal angefangen, die nächtliche Flasche zu streichen.

    In der ersten Nacht hatte sie zwei einstündige Tobsuchtsanfälle, weil sie gegen eins und drei Uhr nachts unbedingt Milch wollte und nicht akzeptieren konnte, dass es die jetzt nicht mehr gibt. Ich habe sie noch nie so erlebt, tagsüber sind ihre Wutanfälle erheblich milder, gar kein Vergleich.

    Ich bin drin geblieben und habe versucht, sie zu beruhigen, auch wenn sie es nicht angenommen hat und dann nach dem Papa geschrien hat. Den habe ich dann auch noch mal geholt, damit er es bestätigt, aber es ging noch über eine Stunde weiter. Als ich zum ersten Mal dachte, sie hat sich beruhigt, weil sie ein bisschen Wasser aus dem Becher getrunken hat, fiel ihr dabei offensichtlich ein Kompromiss ein und sie hat noch mal genauso lange nach Apfelschorle gebrüllt. Irgendwann ist sie vor Erschöpfung eingeschlafen und dann wollte sie auch meine Hand. Ich fand es total schlimm, sie so zu sehen, aber ich wollte auch keinen Rückzieher mehr machen, ich denke, dann schafft man es nie mehr, wenn man in der Mitte des Geschreis nachgibt. Aber deswegen will ich die gleichen Anfälle nicht schon beim ersten Einschlafen provozieren.

    Ich glaube, wenn sie noch ein bisschen größer wird und zum Beispiel Gute-Nacht-Geschichten wirklich zuhört (bisher sucht sie die Bücher nur nach bekannten Dingen durch), wird es auch ein bisschen einfacher, ein "runter kommendes" Alternativprogramm durchzuführen.

    In der zweiten Nacht hat sie auch noch mal getobt, aber "erst" um fünf und auch kürzer. Heute hat sie erhöhte Temperatur und ist schlapp, ich hoffe, das ist Zufall und wir haben nicht durch den Entzug dazu beigetragen. :(

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •