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Thema: Meine fast 5-jährige Tochter ist gerade tief in der Trotzphase

  1. #1
    EinPapa ist offline Stranger
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    Standard Meine fast 5-jährige Tochter ist gerade tief in der Trotzphase

    Meine Tochter wird im August 5 Jahre alt. Sie ist in der Regel ein liebes, artiges und pfiffiges Mädchen. Allerdings ist sie nun seit 2-3 Monaten richtig tief in der Trotzphase.

    Ein Beispiel ist, dass sie mit Freunden draußen spielt und dann zum Abendessen reinkommen soll. Darüber weiß sie auch Bescheid („Noch ein paar Minuten, dann gibt es Abendessen“). Und wenn es dann an der Zeit ist, rufen wir sie herein. Sie entgegnet dann „nur noch 1 Minütchen. Bitttteeeeee“. Meist lassen wir ihr sogar noch ein paar Minuten und rufen sie dann noch einmal. Aber dann kommt derselbe Spruch. Wenn wir dann nein sagen, dann sagt sie es nur noch energischer. Letztendes ist es dann aber so, dass wir sie holen, besser „einfangen“ müssen. Sie findet es auch noch lustig, dass man quasi mit ihr fangen spielt. Wenn sie dann aber merkt, dass das Ganze kein Spaß ist, wird sie fuchsteufelswild. Sie schlägt um sich und schreit herum. „Lass mich los!“ oder „Ihr seid gemein!“ Glücklicherweise flucht sie nicht. Das dauert dann ca. 5 Minuten. Aber die kleinste Sache, die nicht nach ihrem Willen geht – schon bricht der Vulkan wieder aus.

    Wenn der Rauch verfolgen ist, dann will sie wieder kuscheln. „Papa, kuscheln.“ „Papa, wisch mir bitte meine Tränchen weg.“

    Ein weiterer großer Streitpunkt ist das Thema Schlafen. Egal ob abends oder mittags. Dazu muss ich anmerken, dass wenn sie keinen Mittagsschlaf gemacht hat, sie abends ab ca. 18 Uhr total nörgelig ist, weil sie ja müde ist.
    Nach dem Abendbrot darf sie, wenn sie umgezogen ist und Zähne geputzt hat, noch eine Folge bspw. „Mia and me“ schauen. Manchmal schaut sie auch „Masha und der Bär“. Bei letzterem sind die Folgen ja relativ kurz, so dass sie auch mal zwei Folgen schauen darf. Das hat aber zur Folge, dass sie anschließend fragt, ob sie nicht noch eine weitere Folge schauen darf. Nun geht das Verhandeln los. Wenn sie noch eine „allerallerletzte“ Folge schauen darf, dann geht sie anschließend ohne zu murren ins Bett. Oder sie tauscht die Folge gegen die Guten-Nacht-Geschichte ein, wobei sie diese dann trotzdem einfordert, auch wenn sie noch eine Folge geschaut hatte.

    Wenn der Fernseher endlich aus ist, dann stellt sie jede Menge Forderungen: Dann möchte sie nicht alleine auf die Toilette gehen. Ich soll die Treppe hoch in ihr Zimmer tragen. Nach der Geschichte soll ich sie ins Hochbett heben. Ich soll sie kraulen bis sie eingeschlafen ist. Dann braucht sie noch ganz dringend irgendetwas. Und so weiter. Auf die meisten Forderungen gehe ich nicht mehr ein und erkläre ihr auch warum ich das nicht mache. Spätestens dann geht das Geschrei von neuem los.

    Dazu kommt nun noch ein weiteres Problem. Nebenan schläft ihre kleine Schwester (fast 1 Jahr). Diese wird regelmäßig durch das Geschrei geweckt und fängt auch an zu weinen.

    Wenn meine große Tochter nun endlich im Bett liegt und ich mich mit Guten-Nacht-Kuss verabschiedet habe, gehe ich nun wieder nach unten ins Wohnzimmer. Es dauert dann keine Minute bis sie wieder ruft. Wegen Lappalien. Wenn ich ihr dann sage, dass ich nicht noch einmal hinauf zu ihr komme oder nicht gleich auf ihr rufen reagiere, dann ruft sie lauter nach mir. Wobei ihre kleine Schwester wieder wach wird.

    Ich liebe mein Kind. Nur habe ich manchmal das Gefühl, dass ich ihr nichts recht machen kann. Und ich weiß langsam nicht mehr, was ich noch machen soll/kann. Es nervt! Strafen, wie Fernsehverbot, keine Freunde am nächsten Tag oder dass ich zeitweise ein paar Spielsachen von ihr wegnehme, kann ich doch nicht ständig machen. Sie hat auch schon mal zu mir gesagt „Du bist ein böser Papa.“ Und genau so komme ich mir dann auch vor.

    Was soll ich abends machen? Sie schreien lassen und das Risiko eingehen, dass ihre Schwester wach wird? Oder mehr oder weniger alles durchgehen lassen?

    Was mache ich am nächsten Tag, wenn alle ihre Freunde draußen spielen? Soll ich wirklich das Verbot durchziehen, dass sie nicht mit ihnen spielen darf? Auch wenn es mehrere Tage hintereinander sind?

    Sie ist ja nicht die ganze Zeit über trotzig. Sie kann auch sehr lieb sein. Dann sprechen wir auch über ihre Aktionen. Ich habe auch das Gefühl, dass sie das auch versteht. Sie „verspricht“ es nie wieder zu tun (was ich natürlich auch nicht verlange). Am Abend hat sie das schon wieder vergessen. Und wenn ich sie dann darauf anspreche, dann werde ich ignoriert. Aber im Zorn hört sie eh nicht richtig zu.

    Ein ratloser Papa.

  2. #2
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: Meine fast 5-jährige Tochter ist gerade tief in der Trotzphase

    Zitat Zitat von EinPapa Beitrag anzeigen
    Was soll ich abends machen? Sie schreien lassen und das Risiko eingehen, dass ihre Schwester wach wird? Oder mehr oder weniger alles durchgehen lassen?

    .
    sie graulen, bis sie eingeschlafen ist. Wenn sie so müde ist, geht es ja wirklich nur um ein paar Minuten.

    Strafen sind meistens doof, und solche Sachen wie "keine Freunde am nächsten Tag" besonders.
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    Totes Meer Mai 2016

  3. #3
    Kara^^ ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Meine fast 5-jährige Tochter ist gerade tief in der Trotzphase

    Zitat Zitat von EinPapa Beitrag anzeigen
    Was soll ich abends machen? Sie schreien lassen und das Risiko eingehen, dass ihre Schwester wach wird? Oder mehr oder weniger alles durchgehen lassen?
    Ich würde das Verhandeln sein lassen. Es gibt eine Folge, egal von was, lang oder kurz, fertig. Danach kommt das Gerät weg.
    Sie weiß doch gar nicht woran sie ist. Mal gibst du nach, mal nicht, langatmigen Erklärungen warum das jetzt noch geht und warum das andere nicht, kann sie doch noch gar nicht folgen.
    Lasst den Mittagsschlaf sein, esst um 18 Uhr zu Abend. Danach noch eine Folge schauen, Gutenachtgeschichte und um 19 Uhr ins Bett, Hörspiel an und raus.

    Verbote würde ich sein lassen.
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  4. #4
    EinPapa ist offline Stranger
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    Standard Re: Meine fast 5-jährige Tochter ist gerade tief in der Trotzphase

    Danke für die Antworten. :)

    Seit ein paar Tagen hat sich die Lage etwas entspannt. Die Tipps von KARA_HEAVY versuche ich gerade umzusetzen. Eine Folge und gut. Es gibt zwar immer noch Gemecker, aber das hält sich in Grenzen. Und lange Erklärungen versuche ich zu vermeiden. :)

  5. #5
    Jana_76 ist offline Veteran
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    Standard Re: Meine fast 5-jährige Tochter ist gerade tief in der Trotzphase

    Hi,

    sehe ich auch so. Versetz Dich mal in die Lage Deiner Tochter. Sie sagt "noch einmal" und es funktioniert. Ist doch super. Und dann macht sie genau das Gleiche und es funktioniert nicht. Ist doch klar, dass sie frustriert ist.
    Gebt Ihr eine klare Vorwarnung "noch 5 Minuten spielen, dann gibt es Abendessen" und beim nächsten Mal gleich rausgehen und sie ganz freundlich zum Essen einladen/abholen, suchs Dir aus.
    Legt zum Schlafen gehen gemeinsam das Ritual fest. Und dann bleibt es dabei. Bspw. es gibt 1 Folge und 1 kurze Geschichte danach. Dann wird gekuschelt und dann Licht aus. Wenn sie meckert, sagen "XY wir hatten vereinbart 1 Folge und 1 Geschichte und das machen wir jetzt auch".
    Und wenn sie nochmal nach Dir ruft, dann geh doch hoch. Sie ist 5. Es ist normal, dass sie die Zeit zum Einschlafen verlängern möchte. Geh rein, frag, was sie Dir nochmal erzählen möchte und dann sag Gute Nacht. Und wieder raus. Und das einmal und dann ist gut. Nicht von unten nach oben rufen. Das würde ich auch nicht wollen, es ist schlichtweg nicht respektvoll.
    Überlegt Euch doch, wie ihr das mit Eurer Tochter gemeinsam löst, ihr kennt sie besser, als wir. Lohnt es sich jedes Mal zu ihr reinzugehen, wird sie dann von selbst müde?
    Und im Zweifel muss der Wutanfall dann eben durchgehalten werden. Und wenn die kleine Schwester dann wach wird, dann müsst ihr da leider durch. Gebt aber der Großen bitte nicht die Schuld - 1. bringt es nur noch mehr Frustration und im Zweifel Euer Kleinen 2. das Gefühl, dass die Kleine wichtiger ist, als sie selbst und 3. die Möglichkeit diese "Macht" bewusst zu nutzen.
    Strafen am nächsten Tag bringen gar nichts. Zu abstrakt, zu weit weg. Ist genauso, als wenn Deine Frau zu Dir sagt, wenn Du jetzt nicht den Müll rausbringst, gibts im nächsten Monat keinen Sex. Weißt Du das wirklich noch im nächsten Monat, wenn Du willst und Deine Frau sagt "nö"?
    Seid konsequent und wenns einen Wutanfall gibt, durchhalten, ruhig bleiben und weiter machen.

    Alles Gute



  6. #6
    Avatar von bandora78
    bandora78 ist offline old hand
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    Standard Re: Meine fast 5-jährige Tochter ist gerade tief in der Trotzphase

    Unsere fünf-jährige steckt plötzlich auch wieder mitten drin.

    Heute früh z.B. hat sie sich geweigert, in den Schulbus zu steigen. Ist heulend auf der Strasse liegen geblieben, bis der Bus weitergefahren ist. Was soll ich da machen? Ich kann sie ja nicht in den Bus zwingen, und dann macht sie da Chaos. Ist ja viel zu gefährlich. Leider hat sie dadurch nun ihren Willen bekommen, nämlich, dass Mama sie fährt! Wie soll das bitte ohne Strafen gehen? Der Bus kostet super viel Geld und ist schon bezahlt. Zudem brauch ich diese Zeit morgens dringend, damit ich meine Arbeit geregelt bekomme!



  7. #7
    tamilein ist offline Dabei seit 02/2007.
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    Standard Re: Meine fast 5-jährige Tochter ist gerade tief in der Trotzphase

    Zitat Zitat von bandora78 Beitrag anzeigen
    Unsere fünf-jährige steckt plötzlich auch wieder mitten drin.

    Heute früh z.B. hat sie sich geweigert, in den Schulbus zu steigen. Ist heulend auf der Strasse liegen geblieben, bis der Bus weitergefahren ist. Was soll ich da machen? Ich kann sie ja nicht in den Bus zwingen, und dann macht sie da Chaos. Ist ja viel zu gefährlich. Leider hat sie dadurch nun ihren Willen bekommen, nämlich, dass Mama sie fährt! Wie soll das bitte ohne Strafen gehen? Der Bus kostet super viel Geld und ist schon bezahlt. Zudem brauch ich diese Zeit morgens dringend, damit ich meine Arbeit geregelt bekomme!

    Wie geht's denn mit Strafen (und wie sollen die aussehen?)?
    Harter Tobak finde ich. Letztens fragst Du noch, wie das mit Schulanfängerkindern und deren Anpassung aussieht und jetzt soll sie dann doch von jetzt auf gleich funktionieren?
    Dass Du die Zeit brauchst, ist Dein Thema und nicht ihres. Es ist an Dir, dafür Lösungen zu finden. Letztens gelesen:

    "Es gibt eine Fähigkeit, die Dich wie keine anderen zu einer zufriedenen Mutter macht:
    Die Fähigkeit, Dich blitzschnell von Deinen Vorstellungen und Plänen zu verabschieden und Dich kreativ auf die neue Situation einzustellen."

    Das trifft es so was von auf den Punkt.
    Wunderblume und linebdp gefällt dies.
    Ich bin nicht auf der Welt, um Euch zu gefallen.

  8. #8
    Avatar von bandora78
    bandora78 ist offline old hand
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    Standard Re: Meine fast 5-jährige Tochter ist gerade tief in der Trotzphase

    Zitat Zitat von tamilein Beitrag anzeigen

    Wie geht's denn mit Strafen (und wie sollen die aussehen?)?
    Harter Tobak finde ich. Letztens fragst Du noch, wie das mit Schulanfängerkindern und deren Anpassung aussieht und jetzt soll sie dann doch von jetzt auf gleich funktionieren?
    Dass Du die Zeit brauchst, ist Dein Thema und nicht ihres. Es ist an Dir, dafür Lösungen zu finden. Letztens gelesen:

    "Es gibt eine Fähigkeit, die Dich wie keine anderen zu einer zufriedenen Mutter macht:
    Die Fähigkeit, Dich blitzschnell von Deinen Vorstellungen und Plänen zu verabschieden und Dich kreativ auf die neue Situation einzustellen."

    Das trifft es so was von auf den Punkt.
    Ich bin, ehrlich gesagt, einfach ein bisschen hilflos in dem Punkt. Und ich kann eben nicht immer auf alle Bedürfnisse eingehen. Soll ich etwas meinen Job an den Nagel hängen? Dann ist aber auch das Auto weg, dann muss sie auch mit dem Schulbus fahren....

    Ich versuche ja, soweit möglich, Rücksicht zu nehmen, aber es gibt einfach Dinge, die müssen sein, egal, ob es dem Kind passt, oder nicht.
    Heute morgen habe ich einfach das Gefühlt gehabt: "So, jetzt hat sie ihren Willen bekommen, (denn das hat sich. Ich habe sie ja dann gefahren, wie sie es wollte) jetzt weiß sie, dass es was bringt, sich auf den Boden zu schmeißen und auf Totalverweigerung zu machen"...

    Ich bin ja in der Regel weder für Strafen, noch für spezielle Anreize, aber in gewissen Situation bin ich eben auf Kooperation angewiesen. Was würdest Du denn machen, in so einem Fall? Das ist ja die Frage, die ich hier eigentlich stelle?

    Und das Argument: "Kinder funktionieren eben nicht", kenne ich. Weiß ich auch. Aber manchmal müssen sie eben doch... Und ich finde schon, dass Kinder auch lernen müssen, sich anzupassen und Dinge zu tun, auf die sie keine Lust haben. Wir Erwachsenen müssen das doch auch!



  9. #9
    Avatar von Wunderblume
    Wunderblume ist offline ~niveauflexibel~
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    Standard Re: Meine fast 5-jährige Tochter ist gerade tief in der Trotzphase

    Zitat Zitat von bandora78 Beitrag anzeigen
    Ich bin, ehrlich gesagt, einfach ein bisschen hilflos in dem Punkt. Und ich kann eben nicht immer auf alle Bedürfnisse eingehen. Soll ich etwas meinen Job an den Nagel hängen? Dann ist aber auch das Auto weg, dann muss sie auch mit dem Schulbus fahren....

    Ich versuche ja, soweit möglich, Rücksicht zu nehmen, aber es gibt einfach Dinge, die müssen sein, egal, ob es dem Kind passt, oder nicht.
    Heute morgen habe ich einfach das Gefühlt gehabt: "So, jetzt hat sie ihren Willen bekommen, (denn das hat sich. Ich habe sie ja dann gefahren, wie sie es wollte) jetzt weiß sie, dass es was bringt, sich auf den Boden zu schmeißen und auf Totalverweigerung zu machen"...

    Ich bin ja in der Regel weder für Strafen, noch für spezielle Anreize, aber in gewissen Situation bin ich eben auf Kooperation angewiesen. Was würdest Du denn machen, in so einem Fall? Das ist ja die Frage, die ich hier eigentlich stelle?

    Und das Argument: "Kinder funktionieren eben nicht", kenne ich. Weiß ich auch. Aber manchmal müssen sie eben doch... Und ich finde schon, dass Kinder auch lernen müssen, sich anzupassen und Dinge zu tun, auf die sie keine Lust haben. Wir Erwachsenen müssen das doch auch!

    Sie hat ihren Willen durchgesetzt weil Du ihr das ermöglicht hast.
    Aber nicht so, wie Du denkst.

    auch zu einem Machtkampf gehören immer zwei...

    ICH hätte die Sache in diesem Falle so gedreht, dass ich ihren Willen zu meinem mache. Ohne ihr "nachzugeben".
    Weißt Du was, das trifft sich gut, dass Du heute nicht mit dem Bus fahren willst, ich hab eh gerade gedacht, dass es besser ist, wenn ich dich heute ausnahmsweise mal fahre...


    .. und dann sollte man natürlich herausfinden, warum sie nicht mit dem Bus fahren will und versuchen das Problem - in Ruhe! - grundsätzlich zu klären.
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    Wir sehen alle den gleichen Himmel - aber wir haben nicht alle denselben Horizont!

  10. #10
    tamilein ist offline Dabei seit 02/2007.
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    Standard Re: Meine fast 5-jährige Tochter ist gerade tief in der Trotzphase

    Zitat Zitat von bandora78 Beitrag anzeigen
    Ich bin, ehrlich gesagt, einfach ein bisschen hilflos in dem Punkt. Und ich kann eben nicht immer auf alle Bedürfnisse eingehen. Soll ich etwas meinen Job an den Nagel hängen? Dann ist aber auch das Auto weg, dann muss sie auch mit dem Schulbus fahren....

    Ich versuche ja, soweit möglich, Rücksicht zu nehmen, aber es gibt einfach Dinge, die müssen sein, egal, ob es dem Kind passt, oder nicht.
    Heute morgen habe ich einfach das Gefühlt gehabt: "So, jetzt hat sie ihren Willen bekommen, (denn das hat sich. Ich habe sie ja dann gefahren, wie sie es wollte) jetzt weiß sie, dass es was bringt, sich auf den Boden zu schmeißen und auf Totalverweigerung zu machen"...

    Ich bin ja in der Regel weder für Strafen, noch für spezielle Anreize, aber in gewissen Situation bin ich eben auf Kooperation angewiesen. Was würdest Du denn machen, in so einem Fall? Das ist ja die Frage, die ich hier eigentlich stelle?

    Und das Argument: "Kinder funktionieren eben nicht", kenne ich. Weiß ich auch. Aber manchmal müssen sie eben doch... Und ich finde schon, dass Kinder auch lernen müssen, sich anzupassen und Dinge zu tun, auf die sie keine Lust haben. Wir Erwachsenen müssen das doch auch!

    Ok, ich versuche es trotzdem. Man kann mit Kindern reden. Erst recht, wenn sie schon 5 sind. Nicht in der akuten Situation, da muss man halt das beste draus machen (habt Ihr ja). Es wird einen Grund für ihr Verhalten geben. Vielleicht will sie mehr mit Dir zusammen sein, vielleicht hat sie tatsächlich noch Anpassungsschwierigkeiten. Vielleicht gibt es "doofe Kinder" im Bus. Möglicherweise kann sie es auch nicht konkret benennen, auch da ist es an Dir, herauszufinden, was dahinter steht.
    Und dann kann man versuchen, das eigentliche Problem anzugehen.
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    Ich bin nicht auf der Welt, um Euch zu gefallen.

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