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  1. #1
    KleinesHasi ist offline Stranger
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    Standard Keppra in schwangerschaft

    Hallo!

    Meine Freundin ist in der 7. Woche schwanger. Da sie epileptische Anfälle hatte, muss sie ein medikament namens Keppra nehmen. Leider ist dieses nur wenig in bezug auf Schwangerschaft untersucht.
    Hat jemand damit Erfahrung????????

  2. #2
    Avatar von Anja09
    Anja09 ist offline addict
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    Standard Re: Keppra in schwangerschaft

    Hallo,
    also mit Keppra kenn ich mich zwar nicht aus, aber ich habe während der Schwangerschaft Diazepam bekommen, da ich vorzeitige Wehen hatte. Und manche Epileptiker nehmen das auch gegen einen Krampanfall ein. Auf jeden Fall sollte deine Freundin natürlich mit dem FA darüber reden und evtl. das Medikamen wechseln, denn Diazepam schadet dem kleinen angeblich nicht, weiß allerdings nicht wie es ist wenn man es dauerhaft einnimmt.
    Gruß Anja

  3. #3
    engel2005 ist offline Stranger
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    Standard Re: Keppra in schwangerschaft

    Hallo,
    habe selber Epilepsie seit meinem 14. Lebensjahr (bin jetzt 31). Habe mehrere Medis durch. Nach der Geburt meines Sohnes in 2005 hatte ich auch Keppra genommen und mir ging es wirklich gut dabei. War anfallsfrei und habe sogar abgenommen (schöner Nebeneffekt!!:) ). Während Schwangerschaft Valproat, wodurch mein Kleiner wahrscheinlich die Fehlbildung am Arm davon getragen hat (fehlende Speiche rechts, was nicht so dramatisch ist wie es vielleicht klingt). Das zeigt nur leider, dass es auch zu Fehlbildungen kommen kann unter den Medis, was nun leider nicht von der Hand zu weisen ist und sich nicht beschönigen lässt. Was Keppra während Schwangerschaft angeht ist es leider so, dass noch nich genügend Erfahrungen hinsichtlich Schwangerschaft vorliegen. Aber bei jedem Medikament gibt es Risiken. Ich hatte jetzt wegen erneutem Kinderwunsch auf Lamotrigin umgestellt. Lief auch 1 Jahr mehr oder weniger (bis auf Anfallshäufung) gut, jetzt reagiere ich allerdings plötzlich allergisch auf Lamotrigin in Form von Hautausschlag (nach leichter Dosiserhöhung). Muss jetzt leider wieder umstellen, wahrscheinlich wieder Keppra, Kinderwunsch wird daher erstmal zurückgestellt. Aber wie schon gesagt: Jedes Medikament birgt Risiken, daher muss Pro und Contra abgewogen werden.
    Der Neurologe sollte in dieser Hinsicht der erste Ansprechpartner sein. Lamotrigin wird übrigens von den meisten empfohlen, da geringes Fehlbildungsrisiko. Diazepam als alleiniges Antiepileptikum zu nehmen halte ich für unwahrscheinlich, da dieses eigentlich nur im Aktufall, während eines Anfalls bzw. zur Unterdrückung eingenommen wird. Zur Langzeittherapie wahrscheinlich nicht geeignet, da es in die Sparte der Benzodiazepine fällt und sehr müde macht (auch abhängig in Dauermedikation). Vielleicht konnte ich Dir bzw. Deiner Freundin helfen, aber letztendlich sollte sie dies mit dem Arzt besprechen, obwohl ich nicht denke, dass eine Umstellung jetzt noch in der Schwangerschaft möglich ist. Aber es gibt auch Frauen die unter Keppra gesunde Kinder bekommen haben (schau mal unter epilepsie-netz.de nach rubrik schwangerschaft).
    Gruss, Nadine

  4. #4
    Yvo2209 ist offline Stranger
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    Standard Re: Keppra in schwangerschaft

    Hallo,

    ich habe Epilepsie seit meinem 12. Lebensjahr. Habe zunächst jahrelang ein Valproinsäure zusammen mit Lamotrigin genommen. Letztes Jahr habe ich mit meiner Neurologin und FA über den Kinderwunsch und eine mögliche Umstellung gesprochen. Also haben wir es gewagt auf eine Monotherapie umzusteigen. Nur Lamotrigin. Und es ist geglückt. Weiterhin keine Anfälle und keine Zeichen im EEG (wie seit 12 Jahren, bin jetzt 27). Lamotrigin scheint wohl das "verträglichste" zu sein. Nur leider gibt es auch hier noch keine Langzeitstudien. ZUm Keppra kann ich leider nichts sagen.
    Aber ich habe mal eine Frage. Wie geht es euch bei der Verknüpfung Kinderwunshc und Epilepsie? Habt ihr auch dann und wann Angst, wie eine mögliche SS verläuft? Mittlerweile habe ich mit der Krankhei keine Probleme mehr (das hat sehr lange gedauert). Aber jetzt kommt es schon dann und wann hoch. Über einen Austausch mit anderen "Betroffenen" würde ich mich sehr freuen.

    GLG Yvonne

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