Sonnenschutz

Lichtblicke für die Kinder-Haut

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Welches Sonnenschutzmittel ist das Richtige für mein Kind?

Sonnenschutzmittel reduzieren den in die Haut eindringenden Teil der UV-Strahlung. So kann man auch über die Eigenschutzzeit hinaus in der Sonne bleiben, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Dabei gibt der Schutzfaktor der Sonnencreme (LSF = Lichtschutzfaktor oder SPF = Sun Protection Factor) an, um welchen Faktor der Eigenschutz der Haut maximal verlängert wird.
Als grobe Faustformel gilt: Eigenschutzzeit x LSF = geschützte Zeit ohne Sonnenbrand. Wer demnach ohne Sonnenschutz nach zehn Minuten eine Hautrötung bekommt, bekommt sie mit einem LSF 10 nach 100 Minuten. Darüber hinaus empfehlen Dermatologen, davon nochmals ein Drittel abzuziehen.

Bevor Sie ein neues Sonnenschutzmittel ausprobieren, vergewissern Sie sich, dass Ihr Kind dieses auch verträgt. Deshalb testen Sie die Creme zuvor an einem kleinen Hautareal auf ihre Veträglichkeit. Sollte sich die Haut röten oder kleine Pickelchen auftreten, greifen Sie besser zu einem anderen Sonnenschutz-Mittel.

Was die verschiedenen Sonnencremes angeht, scheiden sich die Geister: Viele Experten empfehlen wegen der besseren Hautverträglichkeit die mineralischen Sonnencremes - allerdings gibt es auch die Meinung, dass diese gegenüber den Sonnenschutzmitteln mit chemischen Filtern nicht so wirksam sind. Hier erfahren Sie, was der Unterschied zwischen den mineralischen bzw. physikalischen und den organischen bzw. chemischen Sonnencremes ist:

Die mineralischen Produkte enthalten nur unbedenkliche Wirkstoffe und naturreine Öle, die von Kleinkindern wesentlich besser vertagen werden. Die meisten bestehen aus zwei Verbindungen: Zinkoxid wehrt die UVA-Strahlen ab und Titanoxid die UVB-Strahlen. Der Film, den diese beiden Stoffe auf der Hautoberfläche hinterlassen, spiegelt das Licht und lässt es von der Haut abprallen. Das ist auch das große Plus der mineralischen Sonnencremes: Die Stoffe dringen nicht in die Haut ein sondern wirken von außen. Deshalb wird vor allem bei Kindern mit Hautproblemen und Neurodermitis zur Verwendung von mineralischen Sonnenschutzmitteln geraten.

Bei organischen Sonnenschutzmitteln wird die Strahlung durch chemische Substanzen wie Oxybenzonen und Benzophenonen absorbiert und in der Haut in ungefährliche Wärmestrahlung umgewandelt. Fast alle haben eine Kombination aus einem UVA- und einem UVB-Filter, manche besitzen auch einen Breitbandfilter. Bei chemischen Sonnenschutzmitteln sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sie mindestens 30 Minuten, bevor das Kind an die Sonne geht, aufgetragen werden. Denn so lange brauchen die Filter, um in die Haut einzudringen. Die synthetischen Sonnencremes gelten als sehr wirksam gegen Sonnenbrand, allerdings sind sie durch Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe oft allergieauslösend. Als besonders negativ bewerten Dermatologen, dass die Filter zum Teil hormonaktiv sind.

Von "Sunblockern" spricht man bei Sonnenschutzmitteln ab einem Lichtschutzfaktor 40: Diese sind vor allem für Nasen, Schultern und Füße, also die so genannten "Sonnenterassen" geeignet. Der Begriff steht allerdings in der Kritik: Denn bei diesen Sonnencremes ist lediglich der Lichtschutzfaktor höher, einen unbegrenzten Schutz gewährleisten auch "Sunblocker" nicht.

Lassen Sie auf jeden Fall die Finger von Sonnen-Öl: Der Lichtschutzfaktor dieser Produkte ist quasi bei null, durch das schimmernde Öl wird die Sonne außerdem reflektiert und strahlt dadurch nochmals stärker.

Wir zeigen Ihnen hier eine Auswahl von Produkten, die verträglich sind und die Haut Ihres Kindes schützen:

Der richtige Sonnenschutz








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