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  1. #11
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
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    Standard Re: Aufsichtspflicht und Strafarbeit (sehr lang)

    Zitat Zitat von schlumpfine71 Beitrag anzeigen
    tja schwer zu sagen - aber ich denke, wenn die Regel "sie dürfen nicht auf den Pausenhof" bekannt war , hätte mein Sohn Pech gehabt, dann hätte er die Strafarbeit geschrieben und zwar so, wie die Lehrerin sie aufgetragen hat. Ob ich sie jetzt für sinnvoll erachte ist da meiner Meinung nach zweitrangig ...

    Da die Lehrerin noch jung und nicht fest angestellt ist, ist sie auch natürlich auch unsicher (unterstell ich mal) und schießt vielleicht etwas übers Ziel hinaus und die Muttersprache ist hier völlig nebensächlich , denn "Mißverständnisse" entstehen überall.

    Andersherum hätten die Kinder ja auch nochmal nachfragen können, aber das passte wohl gerade so gut (unterstell ich mal) ... ;-)

    Ich denke ein Gespräch ist sicherlich auf jeden Fall angebracht, sowohl zwischen Eltern und Lehrerin als auch zwischen Kindern und Lehrerin .
    Hi,

    nun ja, bei der KL dürfen sie manchmal eher raus, aber an sich kennen sie die Regel, dass sie nicht vor dem Pausenklingeln raus dürfen, aber sie waren ja so fleißig und haben sich vorher sehr angestrengt. Da gibt es dann schon mal Ausnahmen. Ob sie differenzieren können, ob die KL oder die Mathelehrerin das sagt, das weiß ich nicht.
    Du hast recht, in der Regel hätte mein Sohn die Strafarbeit auch schreiben müssen, wie sie aufgetragen wurde.

    Nur am Montag hatte ich einen Zahnarzttermin mit meinen beiden anderen Kindern und konnte somit nicht die HA des Jüngsten beaufsichtigen. Als ich mit den beiden anderen vom Zahnarzt zurück kam, kam es zu einer Rangelei und der große Bruder schlug dem kleinen Bruder (das hier erwähnte Kind) unglücklich einen Teil eines Zahnes ab. So musste ich noch mit dem Jüngsten schnell zum Zahnarzt.

    Doof gelaufen, oder so. Klar weiß die Lehrerin nichts von den Schwierigkeiten, die an dem Tag plötzlich auftauchten. Aber klar entstand dadurch ein Zeitmangel.

    Die Kinder, die eine Strafarbeit aufbekommen haben hatten ja noch versucht mit der Lehrerin darüber zu reden, aber da war wohl kein Ohr mehr frei. Ich denke das kam noch hinzu, die Lehrerin war eigentlich für zwei Räume zuständig, was schon gar nicht geht von Seiten der Aufsichtspflicht und dann noch fünf Kinder, die glaubten sie dürften "raus" also auf den Schulhof.

    Es gibt viele sprachliche Schlupflöcher, das will ich gar nicht abstreiten, die können auch entstehen, wenn man muttersprachlich deutsch spricht. Das erlebe ich jeden Tag bei meinen Kindern. Wie könnte ich das was besser machen in der Kommunikation mit der Lehrerin? Sie versteht mich, kann sich aber nicht so gut ausdrücken bzw. macht grammatikalische Fehler und sie hat Wortfindungsschwierigkeiten.

    Die Lehrerin ist klasse für die Kinder im Matheunterricht, sie kann die Kinder begeistern für das Fach, aber in der Kommunikation hat sie Schwächen (ähm das Gleiche könnte ich von einer deutschsprachigen Lehrerin schreiben, die Mathe und Musik unterrichtet).

  2. #12
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    Standard Re: Aufsichtspflicht und Strafarbeit (sehr lang)

    Zitat Zitat von Tecumseh 2 Beitrag anzeigen
    Ja, das meine ich. Ich kenne sie schon seit drei Jahren durch meine anderen Kinder, sie versteht alles sehr gut, was man ihr sagt, aber ihre Antworten sind grammatikalisch nicht immer richtig, man muss schon sehr genau zuhören, um zu verstehen, was sie ausdrücken möchte.
    Sorry, aber wo dauert ein Referendariat drei Jahre?
    Liebe Grüße

    Sofie

  3. #13
    Avatar von Wunderblume
    Wunderblume ist offline ~niveauflexibel~
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    Standard Re: Aufsichtspflicht und Strafarbeit (sehr lang)

    Zitat Zitat von Tecumseh 2 Beitrag anzeigen
    Mit der späten Stunde, es war 18:30 Uhr als ich die Lehrerin anrief, da hatte er bereits zwei Mal die Schulregeln abgeschrieben gehabt. Irgendwann ist es vorbei mit der Konzentration. Und ich glaube nicht, dass es bei dem Kind ein falsches Signal war, er war schon sehr geknickt, dass er was falsch gemacht hatte durch das "raus" gehen.

    Ah - das ist dann völlig okay.

    Deshalb fragte ich nach der Begründung.

    Dann ist es nicht ein: "das ist doch nicht so wichtig, die spinnt doch eh - mach nur soviel wie Du willst" DAS wäre m.E. das falsche Signal gewesen.


    Dass die andern Eltern zum Lügen anregen, kann ich auch absolut nicht verstehen.... *kopfschüttel*



    Aber schön, dass die Lehrerin sich die Zeit genommen hat, das nochmal anzusprechen. Das ist wirklich positiv!
    Für H. in Freundschaft und Liebe:

    "Ein Freund ist ein Mensch vor dem man laut denken kann!" (R.W. Emerson)

    Danke, dass Du mich das mit Herz und Seele begreifen lässt!

  4. #14
    Gumelchen ist offline addict
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    Standard Re: Aufsichtspflicht und Strafarbeit (sehr lang)

    Kennst du den Ausdruck nicht: "Das ist eine andere Baustelle"? Das bedeutet soviel wie "anderes Thema" und hat nichts damit zu tun, dass es eine Hürde darstellt oder so. Mein Bild von Lehrern ist ein durchaus positives, vor allem, was Grundschullehrerinnen betrifft. Natürlich sind es trotzdem Menschen, die Fehler machen, selbstverständlich. Und es kann sicher vorkommen, dass sie unbewusst zuviel aufgeben, weil ihnen der Umfang vorher gar nicht klar ist.
    In so einem Fall schreibe ich darunter: "XY saß XY Stunden an den Hausaufgaben und konnte sich zum Schluss nicht mehr konzentrieren. Er / Sie wird den Rest am Wochenende nachholen" (wenn möglich)
    Oder: "XY klagte nach XY Minuten über starke Kopfschmerzen und konnte deshalb die Hausaufgaben nicht fertig machen. Ich bitte um Verständnis."

    SOWAS ist gemeint auf den Elternabenden. Nicht, dass du eigenmächtig entscheidest, was nun zu viel ist und was nicht! Ich nehme stark an, dass du da was falsch verstanden hast.

    Mit dem Wort "Autorität" habe ich mich ungeschickt ausgedrückt. Ich bin absolut nicht autoritätenhörig. Ich finde es wichtig, dass Kinder lernen, sich ihre eigene Meinung zu bilden und bestimmte Sachen kritisch zu hinterfragen.
    Aber: Es kam bei dir erst so rüber, als hättest du deinem Sohn gesagt: "Es ist egal, was deine Lehrerin gesagt hat, ICH finde es zuviel und deshalb musst du es nicht (vollständig) machen." Wie soll er die Lehrerin denn dann ernst nehmen? Kritisch hinterfragen bzw. mit der Lehrerin reden kann er ja trotzdem!

  5. #15
    Muehlenkind ist offline Stranger
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    Standard Re: Aufsichtspflicht und Strafarbeit (sehr lang)

    Herzlichen Glückwunsch! Prima reagiert! Die Lehrerin hätte nach einem Pädagogikstudium allein darauf kommen können mit den Jungen ein Gespräch zu suchen und die Situation aus ihrer Sicht zu schildern. Strafarbeiten dieser Art sollten der Vergangenheit angehören!! Damit verprellt sie sich die Kinder und schürt den Hass und die Wut. Manchmal habe ich nach solchen Erlebnisschilderungen das Gefühl, dass so mancher Lehrer seinen Abschluss in der Lotterie gewonnen hat. Gott sei Dank trifft es nicht auf alle Lehrer zu.

  6. #16
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
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    Standard Re: Aufsichtspflicht und Strafarbeit (sehr lang)

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Sorry, aber wo dauert ein Referendariat drei Jahre?
    Wir leben in SH, die Lehrerin ist damals frisch von der Uni gekommen und sie ist bisher noch nicht fertig.
    Lass mich überlegen, sie kam im Januar 2009 an die Schule und hatte im Oktober 2011 noch eine "Prüfung" mit der Klasse vor dem Schulrat. Ich weiß nicht, ob es ihre letzte war und ich habe noch keine Kenntnis (was aber nicht unbedingt was heißen muss), dass sie nun übernommen wurde.

  7. #17
    Kraehenfuss ist offline Poweruser
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    Standard Re: Aufsichtspflicht und Strafarbeit (sehr lang)

    Zitat Zitat von Gumelchen Beitrag anzeigen
    Dem schließe ich mich an.

    Im Übrigen: Über Sinn und Umfang von Strafarbeiten kann man streiten (ich persönlich halte nicht viel davon), ABER du kannst als Mutter nicht eigenmächtig die Aufgaben kürzen und deinem Sohn gestatten, weniger zu machen. Damit untergräbst du die Autorität der Lehrerin.
    Genausowenig kannst du einfach die Hausaufgaben nach eigenem Ermessen kürzen, nur weil sie dir zu umfangreich vorkommen (gleiches Thema, da mache ich jetzt mal keinen Unterschied!). Das ist Sache der Lehrerin, SIE entscheidet.

    Natürlich kann man trotzdem mit ihr reden - aber das ist eine andere Baustelle.
    Eltern denken immer mehr selbst nach und hinterfragen. Das war früher nicht gestattet, jetzt wird es immer demokratischer.

    Die Lehrerin könnte ohne Strafarbeiten auskommen, eine Schule kann sogar ohne HA auskommen. Und es kann "trotzdem" erfolgreiche Abschlüsse geben.

    Es werden die alten Denkmuster weiter versucht zu halten, aber es hat sich schon etwas geändert. Selbst die Kinder hinterfragen leichter und beschweren sich.

    Das kann man bedauern. Oder endlich die veränderte Realität annehmen und nach Wegen suchen, wie es trotzdem zu erfogreichen Bildungsprozessen kommen kann.

    Unzeitgemäßes Handeln und Denken- gerade in der Schule ist das Alte sehr zäh in den Strukturen verankert. Aber die neuen Wege können auch Kraft geben. Sich aus dem Alten zu befreien auch. Wenn man etwas festhält, was sich aber eigentlich schon geändert hat, kostet das ungeheuer Kraft.

    Loslassen und gucken, was es Neues gibt.

    .
    ENDLICH GELÖSCHT. Bis dann.

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