Frühstück

Fast 50 Prozent Zucker in Flakes & Co.

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Frühstück: Fast 50 Prozent Zucker in Flakes & Co.

Viel Zucker, wenig Ballaststoffe

In den Regalen mit den Süßgkeiten wären viele der getesteten Frühstückcerealien wohl besser untergebracht. Denn im Durchschnitt bringen es die Produkte auf Werte zwischen 25 und 35 Prozent Zucker. Spitzenreiter unter den süßen Frühstücksprodukten: die Honig-Cerealien von Aldi Nord, Aldi Süd, Norma sowie Fit & Activ. 100 Gramm dieser Cerealien enthalten bis zu 48, 9 Gramm Zucker.
Zum Vergleich: Kinder unter zehn Jahren sollten gerade einmal 27 Gramm Zucker pro Tag zu sich nehmen. Mit 50 Gramm der oben genannten Cerealien hätten sie diesen von Ernährungswissenschaftlern empfohlenen Wert schon fast erreicht. Und das erst am frühen Morgen!

Kein Produkt ist als tägliches Frühstück für Kinder zu empfehlen

Außerdem bemängeln die Tester, dass die Produkte zu wenig Ballaststoffe und zu viele überflüssige Zusätze enthalten. Leider ist dies auch bei Bio-Produkten der Fall. Mehr zum Test erfahren Sie hier: Stiftung Warentest
Trauriges Fazit der Stiftung Warentest: "Kein Produkt ist als tägliches Frühstück für Kinder zu empfehlen."
Und jetzt? Kinder sind ja leider wählerisch - und sollte man als Eltern nicht froh sein, dass sie morgens überhaupt etwas essen? Nein, meinen wir. Und machen Ihnen deswegen hier ein paar Vorschläge für leckere und gesunde Müslis!

Wie wär's mit Müsli?

Zugegeben, Kinder sind nicht immer sofort für Müsli zu begeistern. Aber wenn Sie folgende fünf Tipps beachten, dann wird der Appetit auch bei Ihrem Kind steigen:

  • 1. Geschmack und Konsistenz der Trockenfrüchte sind nicht recht nach Kindergeschmack. Besonders Rosinen schneiden schlecht ab. Deshalb: lieber frisches Obst der Saison ins Müsli schnippeln.
  • 2. Getreidekörner oder kernige Flocken sind nicht nur Kaufaulen oft zu hart und zu trocken. Weicher: Hafer-, Amaranth- oder Schmelzfl ocken. Sie nehmen Flüssigkeit auch leichter auf.
  • 3. Bei Nüssen haben Kinder ihre Vorlieben. Deshalb verschiedene Sorten erst mal pur probieren lassen, bevor sie ins Müsli kommen. Gleiches gilt auch für Zutaten wie Leinsamen, Sonnenblumen-, Kürbiskerne.
  • 4. Manche Kinder mögen weder Milch noch Joghurt. Leckere Alternative: das Müsli mit pürierten Früchten oder Smoothies zubereiten.
  • 5. Flocken bieten kein Knuspererlebnis. Das lässt sich mit einem Löffel Pops, Crisps oder ungesüßter Haferfleks, die man ins Müsli mischt, leicht ändern.

Unsere Einsteigermüslis

Zutaten jeweils für eine Portion, die auch Kinder schaffen. Wer mehr mag, verdoppelt die Zutaten einfach.

Für Schokofans
30 g zarte Haferflocken mit 20 g Amaranth- Honig-Pops (gibt's im Bioladen, Reformhaus oder in der Bio-Ecke vom Supermarkt), 2 EL fein geraspelter Zartbitter-Schokolade (60 % Kakao), 50 ml Milch und 2 EL Ahornsirup vermischen, mit ca. 80 g frischen Früchten (z. B. Erdbeer- oder Nektarinenstückchen, Bananenscheibchen oder Orangenfilets) anrichten.
TIPP: Statt Amaranth-Honig-Pops kann man auch Quinoa- oder Reis-Pops nehmen!

Für Essfaule
2 EL zarte Haferflocken (ca. 20 g) mit 4 EL Vanille-Joghurt (oder auch Vanille-Sojajoghurt), 80 g aufgetauten TK-Waldbeeren, 2 EL Ahornsirup und 100 ml frisch gepresstem Orangensaft fein pürieren. In einen großen Becher umfüllen und mit einem dicken Strohhalm und einem Löffel servieren.
TIPP: Besonders leicht ist der Müsli-Drink mit fettreduziertem Joghurt.

Für Augenmenschen
2 EL zarte Haferflocken (ca. 20 g) mit 1 geschälten und grob gewürfelten Banane (ca. 100 g) und 3 EL Sahne-Joghurt im elektrischen Zerhacker oder im Mixer fein pürieren, in eine kleine Schüssel füllen. 50 g frische oder aufgetaute TK-Erdbeeren in einem hohen Rührbecher mit dem Pürierstab fein zermusen, je nach Süße der Früchte noch mit 1 EL Birnendicksaft vermischen. Erdbeerpüree in einen kleinen Gefrierbeutel geben, eine Ecke abschneiden, Beutel oben zudrehen und so mit dem Fruchtpüree ein "Lachgesicht" mit Augen, Nase und Mund auf das Müsli malen. Zum Schluss noch 2 EL Amaranth-Honig-Pops als "Haare" oben draufstreuen.

Für Bircher-Müsli-Liebhaber
50 g pürierte 6-Korn-Flocken mit 1 EL Tsampa (aus Tibetgerste, im Bioladen oder Reformhaus) und 100ml Milch oder Wasser vermischen, abgedeckt im Kühlschrank über Nacht einweichen lassen. Zum Anrichten 1 kleinen Apfel (ca. 100 g) waschen, vierteln, Kernhaus entfernen, Fruchtfleisch auf der Gemüsereibe grob raspeln. 4 ungeschwefelte Trockenpflaumen (ca. 40 g, ohne Stein) fein würfeln. Apfelraspel und Trockenpflaumenstückchen mit 50 ml Milch, 1 EL Ahornsirup und 2 EL gerösteten Mandelblättchen zum eingeweichten Müsli geben, alles gut vermischen.

Für Milchhasser
50 g pürierte 6-Korn-Flocken in eine Schüssel geben, mit 1 EL Tsampa, 2-3 EL hellbraun gerösteten Mandelblättchen, 2-3 EL Ahornsirup oder Birnendicksaft, 80 ml frisch gepresstem Orangensaft und den Fruchtfilets von 1 Orange vermischen. 50 g frische Erdbeeren oder aufgetaute TK-Erdbeeren mit dem Pürierstab fein zermusen, Fruchtpüree dekorativ auf dem Müsli verteilen.
TIPP: Statt Mandeln schmecken auch geröstete Haselnuss- oder Cashewnuss- Stückchen!

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Marion am 2. November 2008, 22:21 Uhr

    Der Warentest überrascht mich nicht. Wer selber schon mal Frosties oder Smacks im Vergleich zu z.B. puren Cornflakes oder Haferflocken probiert hat, sollte Bescheid wissen. Zudem: Was erwarten wir von HONIG-Cerealien??? Steckt doch schon im Name...
    Dass die Zutaten in absteigender Reihenfolge aufgelistet sind, sollte sich zwischenzeitlich rumgesprochen haben. Zudem gibt es immer öfter Nährwertangaben auf den Packungen.
    Da fällt mir nur ein: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.


    (1 Kommentar)

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