Stoffwechsel

Was ist Diabetes?

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In Deutschland und weltweit erkranken immer mehr Menschen an Diabetes. Experten gehen von einer Verdopplung innerhalb der nächsten 20 Jahre aus.

Schon die Heilkundigen im alten Ägypten kannten die Zuckerkrankheit. In der altindischen Sanskritmedizin wird der übermäßige Harndrang und der süße Geschmack des Urins beschrieben. Das sind typische Symptome der Krankheit. Der Diabetes Mellitus hat daher seinen Namen - honigsüßer Durchfluss.

Was ist eigentlich Diabetes mellitus?

Der Diabetes mellitus Typ 1 ist eine ernste Stoffwechselkrankheit, die in jedem Lebensalter auftreten kann. Sie tritt dennoch gehäuft im Kinder- und Jugendalter auf. In Deutschland leben etwa 15.000 - 20.000 Mädchen und Jungen unter 15 Jahren mit dieser Krankheit. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt langsam aber stetig zu, derzeit um ca. 3-4 Prozent jährlich.

Ist man am Diabetes Typ 1 erkrankt, wird körpereigenes Gewebe, nämlich die insulinbildenden Zellen, von Antikörpern angegriffen und zerstört. Man spricht von einem Autoimmunprozess.
Insulin ist ein Hormon, das den Zucker im Blut in die Körperzellen schleust. Fehlt es, bleibt der Zucker ungenutzt im Blut und den Körperzellen fehlt der nötige Energienachschub.

Als Folge des Insulinmangels steigt der Blutzucker und folgende Symptome treten auf: ein erheblicher Gewichtsverlust innerhalb kurzer Zeit, anhaltend großer Durst und häufiges Wasserlassen. Zudem fühlt man sich krank und abgeschlagen.
Unbehandelt führt der Insulinmangel zum diabetischen Koma, einem lebensbedrohlichen Zustand.

Anders ist es beim Diabetes Typ 2: Hier produziert der Körper noch Insulin, allerdings ist die Wirkung nicht mehr ausreichend.
Der Diabetes Typ 2 wird auch als Volkskrankheit bezeichnet, da in Deutschland zwischen 6 und 8 Millionen Menschen betroffen sind. Eine genetische Veranlagung in Kombination mit Übergewicht und Bewegungsmangel führt auch zunehmend bei jungen Menschen zum Ausbruch der Erkrankung.

Ursachen: Noch nicht alles erforscht

Medizin-Genetiker wissen, bestimmte Faktoren im Erbgut das persönliche Diabetes-Risiko bestimmen
Allerdings weiß man auch, dass diese erbliche Veranlagung nicht alleine ausreicht, um zu erkranken.
Vielmehr geht man davon aus, dass äußere Faktoren den Autoimmunprozess einleiten. Zu diesen Faktoren werden Umwelteinflüsse wie Gifte, Virusinfektionen oder auch die Ernährung gezählt. Untersuchungen haben gezeigt, dass länger gestillte Kinder seltener, aber trotzdem an Diabetes erkranken. Eine aktive Prävention ist derzeit nicht möglich.

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  • von Marion am 1. Februar 2008, 13:15 Uhr

    Hallo! Meine Große Tochter bekam mit 5 Jahren Diabetes Typ 1. Sie war vorher immer gesund. Jetzt ist sie 11 Jahre alt und hat es endlich akzeptiert. Wieso und warum habe ich mich immer wieder gefragt, da sie es ohne den Diabetes schon schwer hat. Kontakt mit Gleichgesinnnten wäre nicht schlecht. Alle 2 Jahre geht sie in Reha. Gruß Marion


    (1 Kommentar)

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