Grillen

Endlich wieder draußen essen!

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Wo darf man grillen?


Sommerzeit ist Grillzeit: Die Sonne strahlt, im Garten oder auf dem Balkon wetteifern die Blumen mit ihrer ganzen Pracht - am liebsten würde man jetzt den ganzen Tag im Freien verbringen. Was erscheint da logischer, als gleich das Kochen nach draußen zu verlagern. Aber jeden Abend den Grill anschmeißen, geht das überhaupt?

Regeln für Mieter
Eine unumstößliche Regel gibt es hier leider nicht. Mieter sollten zunächst einen Blick in die Hausregeln oder den Mietvertrag werfen. Findet man dort keine Vorgaben, kann man sich an Gerichtsurteilen und den Auskünften von Mietervereinen orientieren. So gibt es beispielsweise ein Urteil des Amtsgerichts Köln, das besagt: Wenn sich Mitmieter gestört fühlen, darf nur einmal im Monat gegrillt werden. Es gibt aber auch Gerichte, die die Rechte von Hobby-Griller noch viel enger ausgelegt haben.

Regeln für Eigentümer
Aber auch Haus- beziehungsweise Garteneigentümer dürfen auf ihrem eigenen Grund nicht täglich die Steaks auf den Rost legen - schon um die Nerven der Nachbarn nicht zu sehr zu reizen. Das Bayerische Oberste Landesgericht hat in einem Fall von 1999 entschieden, dass der Grill im größtmöglichen Abstand zum Nachbarn aufgestellt werden muss. Und nur fünf Mal im Jahr gegrillt werden darf.

Regeln für öffentlichen Plätze
Dann also doch lieber in den Park oder an den See? Einfach ein ruhiges, grünes Fleckchen aussuchen, Grillkohle auspacken und loslegen - das geht in den meisten Städten und Gemeinden nicht so einfach. Auf vielen Grünflächen ist das Grillen sogar verboten. Damit diejenigen, die keinen Gartenzugang und keinen Balkon haben, aber dennoch auf ihre Kosten kommen, gibt es ausgewiesene Grillflächen. Nachfragen ist auch hier besser: Auf manchen Plätzen müssen die Grillgäste sich vorher anmelden oder sogar eine kleine Gebühr bezahlen. Die so genannte "Lagerfeuererlaubnis" kann bis zu 30 Euro kosten. Und beim "Schwarzgrillen" fallen dann deftige Bußen von bis zu 100 Euro an. Wer also zum Beispiel in einem öffentlichen Park grillen will, sollte sich bei den städtischen Garten- oder Umweltämtern oder den entsprechenden Bezirksstellen informieren. Auf den offiziellen Internetseiten vieler Städte findet man die richtigen Ansprechpartner. Auch bei der Wahl des Grills sollte man sich an die jeweiligen Bestimmungen halten. Lagerfeuer sind zum Beispiel in München nicht erlaubt.

Was kommt auf den Grill?

Klar: Bratwürstchen, Koteletts, Fisch, Maiskolben - auf den Grill kann jeder das legen, was ihm schmeckt. Wer jedoch auch einmal etwas Neues ausprobieren möchte, findet in unsere Bildershow ein paar tolle Rezeptvorschläge für die nächste Grillparty. Klicken Sie einfach auf das erste Bild!

Leckere Rezepte für die Grillparty







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Sicherheit beim Grillen

Um Unfälle beim Grillen zu vermeiden, sollte man diese Hinweise beachten:

  • Den Grill an einer geschützten Stelle auf ebener Fläche aufstellen. Auf ausreichend Abstand zu den Gebäuden und Pflanzen achten.

  • Kinder laufen durch den Garten, daher auf Standfestigkeit des Grills achten und eine Sicherheitsabsperrung, zum Beispiel Stühle, aufstellen.

  • Holzkohleanzünder nach Gebrauchsanleitung verwenden.

  • Feuer niemals mit Spiritus oder Benzin entzünden. Gerade bei schon aufgeheizten Kohlen können meterhohe Stichflammen entstehen.

  • Ein Blasebalg unterstützt den schnellen Glutaufbau, dabei auf Funkenflug achten!

  • Kinder und Haustiere sollten vom Grill sowie dem heißen Grillzubehör fernbleiben - Achtung: Edelstahlspieße sind noch lange, nachdem sie vom Grill genommen wurden, sehr heiß!

  • Den Grill nie unbeaufsichtigt brennen lassen.

  • Nach dem Grillen die Kohlen ausbrennen lassen. Bei plötzlichen Ablöschen mit Wasser entsteht heißer Wasserdampf in großen Mengen, der Verbrühungen verursachen kann. Ein Liter Wasser ergibt 1.700 Liter Wasserdampf!

Das richtige Brennmaterial für den Grill

Holzkohle oder Holzkohlebriketts - welches Brennmaterial ist besser? Holzkohle ist billiger und glüht schneller durch. Etwas mehr Geduld braucht man bei den Briketts, dafür glühen sie aber länger und strahlen die Hitze gleichmäßig aus. Wer also das Grillvergnügen richtig genießen will, ist mit den Briketts besser aufgehoben. Finger weg von harzreichem Holz, Tannenzapfen oder Papier! Denn wenn diese verbrennen, entstehen giftige Gase.

Gesundheitsrisiko Grillen?

Grillen erhöht das Krebsrisiko - nur Panikmache? Grillen ist eigentlich eine sehr gesunde Methode, um etwa Fleisch zu garen. Denn man verwendet wenig Fett. Andererseits enthalten gerade die Klassiker wie Würstchen oder Bauchspeck sehr viel eigenes Fett. Deshalb am besten zu mageren Fleischstücken greifen. Absolut untauglich fürs Grillen und sogar krankmachend ist Pökelfleisch - also Kasseler, Schinkenspeck, Fleischwurst und auch die beliebten Wiener Würstchen. Wenn dieses Fleisch auf 100 Grad erhitzt wird, entstehen Nitrosamine. Und die gelten als krebserregend.

Gefährlich wird es auch, wenn Fett oder Saft aus dem Grillfleisch in die Glut tropfen. Denn dann entsteht ein bläulicher Rauch, der krebserregende Stoffe - zum Beispiel Benzpyren - enthält. Gelangt dieser Rauch dann auf das Fleisch, nehmen wir die gefährlichen Stoffe mit dem Essen auf und erhöhen dadurch das Erkrankungsrisiko. Deswegen das Fleisch auf Alufolie oder in Aluminiumschalen legen, damit der Rauch abgehalten wird.

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