Dieser Artikel ist nicht mehr verfügbar.

Verbraucher

Die Lebensmittel-Ampel soll kommen

Weiterleiten Drucken
Verbraucher: Die Lebensmittel-Ampel soll kommen

Seehofer nun doch für Ampel

Nach anfänglicher Skepsis hat sich Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) nun doch für eine farbliche Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln ausgesprochen. Einen entsprechenden Leitfaden, demzufolge die Farben rot, gelb und grün für hohe, mittlere und niedrige Ernährungswerte stehen sollen, legte Seehofer am Freitag in Berlin vor. "Das vereinfacht die Lebensmittelauswahl für eine ausgewogene Ernährung", sagte Seehofer. Der Minister hatte sich bislang gegen die "Ampel" ausgesprochen, die es in Großbritannien bereits gibt.
Informationen über Fett, Zucker und Salz
Die Farben rot, gelb und grün sollen dem Verbraucher künftig anzeigen, ob er gerade ein Produkt mit viel Fett und Zucker in der Hand hält oder ein Produkt, das zu seiner gesunden Ernährung beitragen wird. Beurteilt werden sollen Zuckergehalt, Fettanteil, gesättigte Fettsäuren und Salzgehalt. Grün stünde für gute Werte, rot für schlechte. Hat ein Produkt zum Beispiel mehr als zehn Prozent Fett pro 100 Gramm, dann bekäme es einen roten Punkt. Zur Orientierung: Ein Erwachsener sollte nicht mehr als 30 Gramm Fett pro Tag zu sich nehmen. Zusätzlich soll das Etikett über den Brennwert des Produktes informieren.
Nur auf freiwilliger Basis
In Großbritannien, wo es dieses Ampelsystem auf freiwilliger Basis schon länger gibt, lassen sich offenbar viele Verbraucher von dem Angebot leiten. In Deutschland soll die Kennzeichnung ebenfalls nicht verpflichtend sein, die Lebensmittelhersteller dürfen selber entscheiden, ob sie die Verbraucher besser informieren oder nicht.

Die Banane bekommt einen roten Punkt

Mit seinem "Ja" zur Ampel vollzieht Seehofer eine Kehrtwende. In der Vergangenheit hatte der Verbraucherminister die Farbkennzeichnung als "Verdummung" bezeichnet, sie teile Lebensmittel streng in gut und schlecht ein. Ein Beispiel: Eine Banane würde nach dem Ampelsystem für die Kategorie Zuckergehalt einen roten Punkt erhalten - obwohl sie natürlich zu den gesunden Lebensmitteln gehört. Gleiches gilt aber für eine zuckerhaltige Limonade - sie bekommt einen roten Punkt für den Zuckergehalt und - wie die Banane - drei grüne Punkte für Fett, gesättigte Fettsäuren und Salz. Ob die Verbraucher künftig Bananen und Cola auf eine Stufe stellen?

Mehrheit der Verbraucher will Farbkennzeichnung

Befürworter der Ampel hatten bisher um Umfragen aus Großbritannien verwiesen, in denen sich die Mehrheit der Verbraucher für die Kennzeichnung mit den drei Punkten ausgesprochen hat. Eine Umfrage des Agrarministeriums hat nun ergeben, dass auch die deutschen Verbraucher eine farbliche Unterlegung wünschen.


Und was meinen Sie?

Sagen Sie uns Ihre Meinung: Die Antworten:
Finden Sie die Ampel-Kennzeichnung für Lebensmittel gut?
Autor

Eva Schwartmann/ddp


Eltern.de User, die sich für Schwangerschaft, Geburt, Babys und alle weiteren Familien-Themen interessieren, treffen sich in der Eltern.de Community.

Ab sofort finden Sie Eltern.de auch mobil unter: mobil.eltern.de

Weiterleiten Drucken

 
 
Kommentare zu diesem Artikel
> Kommentar schreiben
  • von juliane am 17. September 2011, 12:09 Uhr

    Ja, die Ampel soll kommen -weil wir alle zu viel und zu fett und falsches Essen!...die liebe Reklame und das Hrin wird ausgeschaltet....die fetten Sachen sind wie eine Droge...mehr und mehr!


    (1 Kommentar)

    Kommentar schreiben

    Name
    E-Mail

    Kommentar (max. 1000 Zeichen)

    Bild hochladen (optional)


    * Bitte geben Sie eine gültige E-Mail Adresse ein. Diese wird später nicht auf unserer Seite zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink. Einfach anklicken und schon ist ihr Beitrag online.

    > alle Tools



    Community



    ELTERN Aboprämie
    und tolle Pämie sichern!
    ELTERN family Aboprämie
    und tolle Prämie sichern!
     

    ELTERN Heft & Abo
    Jetzt online ins aktuelle ELTERN-Heft reinblättern.
    Abo, Probeabo, Geschenkabo oder Empfehlung: immer mit Prämie!