Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    KroetiW ist offline newbie
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    Frage Lohnfortzahlung bei 400-Euro-Job?

    Hallo! Ich bin in der 37. Woche, also bereits im Mutterschutz. Habe zuvor im Einzelhandel über 3 Jahre lang auf 400-Euro-Basis gearbeitet. Geplante Auszeit: 1 Jahr
    Irgendwie komme ich mit der Gesetzeslage nicht ganz klar. Ich dachte immer, zumindest in der Zeit von 6 Wochen vorher bis 8 Wochen nachher bekommt frau den Lohn weitergezahlt. Jetzt habe ich aber von der Firma schon die Lohnsteuerpapiere zugesandt bekommen. Da steht was von Beschäftigungszeitraum 1.1.07 bis 30.4.07. Dabei habe ich doch erst Ende Mai Termin zur Entbindung. Das kommt mir irgenwie komisch vor.
    Wer kennt sich da aus? Bekommen Mini-Job-Mütter überhaupt Lohnfortzahlung? Wenn ja - wie lange und von wem? Wo kann ich mich erkundigen, denn bevor ich mit meinem Chef spreche, möchte ich gerne genau Bescheid wissen, damit er mich nicht reinlegen kann. Hat jemand einen Link, wo man am verständlichsten die gesetzlichen Regelungen für die 400-Euro-Mütter nachlesen kann? Vielen Dank!!

  2. #2
    Ingrid3 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Lohnfortzahlung bei 400-Euro-Job?

    von deinem AG bekommst du nichts, da du nicht SV-Pflichtig beschäftigt bist.

    Von der KK bekommst du Mutterschaftsgeld für den Zeitraum vom Mutterschutz (6 W vorher, 8 W nachher)
    ICH WILL SOMMER!!!!


  3. #3
    lana ist offline Veteran
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    Standard Re: Lohnfortzahlung bei 400-Euro-Job?

    Hallo, was Ingrid 3 hier geschrieben hat ist völlig falsch. Ich habe mich wegen einer ähnlichen Situation an die Minijobzentrale gewendet. Die geben immer gerne Auskunft auch per Email.
    Ich kopiere dir die Antwort mal rein:"wir nehmen Bezug auf Ihre oben genannte E-Mail und bedanken uns für Ihre Anfrage.
    Zum Sachverhalt möchten wir Ihnen Folgendes mitteilen:

    Erstattungsansprüche bei Schwangerschaft / Mutterschaft:

    Die Verpflichtung zur Fortzahlung von Arbeitsentgelt nach dem Mutterschutzgesetz gilt sowohl gegenüber den versicherungspflichtig als auch den geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen. Die werdende Mutter ist daher verpflichtet, den Arbeitgeber über den mutmaßlichen
    Entbindungstermin so früh wie möglich in Kenntnis zu setzen. Der Arbeitgeber hat unverzüglich - ohne schuldhaftes Zögern - die Aufsichtsbehörde
    (in der Regel die Gewerbeaufsichtsämter) von der Schwangerschaft der Arbeitnehmerin zu unterrichten. MutterschutzlohnDer Mutterschutzlohn wird für die Zeit von Beschäftigungsverboten nach § 3Abs. 1, §§ 4, 6 Abs. 2, 3 oder § 8 MuschG gezahlt. Es wird zwischen individuellen und generellen Beschäftigungsverboten unterschieden.
    Individuelle Beschäftigungsverbote stellt der behandelnde Arzt fest. Dasärztliche Attest soll genaue Angaben, über die Art und Weise und denUmfang der Gefährdung für Mutter und Kind bei Fortdauer der jetzigen Beschäftigung enthalten.Generelle Beschäftigungsverbote bestehen für Beschäftigte, die schweren und gesundheitsgefährdenden Arbeiten nachgehen und sind nachBekanntgabe der Schwangerschaft sofort wirksam. Die staatlichen Ämter für Arbeitsschutz sind für die Überwachung der Durchführung dieser Beschäftigungsverbote zuständig.Im Allgemeinen ist bei einem gleichbleibenden Wochen- oder Monatsverdienst dieser auch während des Beschäftigungsverbots weiterzu-zahlen.Die Erstattung beträgt 100 Prozent des durch den Arbeitgeber fortgezahlten Entgelts während der Zeit von Beschäftigungsverboten bis zum Beginn der Schutzfrist nach dem Mutterschutzgesetz zuzüglich der darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge.
    Zuschuss zum Mutterschaftsgeld
    Werdende Mütter dürfen in den letzten 6 Wochen vor der Entbindung nicht beschäftigt werden, es sei denn, dass sie sich zur Arbeitsleistung ausdrücklich
    bereit erklären. Die Erklärung kann jederzeit widerrufen werden.
    Ausgleichsverfahren für Arbeitgeber
    Um den Beginn der Schutzfrist zu ermitteln, benötigt der Arbeitgeber das Zeugnis eines Arztes oder Hebamme über den mutmaßlichen Entbindungstag.
    Der Arbeitgeber teilt der werdenden Mutter mit, wann die Schutzfrist beginnt. Findet die Entbindung früher oder später als erwartet statt, verkürzt oder verlängert sich die Schutzfrist entsprechend. Der einmal ermittelte Beginn der Schutzfrist bleibt unverändert, auch dann, wenn sich der Arzt oder die Hebamme über den Zeitpunkt der Entbindung geirrt hat. Wird während der Schwangerschaft ein neues Zeugnis mitabweichendem mutmaßlichen Entbindungstag ausgestellt, ist der Beginn der Schutzfrist jedoch neu zu ermitteln. Die Schutzfrist nach der Entbindung beträgt acht Wochen, bei Früh- oder Mehrlingsgeburten zwölf Wochen. Die Frist beginnt am Tag nach der Entbindung. Es handelt sich um ein absolutes Beschäftigungsverbot; die Frau darf vom Arbeitgeber nicht beschäftigt werden. Für die Zeit der Mutterschutzfristen ist der Arbeitgeber zur Zahlung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld verpflichtet. Der Zuschuss zum Mutter-schaftsgeld entspricht dem Differenzbetrag zwischen dem Mutterschaftsgeldhöchstanspruch
    für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (13,00 EUR je Kalendertag) und dem durchschnittlichen kalendertäglichen Nettoarbeitsentgelt der Arbeitnehmerin. Einmalzahlungen, wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld, bleiben unberücksichtigt.
    Eine Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen kommt daher nur bei Frauen zum Tragen, die regelmäßig ein Nettoarbeitsentgelt von mehr als 390 Euro monatlich erhalten. Bei einer Minijobberin, die monatlich 400 Euro verdient, beträgt der Zuschuss im Regelfall 0,33 Euro je Kalendertag.Die Erstattung beträgt 100 Prozent des Arbeitgeberzuschusses zumMutterschaftsgeld während der Schutzfristen vor und nach der Entbindung. Aufwendungen, die der Arbeitgeber darüber hinaus erbringt, werden nicht erstattet.Frauen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung aufgrund einer versicherungspflichtigen Beschäftigung Mitglied sind oder deren Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft zulässig durch den Arbeitgeber aufgelöst wurde, erhalten Mutterschaftsgeld von der zuständigen Krankenkasse. Mitglieder der knappschaftlichen Krankenversicherung können dies bei der zuständigen Geschäftsstelle der Knappschaft beantragen.Für Frauen, die nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, also in der Regel privat- oder familienversicherte Arbeitnehmerinnen, wird auf Antrag ein Mutterschaftsgeld von höchstens 210,00 Euro für die Zeit der Mutterschutzfristen vom Bundesversicherungsamt gezahlt.
    Ausgleichsverfahren für Arbeitgeber
    Der Antragsvordruck ist beim Bundesversicherungsamt Friedrich-Ebert-Allee 3853113 BonnTelefon 0228 619-1888erhältlich.Eine ausführliche Beratung kann die Arbeitnehmerin bei Ihrer Krankenkasse erhalten. Bei knappschaftlich versicherten Beschäftigten ist die jeweilige Geschäftsstelle der knappschaftlichen Krankenversicherung zuständig.Für Minijobberinnen stellt das Bundesversicherungsamt Informationen zum Anspruch auf Mutterschaftsgeld zur Verfügung.

    Wir hoffen, Ihnen hiermit geholfen zu haben. Falls Sie weitere Erläuterung zum Sachverhalt wünschen, rufen Sie uns an.
    Unsere Mitarbeiter aus dem Service-Center stehen Ihnen unter der Rufnummer 01801 200 504 (zum Ortstarif aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG) gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihre Minijob-Zentrale



    02.04.07 09:55

    An: "Minijobzentrale" <minijob@minijob-zentrale.de>
    Kopie:
    Thema: Schwangerschaft [KBS checked]



    Sehr geehte Damen und Herren, Ich würde mich gerne informieren, welche Leistungen mir als Minijobberin für die Zeit des Mutterschutzes zustehen. Bekomme ich aich Mutterschaftsgeld von meiner Krankenkasse(Barmer) und muß mein Arbeitgeber dann die Differenz dazuzahlen? Auf ihrer Internetseite konnte ich dazu nicht so recht , etwas finden. Mit freundlichem Gruß

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