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  1. #1
    Avatar von Faeles
    Faeles ist offline Möchtegernin
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    Standard Heirat verantwortungsvoller als Papa sein?

    Vorerst muss ich erstmal betonen, dass ich auch ohne Hochzeit im Leben gut auskomme.

    Nun näheres zu meiner Frage. Mein Freund (seit 4 Jahren ein Paar) und ich planen eine Familie. Er hat zwar Angst, vorallem wegen dem finanziellen Aspekt, aber er meint wenn bestimmte Rahmenbedingungen stimmen dann gehts los.

    Nun kam auch das Thema Heirat auf und da meint er er habe zuviel Angst dass es mit uns nicht klappt.
    So ganz verstehen tu ich das ehrlich gesagt nicht, da ein Kind mit ihm mich mehr an ihn bindet als ein Trauschein. Trotz allem respektiere ich natürlich wenn er sagt er kanns jetzt noch nicht.

    Geht/ging es euch Männern auch so? Ist eine Frau an sich binden erschreckender als die Verantwortung des Papa-Seins?

  2. #2
    StefanSch ist offline enthusiast
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    Standard Re: Heirat verantwortungsvoller als Papa sein?

    Ich kann Dich zumindest in der Hinsicht beruhigen, dass die Haltung Deines Freundes (ein gemeinsames Kind - ja, aber Heiraten - im Moment nein) nicht so ungewöhnlich ist.
    Ich habe ein Kind und bin nicht verheiratet und ich kenne einige andere Familien, in denen es genauso ist. [In Ostdeutschland wird z.B. über die Hälfte der Kinder außerehelich geboren.]

    Ich kenne natürlich nicht die Beweggründe Deines Freundes, aber vielleicht finden sie sich in der folgenden Aufzählung:

    1) Ein Kind zu haben ist Selbstzweck -- "Ich habe ein Kind, weil ich gerne ein Kind haben möchte." Aber was ist mit Heiraten, warum sollte ich heiraten? Welchen _Zweck_ hat das?

    2) Eine Heirat ist eine Verpflichtung nach außen, die (in heutiger Zeit für den Mann) keine relevanten Vorteile mit sich bringt. Früher "musste" man heiraten, um eine Familie gründen zu können, ja oft sogar, um nur zusammenleben zu können. Heute ist das nicht mehr nötig.
    3) Geblieben sind die Nachteile einer Heirat. Eine Heirat kostet Geld, die Vorbereitungen sind mit Aufwand verbunden und wenn die Ehe letzten Endes doch nicht hält, gilt das für die Scheidung genauso. Dazu kommen noch mögliche Unterhaltsansprüche der Ehefrau.

    Das klingt jetzt ziemlich egoistisch. Aber wenn man mal ehrlich ist, welche nicht-egoistischen Gründe gibt es denn, sich für oder gegen eine Heirat zu entscheiden?
    Außerdem sind das in der Regel unterbewußte Überlegungen, das was man "Bauchgefühl" nennt.

    Auf den Punkt gebracht: Viele Männer bewerten das Thema "Heirat" weniger emotional als Frauen. Wenn sie darin keinen Vorteil sondern nur Verpflichtungen sehen, halten sie erstmal Abstand. Das muss aber noch lange nicht heißen, dass sie die Partnerschaft an sich nicht wollen.

    Ich bin jetzt seit 13 Jahren mit meiner Freundin glücklich nicht-verheiratet und eine Ende ist nicht abzusehen.

  3. #3
    Avatar von El-Rey
    El-Rey ist offline strenger
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    Standard Im Gegenteil...

    Zitat Zitat von Faeles Beitrag anzeigen
    Vorerst muss ich erstmal betonen, dass ich auch ohne Hochzeit im Leben gut auskomme.

    Nun näheres zu meiner Frage. Mein Freund (seit 4 Jahren ein Paar) und ich planen eine Familie. Er hat zwar Angst, vorallem wegen dem finanziellen Aspekt, aber er meint wenn bestimmte Rahmenbedingungen stimmen dann gehts los.

    Nun kam auch das Thema Heirat auf und da meint er er habe zuviel Angst dass es mit uns nicht klappt.
    So ganz verstehen tu ich das ehrlich gesagt nicht, da ein Kind mit ihm mich mehr an ihn bindet als ein Trauschein. Trotz allem respektiere ich natürlich wenn er sagt er kanns jetzt noch nicht.

    Geht/ging es euch Männern auch so? Ist eine Frau an sich binden erschreckender als die Verantwortung des Papa-Seins?
    ...ich sehe das gerade anders herum.
    Ich empfinde gemeinsame Kinder als die ultimative Verantwortung und hätte keine Kinder mit einer Frau zeugen wollen, die mich noch nicht einmal heiraten will.
    I have come here to chew bubblegum and kick ass... and I'm all out of bubblegumgum

    El Rey de Los Chingones

  4. #4
    Avatar von Miez
    Miez ist offline Poweruser
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    Standard Re: Heirat verantwortungsvoller als Papa sein?

    Zitat Zitat von StefanSch Beitrag anzeigen
    1) Ein Kind zu haben ist Selbstzweck -- "Ich habe ein Kind, weil ich gerne ein Kind haben möchte." Aber was ist mit Heiraten, warum sollte ich heiraten? Welchen _Zweck_ hat das?

    einen symbolischen. man zeigt, daß man wirklich zusammengehört. ich käme mir blöd vor, wenn ich nach jahrelanger beziehung meinen man als "das ist mein freund, ja wir leben zusammen, sind aber nicht verheiratet, aber es ist was festes" vorzustellen. "freund", "lebensgefährte" - diese begriffe haben alle sowas vorläufiges, übergangsweises, nicht-wirklich-ernstes. MEINE meinung.


    2) Eine Heirat ist eine Verpflichtung nach außen, die (in heutiger Zeit für den Mann) keine relevanten Vorteile mit sich bringt. Früher "musste" man heiraten, um eine Familie gründen zu können, ja oft sogar, um nur zusammenleben zu können. Heute ist das nicht mehr nötig.

    wenn du unten die kosten für eine hochzeit aufrechnest, kann man hier wenigstenhs die steuerlichen vorteile anbringen (nein, nicht deswegen hab ich geheiratet, aber die hochzeitskosten sind aus dem gleichen grund kein hindernis gewesen)

    3) Geblieben sind die Nachteile einer Heirat. Eine Heirat kostet Geld, die Vorbereitungen sind mit Aufwand verbunden und wenn die Ehe letzten Endes doch nicht hält, gilt das für die Scheidung genauso. Dazu kommen noch mögliche Unterhaltsansprüche der Ehefrau.

    wer sich sowas schon im voraus überlegt, der sollte wirklich nicht heiraten .


    Auf den Punkt gebracht: Viele Männer bewerten das Thema "Heirat" weniger emotional als Frauen.

    meiner nicht.

    Wenn sie darin keinen Vorteil sondern nur Verpflichtungen sehen, halten sie erstmal Abstand.

    meiner nicht.

    Ich bin jetzt seit 13 Jahren mit meiner Freundin glücklich nicht-verheiratet und eine Ende ist nicht abzusehen.

    schön für euch. für mich wär sowas nicht fisch nicht fleisch...
    .

  5. #5
    StefanSch ist offline enthusiast
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    Standard Re: Heirat verantwortungsvoller als Papa sein?

    Zitat Zitat von Miez Beitrag anzeigen
    ich käme mir blöd vor, wenn ich nach jahrelanger beziehung meinen man als "das ist mein freund, ja wir leben zusammen, sind aber nicht verheiratet, aber es ist was festes" vorzustellen.
    ;-) ... und ich käme mir blöd vor, nur zu heiraten, damit die Vorstellung meiner Freundin weniger umständlich ausfällt.

    Zitat Zitat von Miez Beitrag anzeigen
    "freund", "lebensgefährte" - diese begriffe haben alle sowas vorläufiges, übergangsweises, nicht-wirklich-ernstes. MEINE meinung.
    Kann man auch anders sehen: "Ehemann, Ehefrau", das sind Bezeichnungen für Personen, die einen juristisch bindenden Vertrag geschlossen haben.

    Aber: Worte sind Schall und Rauch und eine Ehe-urkunde ein Stück Papier. Entscheidend ist das alles nicht, meine Meinung.

    Zitat Zitat von Miez Beitrag anzeigen
    wenn du unten die kosten für eine hochzeit aufrechnest, kann man hier wenigstenhs die steuerlichen vorteile anbringen (nein, nicht deswegen hab ich geheiratet, aber die hochzeitskosten sind aus dem gleichen grund kein hindernis gewesen)
    Da hast Du recht. Allerdings können die Kosten für eine Hochzeit eine ziemlich hohe Anfangshürde sein und in vielen Fällen (z.B. wenn beide annähernd gleich verdienen) gehen die steuerlichen Vorteile gegen Null.
    Da würde ich fast eher noch gelten lassen, dass das Ausfüllen der Steuererklärung nach der Heirat deutlich leichter wird.

  6. #6
    Avatar von Miez
    Miez ist offline Poweruser
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    Standard Re: Heirat verantwortungsvoller als Papa sein?

    ;-) ... und ich käme mir blöd vor, nur zu heiraten, damit die Vorstellung meiner Freundin weniger umständlich ausfällt.

    die vorstellung ist doch nur ein kleiner teil des" gesamtproblems", daß "freund" für mich immer den geruch des provisorischen, des "ich will mich noch nicht fest binden" hat.


    Kann man auch anders sehen: "Ehemann, Ehefrau", das sind Bezeichnungen für Personen, die einen juristisch bindenden Vertrag geschlossen haben.

    Aber: Worte sind Schall und Rauch und eine Ehe-urkunde ein Stück Papier. Entscheidend ist das alles nicht, meine Meinung.


    wenn das so unwichtig ist, warum bist du dann dagegen?



    Da hast Du recht. Allerdings können die Kosten für eine Hochzeit eine ziemlich hohe Anfangshürde sein

    kommt drauf an, wie aufwändig man das ganze gestalten will. man kann auch sehr sparsam heiraten. dann beschränken sich die kosten auf die standesamtlichen gebühren und auf eine runde kaffe und kuchen für die familie. tausende von euronen allein fürs kleid sind nämlich kein muß, ebensowenig wie hochzeitskutsche oder stadthalle mieten... :D.


    und in vielen Fällen (z.B. wenn beide annähernd gleich verdienen) gehen die steuerlichen Vorteile gegen Null.
    Da würde ich fast eher noch gelten lassen, dass das Ausfüllen der Steuererklärung nach der Heirat deutlich leichter wird.

    ebendrum sollten finanzielle dinge weder ein pro- noch ein kontarargument zur ehe sein .

  7. #7
    marimon ist offline eher Ferkel als Pooh
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    Standard Re: Heirat verantwortungsvoller als Papa sein?

    3) Geblieben sind die Nachteile einer Heirat. Eine Heirat kostet Geld, die Vorbereitungen sind mit Aufwand verbunden und wenn die Ehe letzten Endes doch nicht hält, gilt das für die Scheidung genauso. Dazu kommen noch mögliche Unterhaltsansprüche der Ehefrau.

    Zitat Ende.

    Also das ist ja gerade das Problem: Das Unterhaltsrecht ist ja inzwischen besser geregelt. Aber immer noch stehen unverheiratete Mütter nach einer Trennung schlechter da als verheiratete. Und warum soll eine Frau auf ihre Rechte verzichten?

    Man muss das ganz klar unter sich ausmachen: wer bleibt zuhause, wer kümmert sich um das Kind, verdient dementsprechend weniger. Willst Du schnall wider arbeiten, teilt ihr Euch die Betreuung? Wenn nicht, wie wird Dein Verdienstausfall ausgeglichen? In einer Ehe ist das automatisch geklärt, in einer Nicht-Ehe muss man das regeln. Vaterschaftanerkennung, gemiensames Sorgerecht, ja oder nein, all das muss dann besprochen und festgelegt werden.

    Ich bin übrigens nicht verheiratet, allerdings arbeiten mein Mann (den ich auch ohne TRauschein so anseheund nenne) und ich gemeinsam selbsttändig, verdienen bei exakt das gleiche und teilen uns die Betreuung des Kindes.

  8. #8
    Avatar von IrisS.
    IrisS. ist offline tick tack
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    Standard Re: Heirat verantwortungsvoller als Papa sein?

    Huhu!

    Ja so ähnlich denke ich das auch eher. Vorallem, wenn er Angst hat, dass es "mit uns zusammen nicht klappt."
    Wäre er denn bereit die Vaterschaftsanerkennung zu unterschreiben?

    Gruß
    Iris
    Also hier hast Du aber nicht sehr gründlich geputzt!


    www.k2it.de

  9. #9
    Avatar von Faeles
    Faeles ist offline Möchtegernin
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    Standard Re: Heirat verantwortungsvoller als Papa sein?

    Papa sein will er mit Haut und Haaren wenn dann :liebe: Also vor der Verantwortung scheut er sich nicht, was auch Vaterschaftsanerkennung und Sorgerecht betrifft.

    Aber ich bin auch so sehr glücklich. Das einzige um was es mir wirklich leid tut ist um den Namen des Krümels. Irgendwie ist es ein schönes Symbol wenn unser/e Sohn/Tochter unseren Nachnamen hat.

    Auch wenn es keine (für mich) logische Erklärung gibt, die Liebe hält einen ja zusammen und nicht der Trauschein.

  10. #10
    Avatar von Bea2
    Bea2 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Heirat verantwortungsvoller als Papa sein?

    wenn man nicht verheiratet ist, geht sich trennen viel schneller.
    Grad wieder beobachet, man löst den Haushalt auf und sagt tschüß.
    Geht ruckzuck.
    Probier das mal nach einer gescheiterten Ehe.

    Ehe ist nur was für Leute, die es ernst meinen, für immer und ewig, die bereit sind,
    zurückzustecken, Beziehungsarbeit zu leisten.
    Wer sich ein Hintertürchen offen halten will,
    heiratet nicht.
    Alles andere ist Gerede drumrum.
    _______________________________________
    Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.
    Albert Einstein (1879-1955)

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