Flaschenmilch
Was wirklich ins Fläschchen gehört

Säuglingsernährung sollte an Universitäten gelehrt werden. Denn bei dem Riesenangebot an Fläschchenkost blickt kein Mensch mehr durch. ELTERN-Redakteurin Sabine Grüneberg ließ sich von einer Expertin helfen.

© Sandra Seckinger

Fassungslos stehe ich vor dem Drogeriemarkt-Regal und staune über all die Begriffe, die Fläschchenkost kennzeichnen: Pre-Milch oder AR-Nahrung steht da auf den Packungen. Dauermilch, Folgemilch - welchen Unterschied macht das? Milchfrei, glutenfrei, kristallzuckerfrei - worauf muss ich achten? Ich weiß es nicht, obwohl ich Mutter von zwei Kindern bin, Jonas, 6, und Laurin, vier Monate. Deshalb habe ich eine Ernährungsberaterin aus München gebeten, mich zu begleiten.

Dr. Imke Reese, spezialisiert auf Säuglingsnahrung, schmunzelt: "So geht es wahrscheinlich jeder Mutter. Eines gleich vorweg: Dieses Riesenangebot gibt es nicht etwa, weil Babys so viel Auswahl brauchen. Sondern weil die Hersteller möglichst viel Platz im Regal belegen wollen." Beruhigend, ich muss also nicht alles verstehen. Was ich suche, ist eine Milch zum Zufüttern, weil Laurin von Muttermilch allein kaum mehr satt wird und ich ihn nachts alle zwei Stunden anlegen müsste. Jetzt bahne ich mir den Weg mit der Expertin, die mir die Unterschiede erklärt und mir auch nicht verschweigt, welche Produkte ich mir sparen kann.

Flasche geben