Sollte diese Phase nicht endlich mal vorübergehen? Also dieser sehr kindliche Trotz?

Wir hatten heute Mittag mal wieder eine beschauliche Situation:
Mein Mann, ich und unser Kleiner sind den ganzen Vormittag zu Hause. Mein Mann hat Spätschicht und muss um 13:00 Uhr zur Arbeit. Ich koche und hole unseren Großen um 12:00 Uhr vom Kiga ab. Soweit so gut. Der Große ist immer etwas müde und gestresst nach dem Kiga, aber Mittagsschlaf mag er auch nicht mehr. Wir sitzen also bei Tisch, ich frage den Großen was er essen will. Keine Antwort. Frage ihn dann dreimal ob er etwas Reis haben will, und bekomme erst beim Dritten Mal ein "Ja". (Ich hätte jetzt kein Problem damit, wenn er nichts essen wollte, aber ich erwarte halt einfach eine Antwort auf meine Frage. Ist das schon zu viel verlangt?) Er fasst sich den Reis selber auf seinen Teller. Ich frage ihn, ob er den Reis mit Soße oder lieber ohne Soße möchte und er sagt "Mit Soße". Mein Mann gibt ihm Soße auf den Teller (Topf war sehr heiß, deshalb durfte er es nicht selber machen.) In dem Augenblick explodiert der junge Herr, er wolle keine Soße, er isst das nicht mehr usw. Darauf meinte mein Mann, dann esse er eben nichts mehr, aber was anderes gibt es auch nicht, schließlich habe er eben genau das verlangt. Das Ganze geht ein bisschen so hin und her. Als Sohn versucht mit dem Servierlöffel aus dem Topf zu essen, befördert ihn mein Mann vor die Tür. Draußen brüllt er sich erst richtig in Rage und verlangt unentwegt nach mir. Ich kann/darf/soll ihn in diesem Moment aber nicht trösten, da ich ja sonst meinem Mann in den Rücken falle (laut seiner Meinung), und schließlich er die Situation "übernommen" hat. Mir hat mittlerweile das Herz geblutet, schließlich ist das die einzige Stunde in der wir als Familie zusammen sind. Zudem die Vorstellung wie sich der Große vorkommen muss, wenn er weiß, wir drei haben den Vormittag miteinander verbracht und kaum ist er 15 Min. zu Hause, wird er auch schon wieder vom Essen ausgeschlossen. Andrerseits soll er ja auch lernen, dass seine Entscheidungen auch Folgen haben.
Nach insgesamt ca. 20 Min. hat unser Großer ruhig gesagt, er hätte nicht richtig nachgedacht und würde Reis ohne Soße wollen. Mein Mann leert seinen Teller und füllt ihn mit Reis pur und alle Essen zufrieden weiter.

Sind das nun Situationen aus der Kinder lernen oder war das Theater komplett umsonst und wir hätten uns viel erspart, wenn wir ihm gleich nachgegeben hätten. Ich meine, wahrscheinlich hätten wir ihm auch gleich nachgegeben, wenn er das ganze gleich vernünftig formuliert hätte, aber dieser Wutausbruch von 0 auf 180 wegen etwas das er selber so entschieden hat.
Wie handelt ihr in solchen Situationen? Nachgeben oder "hart" bleiben?

LG
2fachmama