Essgewohnheit
 
Ganz schön wählerisch: kleine Feinschmecker

Ihr Kind will nur Süßigkeiten essen? Es isst wie ein Spatz? Oder schaufelt zu viel in sich hinein? Hier erfahren Sie, wie Sie auf diese Essgewohnheiten reagieren können.

Ernährungstipps für Kleinkinder
Thinkstock - lesyanovo
Inhalt: 
Eine Naschkatze ...Ein Spatz...Ein Fleisch-Fan...Ein Vielfrass...Ein Purist...Ein Pudding-Vegetarier...

Eine Naschkatze ...

kommt weder an Zuckerdosen noch Supermarktkassen vorbei, ohne es mit einem "bitte, liebe Mama" wenigstens zu versuchen. Sie unterscheidet zwischen Kinderessen (= Kuchen, Pudding, Weihnachtsplätzchen) und Sachen für Erwachsene (= Gemüse etc.). Leider sieht Mama das anders.

Das steckt dahinter: Muttermilch schmeckt süß, die Vorliebe für Naschereien ist uns also in die Wiege gelegt. Tatsächlich entwickeln sich die Geschmacksrezeptoren für scharf und bitter erst später.

Wie man damit umgeht: Süßigkeiten höchstens einmal am Tag geben, der Naschdrang lässt sich auch mit gesunden Lebensmitteln wie z. B. Lieblingsobst, selbst gemachtem Eis aus Fruchtsaft, Müsli befriedigen. Mit den meisten Naschkatzen kann man verhandeln: Zweimal die Woche kochen wir was Süßes (Milchreis, Pfannkuchen), dafür gibt es sonst kein Theater beim Essen. Darauf achten, dass die Naschkatze ausreichend Eiweiß (Milchprodukte) und Ballaststoffe (Vollkornprodukte, Salat, Gemüse) zu sich nimmt.

Ein Spatz...

pickt zum Frühstück ein paar Krümelchen Honigbrot vom Teller, nascht zur Brotzeit ein Stückchen Apfel und schiebt nach drei Löffeln das Pilzrisotto von sich: "Bin satt."

Das steckt dahinter: Kinder brauchen viel weniger, als Erwachsene glauben. Objektiv gesehen ist der mäkelige Wenig-Esser selten ein Drama, er bekommt schon genug. Emotional ist er eine Katastrophe: Mein Kind mag nicht, was ich gekocht habe. Ich bin eine schlechte Mutter. Und: Der Spatz weiß, dass er Mama durch nörgeliges Herumstochern im Griff hat.

Wie man damit umgeht: Sich nicht erpressen lassen. Die Eltern bestimmen,was zum Essen auf den Tisch kommt, das Kind, was und wie viel es davon essen will. Ein paar Tricks: Gemeinsam den Speiseplan der Woche besprechen, jeder darf sich was wünschen. Zusammen kochen. Probieren ist Pflicht, aber das Kind darf drei besonders ungeliebte Speisen abwählen. Selbst mit Genuss essen und sich auch durch Gemecker nicht aus der Ruhe bringen lassen.

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