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  1. #1
    Bibbi_LE ist offline total happy mit Krümel
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    Standard Unterstützung

    Mich würde mal interessieren, ob und wie ihr im Studium von eurer Uni oder Hochschule unterstützt werdet.Gibt es spezielle Kitas für Studierende mit Kind oder Studentenvereinigungen?

    Unserer Uni wurde vom Gleichstellungsbeauftragten bescheinigt, dass sie kinderunfreundlich ist. Die Reaktion darauf, wir gründen mal ein Gremium und versuchen was zu ändern. Naja, wie lange das dauert, kann man sich ja vorstellen.

    Es gibt an unserer Uni 30.000 Studenten davon ca. 2.000 mit Kindern. Dazu kommt noch unsere Hochschule mit ca. 7.000 Studenten und 500 mit Kindern. Für die alle gibt es einen Kindergarten direkt vom Studentenwerk und einen, der mit denen kooperiert. Diese beiden sollen für alles reichen- ist mehr als nur ein Witz. Kitaplätze in unserer Stadt zu bekommen, ist auch eher eine Glückssache.
    Speziell vom Studentenwerk gibt es den so genannten Kinderladen. Da kann man bis zu 12 Stunden in der Woche sein Kind abgeben, maximal 3 mal je 4 Stunden. Es können da aber nur 8 Kinder gleichzeitig betreut werden. Die Warteliste ist ewig lang und man muss ca. 1 Jahr vorher sein Kind dort anmelden. Das ganze ist auch eher eine symbolische Hilfe.

    Daraufhin haben sich einige studentische Eltern zusammengesetzt und überlegt, was sie selber dafür tun können, um ihr Studium mit Kindern zu erleichtern. Sie haben einen Verein mit dem Ziel gegründet, die Situation zu verbessern. In enger Zusammenarbeit mit der Sozialberatung und den Gleichstellungsbeauftragten des Studentenwerks ist ein Raum entstanden, wo man Hilfe zur Selbsthilfe anbietet. Es gibt eine Möglichkeit, wo man untereinander Betreuung anbietet. Das heißt, wenn man mal für sein Kind eine Betreuung sucht, da man ein Seminar oder ähnliches hat, dann kann man dies abgeben und ein anderer betreut es. Im Umkehrschluss kann man dann zu einer anderen Zeit das Kind von einem anderen Studenten betreuen. Das funktioniert gut, natürlich nur so lange, wie sich jemand dafür findet, aber es klappt echt super. Für das Konzept gab es sogar den familienfreundlichkeits Preis der Stadt. Dennoch kommt unsere Uni nicht aus dem Knick.

    Schreibt mal bitte, wie es bei euch so ist. Vielleicht gibt es ja die ein oder andere Idee, die man selber noch nicht hatte.



  2. #2
    justme ist offline Poweruser
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    Standard Re: Unterstützung

    Außer den Kinderbetreuungsplätzen haben hier in vielen Studiengängen die Professoren die Veranstaltungszeiten geändert. Früher war es durchaus üblich, Seminare und Laborpraktika zwischen 18 und 20 Uhr anzubieten - da sind die Räume frei und die Profs sind in der Regel ohenhin noch da. Nur: die Kita an sich hat da oft schon geschlossen. Die Koordination für eine Umstellung, wenn ihr den Vorschlag jetzt macht, klappt bestimmt nicht während des Semesters, möglicher Weise erst zum Beginn des Wintersemesters 2012, da die Belegung der Hörsäle, Labors und Seminarräume komplett umgestellt werden muss, aber es ist eine von vielen kleinen Erleichterungen für studierende Eltern.
    justme

  3. #3
    Avatar von opalinchen
    opalinchen ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Unterstützung

    In der juristischen Fakultät meiner Alma Mater werden "Mutter-Kind Seminare" angeboten:

    Angehende juristinnen (ja, Papas auch, scheinen aber nur Frauen zu kommen) mit Kind erhalten gesondere Seminare, können ihre Kinder dort mitbringen. klappt wohl recht gut, die Nachfrage war entsprechend, um das zu organisieren. Das Seminar wird halt entsprechend angepasst, das Tempo ist etwas langsamer, es gibt auch mal ne kurze Pause wenn die Kinder zu unruhig werden.. dafür fühlt sich keiner der Studenten gestört durch die kinder, denn jeder hat eins dabei

    Außerdem gibt es einen Vermittlungsserice, der "Großeltern" und Studenten zusammen bringt: ältere Mitmenschen können sich bei der Uni registrieren, die vermittelt dann und bringt so Studenten mit Kind mit diesen älteren Menschen zusammen. Soll bei uns nur für 1-2 Std. babysitting gedacht sein und nicht als Dauer-Lösung, um das Semester zu schaffen. Bringt aber, wenn Betreuung A und B ausfallen, immerhin noch eine Lösung C, besonders wenn die eigene Familie weit weg wohnt (wie bei vielen Studenten). Ist für beide Seiten eine win-win-Situation: ältere Menschen ohne Angehörige können sich mit Kindern beschäftigen, die studentischen Eltern haben eine ältere Bezugsperson für ihr Kind wenn die eigenen Eltern zu weit entfernt wohnen und außerdem einen Babysitter.
    Geändert von opalinchen (09.07.2011 um 16:18 Uhr)
    LG Sabrina mit Fröschlein (*11/2008) und Stiernacken (*08/2011)

    Und wenn ich auch wanderte im finsteren Tal der Ahnungslosen...Ich bin für artgerechte Babyhaltung!



    Bilder+Texte sind meine und als solche mein Eigentum. Eventuelle Veröffentlichungen bedürfen meiner Einwilligung!

  4. #4
    Avatar von xmisskittyx
    xmisskittyx ist offline addict
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    512

    Standard Re: Unterstützung

    bei uns an der hochschule gibt es mittlerweile einen raum, kinderbetreuungsraum, in dem von mitstudenten (meist ohne eigene kinder) bis zu 6stunden in der woche die kinder, unter email voranmeldung, bis ca. 20uhr und auch an we betreut werden können.

    jetzt möchte ich demnächst (zum ws) die hochschule wechseln, da ich hoffentlich bald meinen ba in der tasche hab und mich für nen master beworben habe. diese uni ist wohl auch als familienfreundliche uni ausgezeichnet, aber bisher hab ich davon noch nicht viel gesehen.

    ich bin in der hinsicht seeeehr skeptisch, was familienfreundlichkeit an uni`s angeht, da ich mittlerweile mein DRITTES studien kind erwarte!!somit auch schon eine FACHFRAU in dem bereich bin!!!

    achso....ich hab meine drei die ersten wochen eigentlich immer dabei und wenn sie "groß" genug sind, gehts in die krippe.

    wenn ich sie nicht mit in die vorlesungen nehmen kann, versuche ich mir immer jemanden zu organisieren, der ne runde schieben geht oder baby im neben raum bespaßt!!

    vieleicht hab ich ja diesmal glück, die zeit mit einer anderen neu mami zu teilen, eine geht in die veranstaltung und die andere schieben, danach wird wieder gewechselt!!hm...:) mal sehen....

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Unterstützung

    Die Situation an meiner Uni war damals ähnlich. Als wir dort studiert haben (bis vor 6 Jahren) gab es noch nicht mal eine Kita. Das einzige, was es gab war ein Wickelraum mit Spielecke, die Möglichkeit Spielzeug auszuleihen und eine Kleinkindecke in der Mensa.

    Da hier aber viele Studenten sowieso nicht aus der Nähe kommen, haben viele ihre Kitas sowieso nicht hier, sondern am Wohnort. Trotzdem sind die paar Plätze der Uni-Lita natürlich ein Witz - und auch nur sinnvoll für die Studenten, die an einem der vier Uni-Standorte der Stadt studieren.

    Allerdings ist hier die Kita-Situation für Kinder unter 3 einigermaßen vernünftig - schwieriger ist es eher, wenn man z.B. neu in die Stadt zieht und ein Kinder zwischen 3 und 6 hat. Da gibt es kaum Kita-Plätze, weil schon alle besetzt sind und keine neuen geschaffen werden.

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