EHEC

Wie gefährdet sind Schwangere und Kleinkinder?

Weiterleiten Drucken

Was sind die Symptome einer EHEC-Infektion?


Eine Infektion mit den EHEC-Erregern äußert sich durch Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, wässriger Durchfall oder Übelkeit. Im weiteren Krankheitsverlauf können Fieber, blutiger Durchfall und heftige Krämpfe hinzukommen.

Achtung: Die Infektion mit dem EHEC-Erreger kann auch ohne Symptome verlaufen und dadurch unbemerkt bleiben. Deshalb sollte man sich auf jeden Fall an die Vorsichts- und Hygienemaßnahmen halten, um eine weitere Verbreitung des EHEC-Keims zu verhindern.

Wie wird der EHEC-Erreger übertragen?

Die EHEC-Bakterien kommen im Darm vieler Wiederkäuer wie Rinder, Schafe oder Ziegen vor. Wenn Menschen mit dem Kot dieser Tiere in Kontakt kommen, können sie sich leicht infizieren. Dies geschieht entweder durch direkten Kontakt mit den Tieren oder indirekt durch den Verzehr verunreinigter Lebensmittel. Denn durch Düngung mit Jauche können die EHEC-Erreger auf Gemüse und Obst gelangen.

Daneben ist das EHEC-Bakterium auch von Mensch zu Mensch über die so genannte Schmierinfektion übertragbar, also durch den Kontakt mit infizierten Menschen oder Tieren, aber auch durch den Kontakt mit Gegenständen, auf denen sich die Krankheitserreger befinden. Besonders Kinder im Kleinkind- und Grundschulalter stecken sich häufig auf diese Weise an.

Wie haben sich die jetzt Erkrankten mit EHEC infiziert?

Gemüse stand schon früh im Verdacht, Träger des EHEC-Erregers zu sein. Auf Aerztezeitung.de etwa werden Befragungen von EHEC-infizierten Patienten zitiert, die den Verdacht bestätigen: Alle Erkrankten gaben an, vermehrt Rohkost wie Salat, Gurken und Tomaten gegessen zu haben. Der Verzehr dieser Speisen gilt deshalb momentan als besonders riskant. Das Hamburger Hygiene Institut hat mittlerweile Salatgurken aus Spanien als Träger des EHEC-Erregers identifiziert. Allerdings ist nach wie vor unklar, wie die Erreger sich auf den Gurken ansiedeln konnte. Und es ist nicht auszuschließen, dass auch andere Lebensmittel als Infektionsträger in Frage kommen.

Gab es früher keine EHEC-Fälle?

Erkrankungen durch einen EHEC-Erreger (Enterohämorrhagische Escherichia Coli) sind keine neue Erscheinung. Spätestens seit den 80er Jahren gibt es in Deutschland immer wieder Infektionswellen, die durch das EHEC-Bakterium hervorgerufen werden. Experten weisen jedoch darauf hin, dass es sich dieses Mal um eine veränderte EHEC-Variante zu handeln scheint. Und die erweist sich leider gegen alle bislang eingesetzten Medikamente als resistent.

Wie wird eine EHEC-Infektion behandelt?

Der EHEC-Erreger setzt Toxine im Körper des Menschen frei, die die roten Blutkörperchen zerstören und das Nierengewebe schädigen können. Eine Behandlung der Infektion mit einem Antibiotikum, das normalerweise Bakterien abtötet, ist nicht möglich. Denn die Einnahme von Antibiotika führt bei EHEC-Bakterien zu einer stärkeren Freisetzung von Toxinen, was das Krankheitsbild sogar verschlimmern würde. Aus diesem Grund können momentan nur die Beschwerden behandelt, nicht aber der bakterielle Auslöser der EHEC-Infektion bekämpft werden.

Bislang gibt es übrigens keine Schutzimpfung gegen den EHEC-Erreger, der einzige Schutz sind verstärkte Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen.

Warum ist eine Infektion mit EHEC so gefährlich?

Zum Glück sind bislang nur wenige Menschen an einer Infektion mit dem EHEC-Erreger gestorben. Doch im schlimmsten Fall kann eine EHEC-Infektion zu Nierenversagen, Anämie und einer Zerstörung der roten Blutkörperchen führen. Diese Symptome können ein Anzeichen dafür sein, dass sich die EHEC-Infektion zum so genannten hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) entwickelt hat, das man nur schwer behandeln kann.

Bei schweren Verläufen der Krankheit, wenn die roten Blutkörperchen bereits zerstört sind und die Nieren versagen, hilft nur noch eine Blutwäsche im Krankenhaus: Bei der so genannten Plasmapherese wird das Blut der Patienten mit Hilfe einer Dialysemaschine vom toxinbelasteten Blutplasma befreit und wieder mit gesundem Spenderplasma oder Plasmaersatzmittel angereichert. Meist sind die Nieren der Patienten nur vorübergehend angegriffen und funktionieren nach einigen Blutwäschen wieder selbstständig. In einigen Fällen hat das EHEC-Bakterium die Nieren der Patienten jedoch dauerhaft geschädigt.

Bei wem besteht ein erhöhtes Risiko einer EHEC-Infektion?

Während bei den vergangenen EHEC-Infektionswellen vor allem Kinder erkrankten, sind dieses Mal überwiegend Erwachsene betroffen. Besonders häufig infizierten sich bislang Frauen mit dem EHEC-Bakterium.

Mittlerweile hat sich laut Spiegel online der EHEC-Erreger inzwischen zwar fast auf ganz Deutschland ausgebreitet. Aber die Dichte der Infektionsfälle ist im Norden der Republik um Hamburg herum nach wie vor am höchsten.

Wie schützt man sich vor dem EHEC-Erreger?

Wie kann man sich und seine Familie vor EHEC schützen? Welche Lebensmittel sollte man im Moment meiden? Und worauf sollten Schwangere jetzt besonders achten? Alle Antworten zu möglichen Schutzmaßnahmen gegen EHEC finden Sie auf der folgenden Seite
Weiterleiten Drucken

Eltern.de User, die sich für Schwangerschaft, Geburt, Babys und alle weiteren Familien-Themen interessieren, treffen sich im Eltern.de Forum.

Fruchtbarkeitskalender, mobile Website und ganz neu die Eltern.de-App: Eltern.de für unterwegs.



 
Kommentar schreiben »
Name
E-Mail

Kommentar (max. 1000 Zeichen)

Bild hochladen (optional)


* Bitte geben Sie eine gültige E-Mail Adresse ein. Diese wird später nicht auf unserer Seite zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink. Einfach anklicken und schon ist ihr Beitrag online.