Kleinkind Ernährung
 
Was kommt nach dem Brei?

Was kommt nach dem Brei?
Thinkstock

1. Zwischenmahlzeit

Obst

Das sagt die Köchin:
"Ich empfehle Obst der Saison: im Winter Äpfel, Birnen und Zitrusfrüchte, im Sommer Melonen, im Herbst Weintrauben. Kinder essen mit den Augen. Deshalb gibt es Obst bei mir in kleinen, ansehnlichen Stückchen."

Das sagt die Ernährungsexpertin:
"Manchen Kindern reicht Obst allein nicht. Dann kann man zusätzlich Müsli oder Joghurt geben (wenn es morgens Brot gab) oder einen Vollkornzwieback, eine Dinkelstange oder Reiswaffel."

Das Mittagessen

Zum Anbraten am besten Kokosfett oder Olivenöl.

Gemüse mit Kartoffeln/Reis/Nudeln/Hirse etc. und Fleisch/Fisch

Das sagt die Köchin:
"Mein Tipp: Kartoffeln mit Butter und Kohlrabigemüse. Aber auch wenn man Nudeln mit Tomatensauce kocht, kann man Gemüse wie Zucchini oder Blumenkohl in der Sauce 'verstecken'. Suppen sind schnell gemacht, und man hat zu Hause auch noch etwas für den nächsten Tag. Was Kinder auch mögen: Risotto mit Gemüse. Oder grüne Pfannkuchen: Einfach Gemüse in die Pfanne geben (Zucchinischeiben, Tiefkühlerbsen o. Ä.), den Teig darübergießen und ganz normal rausbacken. (Wenn Süßes gefragt ist, Gemüse durch Apfelscheiben ersetzen.)

Fleisch verarbeite ich gern zu Hackbällchen oder Frikadellen. Fisch dünste ich als Filets in der Pfanne, gebe Ananasstückchen dazu und würze mit wenig Curry und Salz. Dazu gibt es Reis. Und noch ein Tipp: Verwenden Sie zum heißen Anbraten Kokosfett und für niedrige Temperaturen ein gutes Olivenöl, so gehen die Fettsäuren nicht verloren."

Das sagt die Ernährungsexpertin:
"Gemüse und Obst sind die Lieferanten für Vitamine und Mineralstoffe. Besonders grüne Gemüsesorten (Spinat, Brokkoli, Endiviensalat) enthalten viel Folsäure, die Kinder im Wachstum brauchen. Fisch liefert Jod, am besten, man serviert ihn einmal pro Woche. Grätenfreier Seelachs ist sehr beliebt. Aber warum nicht mal zum Abendessen eine geräucherte Makrele? Für die Blutbildung brauchen kleine Kinder Eisen. Deshalb sollte Fleisch zwei- bis dreimal pro Woche auf den Teller kommen (Wochenanteil: 100 g). Dazu eine Tasse Orangensaftschorle, das erleichert dem Körper die Eisenaufnahme.

Frische Kartoffeln (Pell-, Folienkartoffeln, frischer Kartoffelbrei) sind besser als Fertigprodukte. Für Reis - er sollte ungeschält sein - und Nudeln gilt das Gleiche wie für Brot: lieber Vollkornprodukte nehmen. Wer von Anfang an daran gewöhnt ist, muss sich später nicht umstellen. Meist sind es die Eltern, die sich harttun mit der gesunden Ernährung. Aber es lohnt sich!"

2. Zwischenmahlzeit

Obst

Das sagt die Köchin:
"Alternativ kommen auch Fruchtjoghurt oder Fruchtpudding in Frage. Viele Kinder mögen am Nachmittag etwas Süßes."

Das sagt die Ernährungsexpertin:
"Ab und an ein Stück Kuchen oder ein Rosinenbrötchen ist erlaubt. Bei Kindern dürfen zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr aus zucker- oder fettreichen Süßwaren (einschließlich Haushaltszucker) bestehen. Das entspricht z. B. einer Kugel Eiscreme und zwei Teelöffeln Marmelade."