Mein Sohn Laurin ist dreizehn Monate alt und verweigert neuerdings sein Gläschen. Er schlägt mir den Löffel aus der Hand, schüttelt energisch den Kopf und sagt entschlossen: Neinnein! Dann deutet er begehrlich auf meinen Teller; davon will er haben! Vor mir liegt eine Fertigpizza, und natürlich ist mir klar, dass gesunde Ernährung für ein Kleinkind anders aussieht. Bloß wie?
Ich brauche Rat - und zwar ganz praktischen.
Den bekomme ich von Traudi
Wölk, Köchin in der städtischen Kinderkrippe
Keilberthstraße, die nach dem
Ernährungskonzept "OptimiX" des Forschungsinstituts
für Kinderernährung arbeitet.
Traudi Wölk kocht täglich für 48
Kinder im Alter zwischen sieben Monaten
und drei Jahren und weiß daher, was Kinder
gern essen. Sie sagt mir, was morgens,
mittags, abends und zwischendurch auf
den Tisch oder direkt in die Hand soll.
Alles, was ernährungswissenschaftlich
wichtig ist, erfahre ich von Dr. Imke Reese,
Ernährungsberaterin aus München. Sie
hat mir bereits bei Fragen zur Fläschchennahrung und zur Gläschenkost beigestanden.
Wie gesunde Mahlzeiten für einjährige
Kinder, die dem Brei entwachsen sind, aussehen?
Hier die Vorschläge der Expertinnen:
Das Frühstück
Naturjoghurt (3,5 % Fett) mit Flocken, Rosinen, frischem Obst
oder
1 Scheibe Brot mit Butter und Käse, Wurst, Marmelade oder Honig und eine Tasse Milch
Das sagt die Köchin:
"Kinder sollen fünfmal
am Tag frisches Obst oder Gemüse bekommen,
also fange ich gleich morgens
mit Müsli und Obst an. Für die ganz Kleinen
ist es gut, die Flocken vorher einzuweichen,
dann rutschen sie besser. Unser
Basis-Müsli mischen wir aus Hafer- oder
Hirseflocken, Sonnenblumenkernen und
Leinsamen. Dazu geben wir Rosinen, getrocknete
Aprikosen, Feigen und Datteln
oder frisches Obst."
Das sagt die Ernährungsexpertin:
"Beide Frühstücksideen überzeugen mich. Wichtig
ist, dass Eltern von Kleinkindern hochwertige
Lebensmittel kaufen, weil die Kleinen
noch nicht so viel essen und sich die
wichtigen Nährstoffe nicht über eine
große Menge Nahrung holen können. Also:
frische und naturbelassene Lebensmittel
möglichst aus dem Bioladen besorgen.
Das Brot sollte aus dem vollen Korn gemahlen
sein, damit es genügend Nähr-
stoffe enthält. Dinkelbrot schmeckt Kindern
nach meiner Erfahrung besonders
gut. Grobkörniges Vollkornbrot mögen die
meisten Kleinkinder nicht. Dass Vollkornbrot
immer dunkel ist, stimmt nicht. Es
kann auch aussehen wie Mischbrot. Fragen
Sie den Bäcker.
Als Belag fürs Brot eignen sich: Schnittkäse (30–45 % Fett), Frischkäse, gekochter Schinken, Putenbrustaufschnitt. Salami enthält zu viele versteckte Fette. Gelbwurst und Wiener sollten aus dem Bioladen stammen, dann sind keine Bindemittel drin und der Fleischanteil ist höher. Zum Müsli: Es darf auch eine Fertigmischung sein, nur sollte sie keinen Zucker enthalten (auch als "Saccharose", "Fructose", "Glukose" oder "Maltodextrin" deklariert). Wenn doch, Finger weg oder das Ganze mit Basis-Müsli mischen. Noch gesünder wird ein Müsli, wenn es mit Weizenkeimen (Drogeriemarkt) angereichert ist, denn die liefern wichtige Folsäure."






Mein Kind (14 Monate) reagiert auf Kuhmilch mit Bauchschmerzen. Sojamilch zum Trinken und Milchbreie mit Babyfolgemilch(von Bebivitta verträgt sie ganz gut) verweigert sie komplett. Wie soll ich den Calziummangel ausgleichen? Lieblingsessen von ihr sind momentan: Nudeln, Fleisch, Würstchen ohne Haut, Schinken, ab und zu mal Brot, Heidelbeeren und Himbeeren. Bei Fisch ist sie skeptisch, krieg grad einen Hapen rein. Könnt ihr mir Tipps geben, wie ich das Essen meiner Kleinen abwechslungsreicher mache?
Unsere Tochter ist jetzt 10 Monate. Sie bekommt mittags und abends ihren Brei. Die Zwischenmahlzeiten stille ich noch. Aber es reicht nicht mehr. Was kann man so zu den Zwischenmahlzeiten geben?
also ich finde den artikel auch sehr gut. meine kleine ist jetzt 13 monate alt und isst auch fast alles schon mit. mit gewürzen und schweineprodukten halte ich mich noch stark zurück.
Mein Enkel bekommt mit 13 Mon. bereits Mohnschnecken zum Frühstück, mittags im Restaurant Kartoffelsalat mit Essig/Öl, abends Spaghetti bolognese (alles für Erwachsene gewürzt). Ist das ok ?
Frage ist, warum überhaupt Brei??? Es geht doch auch ohne und direkt mit Fingerfood. Hier wurde nie Brei akzeptiert, nur Apfelmus, aber auch nur selber essen. Ohne Brei geht es auch und ist auch noch viel einfacher und die Mama ernährt sich auch gesund! :-) Mehr dazu z.B. unter 'Baby-led weaning'.
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