Asthma

Wenn das Luftholen schwer fällt

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Was ist Asthma?


Bronchialasthma gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Professor Dr. Thomas Nicolai, Haunersche Kinderklinik München erklärt, wie Eltern ihrem Kind das Leben mit Asthma erleichtern können.

Wann sprechen Sie von Asthma?
Wenn ein Kind wiederholt eine asthmatische Bronchitis hat, also wenn die Ausatmung durch entsprechende Veränderungen an den Bronchien behindert ist. Hat es das nur einmal, ist es kein Asthma. Asthma wäre es nur, wenn diese überempfindliche Reaktion der Bronchien nach einer Behandlung zwar abklingt, aber immer wiederkehrt. Doch auch dann muss man noch genau hinsehen und Husten von Asthma unterscheiden: Kinder haben häufig Infekte an den Atemwegen, die mit Husten einhergehen - bis zu zehnmal pro Jahr ist das nichts Besonderes. Selbst heftiger Husten bei Erkältungen oder Keuchhusten ist kein Asthma.

Wie helfen Sie einem Kind, das einen Asthma-Anfall hat?
Bei einem schweren Asthma-Anfall mit akuter Atemnot geben wir bronchialerweiternde Mittel und auch für eine kurze Zeit Kortison - als Zäpfchen, Tabletten oder Saft. Die modernen inhalierbaren Kortison-Präparate sind als anfallsvorbeugende Mittel beim chronischen Asthma auch über längere Zeit gut verträglich. Außerdem: Wird Kortison inhaliert, hat es praktisch keine Nebenwirkungen, da es vom Körper so gut wie nicht aufgenommen wird. Wichtig ist, dass ein schwerer Asthma-Anfall sofort behandelt wird, sich Eltern und Kinder im Umgang mit der Krankheit auskennen.

Sollen Asthma-Kinder geimpft werden?
Unbedingt! Gerade Infektionen wie Keuchhusten oder eine echte Grippe können bei Patienten, die ohnehin Medikamente gegen Atemnot brauchen, zu einer massiven Verschlechterung ihres Zustandes führen. Auch wenn es sich um ein allergisches Asthma handelt, sollte geimpft werden - Impfungen sind für Allergiker in der Regel unproblematisch.

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