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Thema: Kinderplanung

  1. #1
    cataniana ist offline enthusiast
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    Standard Kinderplanung

    Hallo,
    ich habe eine etwas merkwürdige Frage, sie beschäftigt mich aber ständig, deshalb stelle ich sie einfach mal.
    Ich bin 32 und mit meinem ersten Kind schwanger. Bis ich meinen Traumpartner gefunden und geheiratet habe, hat es etwas länger gedauert... wir wünschen uns eine etwas größere Familie, da wir beide aus großen Familien kommen und viele erwachsene Geschwister haben und diesen Umstand auch sehr genießen. Jeder hat seine besonderen Fähigkeiten und gemeinsam helfen wir einander, fröhlich durchs Leben zu kommen, auch wenn es einmal schwer wird - ob aus persönlichen oder wirtschaftlichen Gründen... da ist einfach immer jemand in der Nähe, und diese Blutsverwandtschaft ist doch etwas anderes als "nur" Freundschaft... auch wenn wir die natürlich auch haben und unendlich schätzen.
    Zu meiner Frage endlich: da wir ja wie gesagt auch eine etwas größere Familie haben wollen (ca. 4 Kinder), frage ich mich, wie das funktionieren könnte - ich habe so große Angst vor Trisomie u. ä., wenn ich mal die 35 überschritten habe. Bei der Entbindung von meinem ersten Kind werde ich 33 sein, die weiteren werden wir natürlich nicht um jeden Preis im 9-Monats-Takt "produzieren"... ich will die einzelnen Kinder auch für sich genießen. Sollte man eigentlich auf Kinder über 35 verzichten, wenn man auf keinen Fall ein Risko eingehen möchte, da Abtreibung niemals in Frage käme? (Ich lasse auch keine Untersuchungen dahingehend machen).
    Bei den Stars, die mit 42 noch ihr erstes Kind bekommen, stelle ich es mir ehrlich gesagt so vor: die hatten ihre 4 Trisomie-gefährdeten Kinder, die sie abgetrieben haben - und irgendwann kam dann mal ein gesundes, das sie "genommen" haben...
    Oder haben viele von euch über 35 auch "einfach" ein gesundes Kind bekommen? Meine Schwägerin hat mit 40 neulich ein kerngesundes Mädel entbunden...
    ach, ich wäre einfach gerne noch etwas jünger :(




  2. #2
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    Standard Re: Kinderplanung

    Zitat Zitat von cataniana Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich habe eine etwas merkwürdige Frage, sie beschäftigt mich aber ständig, deshalb stelle ich sie einfach mal.
    Ich bin 32 und mit meinem ersten Kind schwanger. Bis ich meinen Traumpartner gefunden und geheiratet habe, hat es etwas länger gedauert... wir wünschen uns eine etwas größere Familie, da wir beide aus großen Familien kommen und viele erwachsene Geschwister haben und diesen Umstand auch sehr genießen. Jeder hat seine besonderen Fähigkeiten und gemeinsam helfen wir einander, fröhlich durchs Leben zu kommen, auch wenn es einmal schwer wird - ob aus persönlichen oder wirtschaftlichen Gründen... da ist einfach immer jemand in der Nähe, und diese Blutsverwandtschaft ist doch etwas anderes als "nur" Freundschaft... auch wenn wir die natürlich auch haben und unendlich schätzen.
    Zu meiner Frage endlich: da wir ja wie gesagt auch eine etwas größere Familie haben wollen (ca. 4 Kinder), frage ich mich, wie das funktionieren könnte - ich habe so große Angst vor Trisomie u. ä., wenn ich mal die 35 überschritten habe. Bei der Entbindung von meinem ersten Kind werde ich 33 sein, die weiteren werden wir natürlich nicht um jeden Preis im 9-Monats-Takt "produzieren"... ich will die einzelnen Kinder auch für sich genießen. Sollte man eigentlich auf Kinder über 35 verzichten, wenn man auf keinen Fall ein Risko eingehen möchte, da Abtreibung niemals in Frage käme? (Ich lasse auch keine Untersuchungen dahingehend machen).
    Bei den Stars, die mit 42 noch ihr erstes Kind bekommen, stelle ich es mir ehrlich gesagt so vor: die hatten ihre 4 Trisomie-gefährdeten Kinder, die sie abgetrieben haben - und irgendwann kam dann mal ein gesundes, das sie "genommen" haben...
    Oder haben viele von euch über 35 auch "einfach" ein gesundes Kind bekommen? Meine Schwägerin hat mit 40 neulich ein kerngesundes Mädel entbunden...
    ach, ich wäre einfach gerne noch etwas jünger :(
    Hallo,

    wenn man auf keinen Fall ein Risiko eingehen (und auf keinen Fall Pränataldiagnostik in Anspruch nehmen und auf keinen Fall abtreiben will)...sollte man eigentlich in keinem Alter schwanger werden .

    Das Basisrisiko, dass ein Kind nicht ganz gesund (schlimmere und weniger schlimme Beeinträchtigungen als Trisomie21) geboren wird liegt in in jeder Schwangerschaft liegt bei 3-5%. Das Trisomierisiko einer 35-jährigen macht da gerade mal 10% aus.

    Auch mit 42 liegt das Trisomierisiko ganz bestimmt nicht bei 4:1 sondern eher bei 1:50 oder so.

    Was mich betrifft, ich habe mit 33 ein Kind mit Trisomie21 bekommen (das leider nicht lang gelebt hat) und noch zwei ganz gesunde Söhne mit 36 und 37 (alle nicht untersucht, auch der gesunde Sohn, den ich mit 29 bekam nicht).
    LG
    Schlüsselsucher



  3. #3
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    201

    Standard Re: Kinderplanung

    Hallo, als fast 41-jährige mag ich Dir folgenden Tipp geben: Bekomme erstmal Dein erstes Kind und genieße es, und gucke, wie es läuft, wie Du und Dein Mann damit zurecht kommen. Ohne Kindererfahrungen schon die Familienplanung in der Zukunft fest zu zurren, halte ich für ziemlich überflüssig, v.a. wenn Du Dir solchen Druck deswegen machst.
    Schlüsselsucher hat recht. Das erste, was ich beim ersten Kind gelernt habe, ist, Angst zu haben. Eine Angst, das Kind zu verlieren, so eine tiefe Angst kannte ich in meinem Leben vorher noch nicht (Gottseidank, wurde es nach dem ersten Lebensjahr besser). Bei der Geburt war ich 37 und hatte eine normale Schwangerschaft mit nicht-invasiver Pränataldiagnostik.
    Beim zweiten Kind - mit 39 Jahren - passierte mir das, wovor Du so eine Angst hast: Das Kind stellte sich als schwer krank heraus (Organschäden mit Hydrops bei T21). Wir beendeten in der 14. SSW die Schwangerschaft - genau vor einem Jahr.
    Das Erlebte war fürchterlich, aber es ist Teil der Natur - Frauen mit Kinderwunsch müssen solche Tiefschläge akzeptieren. Ich musste das lernen, obwohl ich es als Ärztin natürlich wusste. Es haben so viele Frauen Fehlgeburten oder werden gar nicht schwanger - wah! Das "Geschäft" IST einfach hart und nicht planbar.
    Mittlerweile bin ich wieder schwanger und bislang sahen die Ultraschalle gut aus. PUH! Ein Restrisiko bleibt: Vielleicht gibt es ein Plazentaproblem, vielleicht stecke ich mich mit Listerien an, vielleicht überfährt mich ein Bus.
    Alle meine Erfahrungen und die Geschichten von Frauen, die ich hier in den Foren kennen gelernt habe, haben mich gelehrt, dass ich Gutes dankbar annehme, mein Bestes tue, alles andere fügt sich. Viel Glück und Freude mit Eurem ersten Kind! Danaide

  4. #4
    sternchen920 ist offline Stranger
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    Standard Re: Kinderplanung

    Hallo!

    Ich kann verstehen, dass dich solche Gedanken beschäftigen, denn ich bin auch so ein "verplanter" Mensch. Ich möchte auch gerne alles im Vorfeld perfekt durchdacht und geplant haben. Bisher lief mein Leben auch genauso ab. Aber, dass macht einem das Leben auch manchmal ganz schön schwer. Und es nimmt einem Leichtigkeit und Spontanität.

    Die Garantie für gesunde Kinder gibt es nicht. Genauso wenig wie die Garantie, dass wir Eltern gesund bleiben.

    Ich habe meine drei Kinder ohne invasive Voruntersuchungen bekommen. Bei Nr. 2 und 3 habe ich Ersttrimesterscreening und Organsono gemacht. Die waren o. B. Bei schlechten Ergebnissen hätte ich bestimmt weitere Untersuchungen gemacht. Diese Möglichkeiten gibt es dann ja. Ob man sie macht und wie man sich entscheidet, dass muss letztendlich jeder für sich entscheiden.
    Ich glaube aber nicht, dass bei sämtlichen Frauen, ob Promi oder nicht, die gesunde Kinder jenseits der 40 bekommen haben, vorher mehrere kranke Kinder "aussortiert" wurden. Ich kenne einige späte Mütter, keine davon hat ein krankes bzw. gehandicaptes Kind.

    Seit mein drittes Kind geboren wurde, geht mir der Wunsch nach einem weiteren nicht mehr aus der Seele. Leider bin ich ja auch so verkopft, dass mich das hin- und herüberlegen ganz kirre macht. Zu einer endgültigen Entscheidung bin ich auch noch nicht gelangt ...
    Ich wäre gerne noch 1-2 Jahre jünger, um etwas mehr Zeit für diese Entscheidung zu haben. Mir macht aber weniger die Sorge um eine mögliche Erkrankung des Babys Angst. Dieses Risiko hat jeder. Mit dem Alter steigt nur das chromosomale Risiko und dieses ist im Vergleich zu den anderen möglichen Schädigungen des Babys, das geringste. Bei meinem letzten Ersttrimesterscreening sagte der Arzt, dass weniger als 5% der Neugeborenen mit Schädigungen einen Chromosomendefekt haben.

    Genieße jetzt erst einmal deine jetzige Schwangerschaft. Auf dich und deinen Mann kommt ein rießiges Abenteuer zu: euer Baby.

    Um diesem noch ein paar Geschwister folgen zu lassen, hast du doch noch Zeit.

  5. #5
    cataniana ist offline enthusiast
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    355

    Standard Re: Kinderplanung

    Hallo zusammen,
    vielen Dank für eure freundlichen Antworten.
    Ich wusste gar nicht, dass die Chromosomen-Problem-Sache nicht die größte Sorge sein muss...
    ich muss wohl einfach mal diese übertriebene Fixierung darauf ablegen. Die rührt daher, dass in meinem Kulturkreis viele Frauen Trisomie-Kinder gebären, da sie sehr spät (bis 48) noch Kinder bekommen (in unserer Heimat war Verhütung wohl noch zu sehr tabu...). Mein Schwager ist ja auch so ein spätgeborenes Kind und leider ist er nicht einer von den jungen Männern, die trotzdem ihr Leben genießen - er vegetiert eher... ok, ich habe ja auch bei diesem ersten Kind keine Angst vor Krankheiten - daran werde ich mich später einfach erinnern :) Ist ja auch nicht gesagt, dass sich der weitere Kinderwunsch so einfach erfüllt oder möglich sein wird - ich glaube, wenn ich erst einmal EINS haben werde, wird sich alles neu fügen.




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