Hallo
vor einiger Zeit habe ich das schon mal gefragt. Aber ich möchte noch einmal Meinungen dazu hören:
Eine Hebamme hier in der Stadt plant eine Kooperation mit ihr selbst und einem Bestattungsunternehmen und so weiter, so dass man Menschen, die ihr Kind verlieren, eine Art Komplettpaket anbieten kann. Eine Selbsthilfegruppe ist auch noch halb angeschlossen. Ich finde das eine gute Sache.

Nun ist die Überlegung, eine Art "Besuchsdienst" einzurichten. Das wären Betroffene, die frisch Betroffene besuchen (oder anrufen oder sich anrufen lassen) und mit den Menschen sprechen. Sie beraten, aber vor allem auch einfach da sind. Als jemand, der keine Berührungsängste mehr mit dem Thema hat. Als jemand, der weiß, dass fragen und zuhören mehr wert ist als alle Ratschläge der Welt. Jemand, der aber als jemand mit eigener Geschichte auch Hoffnung vermitteln kann. Ich z.B. habe 2 Folgekinder. Ich erlebe immer wieder in Gesprächen, dass das Leuten Mut macht, wenn sie z.B. eine FG hatten.

Findet ihr einen solchen Besuchsdienst eine gute Idee? Wir würden eine kleine Gruppe von "Besuchern" bilden und immer je nach Zeit und Kraft eine von uns entsenden. Die Frauen würden über diese Koordination über uns informiert.

Was würdet ihr euch dabei wünschen? Wie soll man an die Leute herantreten? In welcher Phase hättet ihr so jemanden brauchen können? (Man könnte sich ja z.B. vorstellen, dass man bereits hilft, die Beerdigung vorzubereiten o.ä.)

Berichtet einfach mal, was euch dazu einfällt. Unsere Ideen sind noch nicht konkret, aber wir wissen schon, dass wir sowas in der Richtung aufziehen möchten.

Danke
Agnes