Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    Avatar von Susi2512
    Susi2512 ist offline Stranger
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    Böse Eine besorgte Mutter

    Hallo an alle Muttis und Papis,

    Habe sehr lange überlegt wie ich mein Anliegen und meine Problem schildern soll und wo ich anfange wenn ich euch mal wirklich schreibe. Erster Gedanke von vielen ist wohl: „ Hat die keinen Mann mit dem sie darüber reden kann“ Doch ich habe einen Mann, den Vater meiner beiden Söhne. Er ist auch ein guter Mann und mit Sicherheit ein guter Zuhörer. Ich denke aber, dass er mir im Moment nicht wirklich helfen kann. Mein großer Sohn ist fast 9 Jahre und der kleine fast 3 Jahre, beide sind das beste was mir im Leben passiert ist, sie sind super süß und machen mir viel Freude und eben auch Stress und Sorgen. Ich bin vielleicht auch einfach nur eine besorgte Mutter die sich zu viel Gedanken macht, Aber man kann Mutter sein nicht einfach abstellen. Mein ältester war wegen einer schweren Colitis lange im Krankenhaus und muss immer noch viele schwere Medi nehmen die ihm auch sehr zusetzen. Davor hat er schon immer Medi wegen dem ADS nehmen müssen und da gab es auch oft Problem mit der Verträglichkeit. Die schlimmste Fase ist aber im Moment wegen seiner Colitis. Ich bin schon sehr besorgt und hoffe das meine sorgen mich nicht auffressen. Der kleine ist auch oft krank mit Erkältung usw. was ja auch normal ist in seinem Alter. Im Moment würde ich mich als ein Seelisches Wrack bezeichnen. Wenn ich arbeiten muss hoffe ich, dass es meinen großen nicht wieder schlechter geht und wir wieder ins Krankenhaus müssen. Die Krankenhausaufenthalte, haben mich auch sehr gefordert und die Gespräche mit Ärzten waren nicht weniger anstrengend.
    Wie ich schon sagte, liebe ich meine Kinder sehr, doch nicht selten denke ich das Kinder haben nicht nur Freude und Glück bedeutet sonder auch: Ängste, Sorgen, Wut. Ich habe den Lieben Gott oft gedankt zwei so prächtige Kinder zu haben. Bin ich nun Vielleicht schlecht, wenn ich denke das er mir auch eine schwere Lasst aufgegeben hat. Ich hoffe, dass mich hier keine falsch versteht und wer weiß was denkt.
    Mein Stress und meine sorgen lassen mich die Tage kaum genießen. Nachts schlafe ich schlecht und werde mit dem Gefühl der Lustlosigkeit und der Hoffnung das der Tag schnell vergeht wach. Ich habe schon über einen Besuch beim Therapeuten nachgedacht, aber die brauchen ja meistens selber einen. Ich habe schon darüber nachgedacht wieder mit dem Rauchen anzufangen um meine innere Unruhe los zu werden.
    Wie kommt ihr mit solchen Situationen klar. Habt ihr auch so ein Gefühl der Machtlosigkeit wenn eure Kinder so leiden? Jeder hat ja seine eigenen Strategien mit Problemen und Sorgen fertig zu werde. Bin ich eine schlechte Mutter wenn ich meine Kinder auch als Lasst bezeichne?

  2. #2
    zwillinge04 ist offline Stranger
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    Standard Re: Eine besorgte Mutter

    liebe susi, wie gut ich dich verstehen kann!!! habe mich gerade ratlos an das forum gewendet, weil einer meiner zwillinge monatelang schon so krank ist. du fühlst dich als mama halt für alles verantwortlich und wenn dann eine so schwere zeit kommt, hast du nicht das gefühl, dir einen durchhänger erlauben zu dürfen, weil du ja für deine familie da sein willst. aber glaub mir, ich hab mich die letzten wochen ganz genauso gefühlt, schlechtes gewissen, weil es dem kind nicht besser geht und ich auch keine idee habe, schlechte gewissen, wenn ich wegen der kinder auf der arbeit fehle und schlechtes gewissen, weil ich mich so schlecht fühle. da hilft nur reden und auch mal ein bißchen jammern oder weinen, das muß raus, sonst wirst du auch noch krank. ich wünsche dir ganz viel kraft und mut für die kommende zeit und denk dran: du bist mama und mensch und jeder mensch braucht auch mal ein paar streicheleinheiten wenn es schwierig wird. liebe grüße!!!

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Eine besorgte Mutter

    mensch, du ärmste! ich habe drei kinder, zwei davon sind asthmatiker, und ich kann dich sehr gut verstehen. das geht allen müttern so!!!!
    ich glaube du brauchst in erster linie jemanden zum reden; eine gute freundin vielleicht, mütter aus schule/ kindergarten... und vielleicht auch eine therapeutin, auch das ist nichts, womit du allein wärst oder dich gar schämen müsstest. männer kann man übrigens erfahrungsgemäß abschreiben, die können dich vielleicht verstehen, aber wirklich nachvollziehen können unsere probleme die wenigsten.
    tu doch einfach mal was nur für dich, am besten mit einer freundin, und versuch ein bisschen abzuschalten. und vor allem : REDE DIR KEINE SCHULDGEFÜHLE EIN. du machst als mutter einen wahnsinnsjob und das 7 tage die woche, rund um die uhr, und ohne einen einzigen tag urlaub. und da sollst du nicht mal sagen dürfen, dass du manchmal überfordert bist und die kinder als last empfindest? das soll dir erstmal einer nachmachen, Hut ab!!!
    lg
    sabine

  4. #4
    Avatar von Susi2512
    Susi2512 ist offline Stranger
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    Beitrag Re: Eine besorgte Mutter

    Lieb von euch, das ihr gleich antworten konntet. Ich weiß, dass hier in diesem Forum sehr viele besorgte Eltern sind und jeder von denen seine Sorgen hat und einer mehr der andere weniger gut oder schlecht damit klar kommt. Wenn die Welt und alles in Ordnung ist, dann weiß man gar nicht wie gut es einen wirklich geht man merkt es immer erst dann wenn so was wie Krankheit geschieht. Ich will mir das mal für bessere Zeiten merken.
    Ich hoffe sehr, dass diese Zeiten bald wieder kommen. Das seine Colitis ihm nicht all zu oft Quälet.

    Das mit deinem Zwilling tut mir besonders leid, die beiden müssen im selben Alter wie mein jüngster sein der jetzt 3 Jahre wird. In diesem Alter ist es besonders schwer, da man den Kindern noch nicht so genaue Symptome erfragen kann. Oft wissen sie nicht was ihnen wirklich plagt. Ich habe deinen Artikel im Forum natürlich gelesen und hoffe dass es deinem kleinen bald wieder besser geht.
    Auch Bine möchte ich danken. Du hast es bestimmt auch nicht so leicht. Mein Bruder seinem Sohn hat auch schweres Asthma, ich weiß wie schlimm die Beschwerden sein können.
    Ich weiß ja, dass alle ihre kleinen und großen Probleme haben und versuche das auch so für mich zu sehen. Ich war noch nie ein Mensch der sich wichtig nimmt, im Gegenteil ich war eher so die jenige die sich immer sagte sei zufrieden wie es ist, es kann noch schlimmen kommen. Vielen Vielen Dank
    Gruß Susi

  5. #5
    Avatar von RossbachK
    RossbachK ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Eine besorgte Mutter

    Ich glaube, daß Du eine guten Job machst. Jeder hat mal Durchhänger und - wie gesagt - Männer sind da nicht die richtigen Ansprechpartner. Sich in die Probleme hineingrübeln macht aber auch wenig Sinn-da es Dir zu sehr zusetzt. Mach aus jedem Tag das Beste und schaffe Dir kleine Freiräume- und wenn es nur ist, daß Du mal 10 Min auf dem Klo liest (unter falscher Vorgabe, daß Du ein großes Geschäft erledigst). Teile Verantwortung. Als ich mich mit dem Gedanken anfreunden mußte, daß jeder Bienenstich bei meiner Tochter zum anaphylaktischen Schock führen könnte, war da auch ein schwarzes Loch. Aber nach jeder Nacht kommt ein neuer Tag und der hat garantiert eine Sonnenstrahl für jede von uns dabei. Man muß ihn nur mit dem Herzen finden. Und du hast völlig Recht: Manchmal sind unsre Kinder richtig lästige Bälger. Aber wir brauchen sie und sie brauchen uns.
    Katja mit
    Romy *8.10.2002 und
    Christian *11.8.2004

  6. #6
    ausweglos ist offline addict
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    Standard Re: Eine besorgte Mutter

    Hallo Du,

    wenn Du jeden Morgen niedergedrückt aufwachst und Dich nur von einem Tag zum anderen schleppst, könnten das Anzeichen
    einer depressiven Verstimmung oder zumindest einer Überlastungsreaktion sein.

    Geh am besten mal zu Deinem Hausarzt und rede mit dem über Deine Probleme, manchmal bekommt man dann über die KK eine Haushaltsshilfe für ein paar Wochen verordnet, das kann den Alltag schon mal etwas erleichtern, wenn Du sehr niedergeschlagen bist (fang bloß nicht wieder rauchen an), manchmal hilft etwas Schoki oder manchmal braucht man auch ein AD (zum Teil ist das auch organisch mitbedingt, dann stimmt mit dem Serotoninstoffwechsel etwas nicht),es gibt sehr gute Therapeuten, aber leider braucht man sehr viel Geduld bis man endlich den für sich richtigen gefunden hat
    ich habe endlcih die richtige gefunden, bin momentan sehr depressiv- seit etwa zwei Jahren, seit feststeht, dass unsere Jüngste behindert ist, immer wieder neue Diagnose, neue Sorgen, einfach eine viel zu große Last , dazu immer wieder Probleme auch mit den anderen...)

    Ich wünsch Dir alles Gute,

    ausweglos

  7. #7
    Avatar von Susi2512
    Susi2512 ist offline Stranger
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    Beitrag Re: Eine besorgte Mutter

    Hallo,
    dass mit deinem Sohn ist ja schlimm, hoffe dass ihr für euch alle einen guten und richtigen weg findet. Ich mach mir schon sogen um meine momentane Stimmung. So was kenne ich nicht. Ich konnte Menschen mit Depressionen oder psychischer Belastung nicht verstehen, noch nicht mal ernst genommen habe ich solche Menschen. Doch ich glaube, dass ich wirklich nicht ganz normal bin. Diese Lustlosigkeit am Morgen und Traurigkeit im allgemein und Ängste da werde ich wohl mal ärztlich Hilfe brauchen. Ich würde lieber versuchen es weiter so zu schaffen, weil eigentlich glaube ich, dass man da nur durch eigener Kraft wieder raus kommt. Bin ich denn wirklich so ein Wrack?
    Vielen Dank für eure Antworten.

  8. #8
    ausweglos ist offline addict
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    Standard Re: Eine besorgte Mutter

    Hallo Susi,

    ich glaube, das Problem ist wie so oft die Gesellschaft!!
    Wenn man Zahnschmerzen hat, geht man zum Zahnarzt, hat man Bauchweh zum Internisten...
    (das ist für alle ganz klar), aber wenn es einem psychisch nicht gut geht, dann soll man da alleine durch??? (nur Münchhausen konnte sich am eigenen Schopf aus dem Wasser ziehen, aber wer kann das sonst noch?)

    Bei uns in der Pampa gibt es leider gar keine Psychologen (da muss man schon weit fahren)
    und es herrscht die Meinung: "bei uns gibt es keine gestörten" und genau wegen diese negativen Einstellung trauen sich ja so wenige zu einem Psychotherapeuten, dabei kann der (wenn man einen findet, der einem liegt) genauso helfen wie ein >Zahnarzt bei Zahnschmerzen.... und klar, natürlich muss man selbst auch mitarbeiten (aber man muss es nciht alleine tun, man kann jemanden haben,m der einem hilft, neue Sichtweisen reinbringt, denn ganz ehrlich, jeder versucht auftretende Probleme doch immer nach dem gleichen Muster zu lösen, oder? und einer, der die Probleme ernst nimmt, der zuhört... wer kann sowas nicht brauchen)

    Und darum bist Du ganz bestimmt nicht gleich ein Wrack!!!!

    LG, ausweglos

  9. #9
    schweido ist offline enthusiast
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    Standard Re: Eine besorgte Mutter

    Ich glaube du brauchst gar keine Psychotherapie im eigentlichen Sinn, sondern Entlastung (auch von Haushalt), Zeit für dich und jemanden zu quatschen. Geh doch mal zu deinem Hausarzt, vielleicht kann der dir gleich helften. Bei uns in Bayern gibt es auch einen sozialpsychiatrischen Dienst, da gibt es auch Sozialpädagogen, die Gespräche führen und Hilfen vermitteln. Aber du musst was für dich tun. Was mir hilft, ist regelmäßig Sport. Aber ich kann gut verstehen, dass das im Moment über deine Kräfte geht.

    LG

  10. #10
    Colle_81 ist offline old hand
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    Standard Re: Eine besorgte Mutter

    hallo!

    Mir ging es letztes Jahr auch sehr bescheiden!

    Mein Sohn hat seit dez.o6 in Abständen von 2 - 3 Wochen immer wieder Bronchitis! Zwischendurch hatte er dann mal nen Pseudo Krupp und dauerinhalation mit Kortision.

    Da mein Mann arbeitet und nebenbei noch an seiner Diplomarbeit schreibt, blieb natürlich alles an mir hängen. unsere Große litt auch unter der Situation. Ich habe dadurch meine Arbeit verloren und ich war völlig ausgepowert, gereizt und hatte einfach keinen Bock mehr.

    Ich habe dann auf Anraten unserer Kinderärztin ne Mutter - Kind Kur beantragt und da waren wir im Nov./Dez. letzten Jahres.
    Die 3 Wochen haben mir sowas von gut getan und ich hatte mal endlich wieder zeit um was für mich zu tun. Zumal tat das Seeklima unserem Sohn auch sehr sehr gut.

    Vielleicht wäre das für euch eine Lösung!
    Liebe Grüße

    Nicole

    Eltern werden ist wie, wenn der Blitz einschlägt und alles flimmert und glimmert in der Seele wie Lametta!:liebe:

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