Ergebnis 1 bis 2 von 2
  1. #1
    Bella2017 ist offline Stranger
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    Standard Baby kommt nicht zur Ruhe über den Tag

    Hallo! Unsere Tochter ist jetzt sieben Wochen alt und hält uns fast 24 Stunden auf Trab. Tagsüber kommt sie seit Ca zwei Wochen überhaupt nicht mehr zur Ruhe und findet nicht in den Schlaf. Vorher ist sie oft beim stillen eingeschlafen und schlief dann Tags auch mal eine Stunde. Doch jetzt wetzt sie gleich danach und weint und ich muss dauernd in ihrer Nähe sein. Wenn sie auch mal einschläft und ich steh auf dann merkt wir das gleich und beschwert sich. Tagsüber kommt sie nur runter wenn ich sie auf meinen Beinen wiege oder Vll in Tragetuch packe. Oft hat sie auch so stark Bauchweh und zweimal am Tag Koliken. Da schreit sie dann und nichts kann ihr helfen. Abends ab Ca 21 Uhr schläft sie meist dann, aber wenn sie wach wird, findet sie meist allein auch nicht mehr in den Schlaf und es dauert manchmal zwei Stunden bis wir sie wieder zum schlafen gebracht haben. Sie schläft auch noch bei uns im Bett weil ihr beistellbett akzeptiert sie noch gar nicht. Das merkt sie gleich wenn wir sie rüber legen wollen.
    Fakt ist: ich fühl mich wie ein siamesischer Zwilling weil ich nicht von ihrer Seite weichen kann. Schnuller nimmt sie nicht und braucht zur Beruhigung immer meine Brust.
    Fühl mich momentan absolut überfordert obwohl Ehemann und Oma sehr viel helfen.
    Wem geht es ähnlich zur Zeit? Wann bessert sich das? Ist das ein Schub? An rausgehen ist zur Zeit auch nicht dran zu denken mit ihr weil sie viel zu unruhig ist...
    LG Bella

  2. #2
    vivian9827 ist offline Stranger
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    Standard Re: Baby kommt nicht zur Ruhe über den Tag

    Liebe Bella,

    Vieles von dem, was du beschreibst, kommt mir bekannt vor und ich weiß wie es sich anfühlt. Wir haben auch gerade eine sehr anstrengende Zeit mit unserem zweiten Sohn, der jetzt 4,5 Monate alt ist. Anfangs habe ich es mir mit den typischen Anpassungsschwierigkeiten und "Koliken"/Bauchschmerzen erklärt, was zum Teil auch zutraf, denke ich. Aber als wir die "magische" 12 Wochen Grenze schon um einiges überschritten hatten und es einfach nicht besser wurde (bei meinem Großen war das tatsächlich nach ca 12 Wochen besser), machte ich mir immer mehr Gedanken, was meinem Baby fehlen könnte, da er gefühlt nur am weinen war und nichts half. Als er ca. 5 Wochen alt war, ging es damit los, dass ich ihn nicht ablegen konnte, einfach überhaupt nicht. Allein wenn ich die Bewegung andeutete, gab es schon Geschrei. An Spaziergänge im KiWa wad nicht zu denken, ein einziges Schreikonzert. Er hat auch tagsüber nie länger als 30 Minuten geschlafen, da konnte ich den Wecker nach stellen. Nachts gab es maximal 90 Minuten am Stück Schlaf, dann viel Weinen und Schreien, das wir nur mit viel Rum laufen,wippen etc beruhigen konnten. Ich bin wirklich auf dem Zahnfleisch gegangen, war alle paar Tage in Tränen aufgelöst und einfach nur am Ende. Mit meiner Hebamme habe ich alles mögliche versucht, aber eine deutliche Besserung stellte sich nicht ein. Auch nicht nach dem Besuch bei einer Ostheopathin. Ich bin froh, dass ich nach einer sehr enttäuschenden Behandlung den Kinderarzt gewechselt habe. Die nehmen Ärztin hat uns zur Krankengymnastik überwiesen, da sie sofort gesehen hat, dass unser Baby einen sehr hohen Muskeltonus hat, also quasi unter ständiger muskulärer Anspannung steht. Das ist wie man sich vorstellen kann anstrengend, kann zu schmerzen führen, auch was die Verdauung angeht, insgesamt zu Unwohlsein. Sie sagte auch, dass er in seiner Entwicklung quasi zu weit ist, zu viel möchte, was frustriert und eben dazu führt, dass er unzufrieden ist = weint. Darüber bin ich auf den Begriff High Need Baby oder auch 24 Stunden baby gestoßen und war einfach nur froh, zu lesen, dass ich mir das alles nicht einbildet, man da "eben durch muss" usw. Nein, es gibt Kinder, die einfach etwas "anstrengender " sind, als andere und auf die man als Eltern auf eine ganz besondere Art und Weise eingehen und sie begleiten muss. Vllt suchst du mal nach dem Begriff, die Beschreibungen der Verhaltensweisen treffen auf mein Baby komplett zu. Das ändert an der Situation zwar erst einmal nichts, aber kann ein Anhaltspunkt sein. Nach nun drei Sitzungen bei der KG kann ich schon Verbesserungen bei ihm feststellen. Ganz langsam lernt er sich zu entspannen. Und ich lerne, auf ihn einzugehen und ihm Ruhe zu geben. Nichtsdestotrotz waren die Nächte immer noch schlimm, ich bin dann aufgrund einer Frage der Physiotherapeutin auf das Thema Babyschlaf gekommen und habe das bei meinem Baby noch einmal ganz genau beobachtet. Ich bin mir seit ein paar Tagen ziemlich sicher, dass er nach 30 Minuten immer aufwacht, weil er den Übergang in die Tiefschlafphase nicht schafft. Das ist gar nicht so unüblich. Manche Babys bewegen sich dann kurz und können weiterschlafen. Andere so wie unser schafft es nicht, obwohl er schlafen will, und weint dann. Wir haben beobachtet, dass er gar nicht richtig wach wird und auch nicht auf unsere Ansprache. Nun haben wir es geschafft, ihn in deiner Phase wieder zu beruhigen, so dass er weiterschlafen kann. Ich bin also noch immer oft nachts wach, meistens reicht es aber aus, wenn ich ihn über den Rücken streichel so dass er meine Nähe spürt. Ganz allmählich wird auch das schlafen also besser.

    Das ist jetzt ziemlich lang geworden und ich könnte noch mehr schreiben... Ich hoffe, dass ich dir hiermit vllt insofern helfen konnte, in die eine oder andere Richtung weiter zu schauen. Evtl ist es auch gerade ein Schub und in ein paar Tagen bessert es sich. Sie ist ja auch noch ein ganze Eckchen jünger. Falls nicht, hör auf dein Bauchgefühl und lass dich nicht abwimmeln, sollte dein Mutterinstinkt dir sagen, dass da noch was anderes in Argen sein könnte.

    LG
    Vivian.

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