Familienleben

Gemüse mit Gemecker

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Auswege aus dem Mütterfrust


 © Monika Adamczyk - Fotolia.com

Die Freundinnen meiner Tochter mag ich, wirklich. Und ich freue mich, wenn sie zu uns nach Hause kommen. Ist doch herrlich, wenn die achtjährigen Mädchen im Wohnzimmer Zirkus spielen oder versuchen, die Zwergkaninchen im Garten zu dressieren. Nur einen kritischen Moment gibt es: Wenn die Mädels schon im Auto fragen: "Und was gibt es zu essen?" Denn, egal was ich antworte, ein Kommentar kommt immer: "Iiiih, das mag ich nicht!" Und das ist noch die elegante Version ...

Was gibt es denn heute zu essen?

Leider kann jedes der Mädchen etwas anderes nicht leiden. "Brokkoli - ekelhaft!", meint Carolin. Annika findet Käse auf der Pizza abscheulich. Freya mag keine Tomatensoße, Birte weder Reis noch Kartoffelbrei. Meine Tochter Aileen beendet die Diskussionen schließlich: "Ich will Spaghetti und Salat!" Worauf ich mal vorgeschlagen habe, nur heißes Wasser auf den Tisch zu stellen, weil das niemand abgelehnt hatte. Manchmal rutscht mir leider aber auch die Frage raus: "Worauf habt ihr denn Lust?" Wobei ich eigentlich schon weiß, dass kaum eins der Mädchen "Seelachs-Brokkoli-Auflauf" vorschlagen würde. Wie sollten sie auch darauf kommen? Ist ja schließlich mein Job.
Was mir selbst schmeckt, bietet leider gar keinen Anhaltspunkt. Denn ich bin Vollwert-Fan - und damit kann ich bei den Kindern überhaupt nicht landen. Um die kleinen Monster dennoch irgendwie satt zu kriegen, habe ich schon einiges ausprobiert:

  • Das Buffetmenü: Es gibt lauter Einzelgerichte, aus denen sich die Kids aussuchen können, was ihnen schmeckt – Kartoffeln, Nudeln, Soße, Gemüse. Super erfolgreich, aber extrem aufwändig.
  • Die Stillhalte-Taktik: Man vereinbart mit den Kindern, dass sich am einen Tag die eine etwas aussuchen darf, beim nächsten Mal die andere. Das Problem: Was ist, wenn alle nur Spaghetti wollen? Ich kann keine Spaghetti mehr sehen!
  • Der leichte Zwang: Alle müssen von allem probieren, wenigstens einen kleinen Löffel voll. Einen "Zwergenhapps" nannte man das früher im Kindergarten. Es sollte dazu führen, dass die Kinder allmählich auch Dinge essen, die sie vorher nicht kannten oder mochten. Hirsebrei zum Beispiel. Bei mir zu Hause führte es dazu, dass den Mädchen schlagartig der Appetit verging. Und sie sich eine Stunde später, angeführt von meiner Tochter, über die Keksvorräte hermachten.
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