Kinder und Bauchschmerzen

Bauchweh: Steckt eine Infektion dahinter?

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Kinder und Bauchschmerzen: Bauchweh: Steckt eine Infektion dahinter?
 © Renata Osinska - Fotolia.com

Wie können sich Kinder einen Magenkeim wie den Helicobacter pylori holen?
Die Übertragung erfolgt oft von der Mutter zu ihrem Kind - und das meist schon sehr früh. Und zwar über Magensaftanteile im mütterlichen Speichel, die z.B. über einen abgeleckten Schnuller oder Löffel an das Kind weitergegeben werden. Je früher Kinder sich mit Helicobacter pylori infizieren, desto eher bekommen sie Beschwerden. Häufig auftretende Bauchschmerzen sind daher in vielen Fällen auf eine Infektion mit diesem Magenkeim zurückzuführen. Das Bakterium verursacht Reizungen der Magenschleimhaut. Nur selten kommt es zu massiven Erkrankungen wie einer chronischen Magenschleimhautentzündung oder zu Darmgeschwüren. Es gibt aber auch viele Menschen, die mit Helicobacter pylori infiziert sind, jedoch ein Leben lang beschwerdefrei bleiben.

Gibt es noch andere Ansteckungswege?
Andere Infektionswege spielen kaum eine Rolle. Auch eine Übertragung durch Haustiere ist sehr unwahrscheinlich. Wir raten dazu, das Schnuller-Ablecken bzw. das gemeinsame Essen mit demselben Besteck zu unterlassen. Das würde übrigens auch die Übertragung von Kariesbakterien verhindern.

Gibt es beim Helicobacter-Bauchschmerz besondere Charakteristika?
Diesen Bauchschmerz finden wir selten im Kindergarten- oder Vorschulalter. Er betrifft in erster Linie Schulkinder. Deshalb werden die Beschwerden häufig auch als Schul-Bauchweh eingeordnet. Typisch für eine Helicobacter-Infektion ist ein inneres Brennen zwischen Rippen und Bauchnabel, das sich bei leerem Magen verschlimmert. Kann man das Kind dazu überreden, etwas zu essen oder wenigstens ein Glas Milch zu trinken, lassen die Schmerzen nach. In einigen Fällen sind Wachstumsverzögerungen oder Eisenmangel mit einer Helicobacter-Erkrankung verbunden.

Wie erkennen Sie, dass es sich um Bauchschmerzen aufgrund dieser Infektion handelt?
Bei Bauchschmerzen muss man als Kinder- und Jugendarzt immer viele mögliche Ursachen ausschließen, wie etwa Verdauungsstörungen, virale Magen-Darm-Infekte, eventuell eine Blinddarmentzündung, aber auch Sorgen und Ängste des Kindes . Hinweise auf eine Helicobacter-Infektion bekommen wir durch Atem-Tests oder Stuhlproben. Der Nachweis einer Infektion ist aber nur über eine Gastroskopie möglich.

Ist eine Magenspiegelung nicht eine Tortur für ein Kind?
Nein. Pädiatrische Gastroenterologen, also Magen-Experten für Kinder, geben sanfte Beruhigungsmittel, sodass ein Kind nichts von dieser Prozedur mitbekommt.

Es heißt, dass man diesen Magenkeim nie wieder ganz los wird. Stimmt das? Ist eine Antibiotika-Therapie nur dazu da, die Keimzahl zu reduzieren? br> Ziel der sogenannten Tripel-Therapien ist die vollständige Vernichtung der Keime. Eine Verminderung der Keimzahl hilft nichts, da sich die Keime nach Absetzen der Therapie wieder vermehren würden.

Weitere Informationen zu Bauchschmerzen bei Kindern

finden Sie hier.

Autor

Doro Kammerer


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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Steffi am 14. August 2011, 21:08 Uhr

    Hallo,vielleicht hilfts Euch ja etwas weiter.Mein Sohn hatte nie Bauchschmerzen.Er klagt erst öfter drüber,nicht regelmäßig,seit er vor kurzem das Pfeiffersches Drüsenfieber hatte.Wir waren auch beim Ultraschall und der Arzt sagte uns,die Lymphknoten sind noch vergrößert und es wäre normal,wenn er noch länger über Bauchschmerzen klagen würde.Liebe GRüße,Steffi!


  • von Claudimei am 30. Juni 2011, 08:56 Uhr

    hallo,
    Ich hatte auch mal mit den Helicobakter Pylori Bakterien zutun. Rausgefunden wurde das über einen Bluttest, den mir meine Apothekerin empfohlen hat. Ich wollte eigentlich ein Medikament gegen Bauchschmerzen kaufen und habe dann den Test selbst zuhause gemacht. Heli-c-check hieß der und man testet damit einen Blutstropfen aus der FIngerspitze. Dauert nur fünf Minuten. Gegen die Bakterien wurde Ich dann mit einem 3Fach Antibiotikum behandelt und das wars dann auch. Wenn mans schnell merkt ist das halb so schlimm.


  • von yvonne@yvonnchen17 am 2. Oktober 2009, 22:36 Uhr

    Hallo mein Sohn acht hat auch seit acht wochen immer wieder starke bauchschmerzen war Mittwoch zum Arzt und heute morgen soll ich ins Krankenhaus . Er klagt auch über schmerzen beim Wasserlassen. Trinkt wenig Essen normal. Es kann doch nicht alle vier Wochen magen .darm sein
    lg yvonne


  • von Julia N. am 25. Februar 2009, 22:07 Uhr

    hallo meine Tochter (4) hat auch seit wochen Bauch weh auch nicht immer(unregelmäßig). blut und stuhltest war alles in Ordnung das einzige ihr Lymphknoten im Bauch war leicht vergrößert. bei uns ist es genau so wie bei dem kommentar von Frau Bianca Debes. Vielleicht kann mir jemand weiter helfen, ich bin ziemlich ratlos.

    Mit freundlichen Grüßen
    Julia N.


  • von Stephanie Oldenburg am 23. November 2008, 21:33 Uhr

    Mein Bericht ist leider durcheinandergewürfelt worden. Das erste kommt vor meinen freundlichen Grüssen un der drítte Teil fehlt. Versuche auch diesen noch zu aktivieren.
    LG Stephanie Oldenburg


(8 Kommentare)

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