Essgewohnheit

Ganz schön wählerisch: kleine Feinschmecker

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Essgewohnheit: Ganz schön wählerisch: kleine Feinschmecker

Der Test im Geschmackslabor...

hier hat der Biochemiker Dr. Mark Lohmann im Geschmackslabor getestet, welchen Einfluss Farbe und Duft von Lebensmitteln auf den Geschmack haben. Im Film sehen Sie die spannenden Ergebnisse.

Eine Naschkatze ...

kommt weder an Zuckerdosen noch Supermarktkassen vorbei, ohne es mit einem "bitte, liebe Mama" wenigstens zu versuchen. Sie unterscheidet zwischen Kinderessen (= Kuchen, Pudding, Weihnachtsplätzchen) und Sachen für Erwachsene (= Gemüse etc.). Leider sieht Mama das anders.

Das steckt dahinter: Muttermilch schmeckt süß, die Vorliebe für Naschereien ist uns also in die Wiege gelegt. Tatsächlich entwickeln sich die Geschmacksrezeptoren für scharf und bitter erst später.

Wie man damit umgeht: Süßigkeiten höchstens einmal am Tag geben, der Naschdrang lässt sich auch mit gesunden Lebensmitteln wie z. B. Lieblingsobst, selbst gemachtem Eis aus Fruchtsaft, Müsli befriedigen. Mit den meisten Naschkatzen kann man verhandeln: Zweimal die Woche kochen wir was Süßes (Milchreis, Pfannkuchen), dafür gibt es sonst kein Theater beim Essen. Darauf achten, dass die Naschkatze ausreichend Eiweiß (Milchprodukte) und Ballaststoffe (Vollkornprodukte, Salat, Gemüse) zu sich nimmt.

Ein Spatz...

pickt zum Frühstück ein paar Krümelchen Honigbrot vom Teller, nascht zur Brotzeit ein Stückchen Apfel und schiebt nach drei Löffeln das Pilzrisotto von sich: "Bin satt."

Das steckt dahinter: Kinder brauchen viel weniger, als Erwachsene glauben. Objektiv gesehen ist der mäkelige Wenig-Esser selten ein Drama, er bekommt schon genug. Emotional ist er eine Katastrophe: Mein Kind mag nicht, was ich gekocht habe. Ich bin eine schlechte Mutter. Und: Der Spatz weiß, dass er Mama durch nörgeliges Herumstochern im Griff hat.

Wie man damit umgeht: Sich nicht erpressen lassen. Die Eltern bestimmen,was zum Essen auf den Tisch kommt, das Kind, was und wie viel es davon essen will. Ein paar Tricks: Gemeinsam den Speiseplan der Woche besprechen, jeder darf sich was wünschen. Zusammen kochen. Probieren ist Pflicht, aber das Kind darf drei besonders ungeliebte Speisen abwählen. Selbst mit Genuss essen und sich auch durch Gemecker nicht aus der Ruhe bringen lassen.

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Kassandra am 24. März 2011, 13:09 Uhr

    Armes Kind. Wahrscheinlich wohnt ihr auch in einem Haus im Wald ohne fliessend Wasser und Strom gibts nur aus dem Gernerator wenn man ihn unbedingt benötigt.


  • von Stefanie K. am 10. Oktober 2010, 16:49 Uhr

    Hab einen "Vielfraß" zu Hause und all die Artikel hier auf Eltern zum Thema essen, treffen bei uns jedenfalls nicht zu. Kind wurde 9 Monate lang nur gestillt und war schon durch Muttermilch wirklich sehr speckig. Wir essen täglich 2 gemeinsame Bio-Mahlzeiten mit Salat Obst Gemüse aber natürlich auch Reis, Kartoffeln oder Nudeln. Fleisch 1x in der Woche, Fisch ebenfalls. Süßes: Nichts zwischendurch, Vollkornmüsli wenn's gar nicht anders geht, TV nur am Wochenende (und dazu keine Chips), Getränke nur Wasser oder ungesüßter Tee. Wir sind sehr schlank, sportlich, nicht rauchend, und ein anderes Kind ist ebenfalls dünn, "normal essend". Vielfraß-Kind bewegt sich viel und ist gut drauf, das Fett "schwabbelt" noch nicht - aber auf allen Kurven ist sie auf der fetten Seite. Ich glaube, seit ich dieses Kind habe, einfach nicht mehr an die Richtigkeit des "gesunden" Gewichts. Denn dieses Kind ist gesund, trotz Speck.


    (2 Kommentare)

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