1. Durchfall beim Baby: die Ursachen
Durchfall ist ein Symptom, keine Krankheit. Meist stecken
Viren oder Bakterien dahinter, die sich im Darm ausbreiten. Die
Folgen sind ähnlich wie bei einem Schnupfen: Die entzündete
Schleimhaut schwillt an, rötet sich, sondert Wasser und Schleim
ab. Im Unterschied zum Schnupfen ist die entzündete Fläche im
Darm jedoch viel größer, der Körper verliert wesentlich mehr
Wasser und auch große Mengen an lebenswichtigen Mineralstoffen
wie Natrium, Kalium und Chlor.
Durchfall kann aber auch andere Ursachen haben. Manche
Medikamente, wie Antibiotika beispielsweise, führen zu Durchfall.
Stillbabys bekommen häufig dünnen Stuhl, wenn ihre Mutter
raucht. Durchfall kann außerdem eine Begleiterscheinung von
Atemwegserkrankungen oder Mittelohrentzündungen sein oder
auftreten, wenn die Zähnchen durchbrechen. Auch wenn das
Kind große Mengen Fruchtsaft trinkt, wird der Stuhl flüssig, weil
Zucker im Darm Wasser bindet.
2. Durchfall beim Baby: die häufigsten Erreger
80 Prozent aller Durchfälle bei Kindern unter zwei Jahren werden durch Rota-Viren ausgelöst. Charakteristisch sind wässrige Stühle, die Kinder verlieren rasch sehr viel Flüssigkeit. Ist der Stuhl eher schleimig oder gar blutig, stecken meist Bakterien wie Salmonellen, Campylobakter oder bestimme E-Coli-Bakterien dahinter.
3. Durchfall beim Baby: wann zum Arzt gehen?
Faustregel: Je jünger das Kind, desto schneller muss es zum Arzt. Das heißt nicht, dass man sich sofort auf den Weg machen muss, wenn etwas flüssiger Stuhl in der Windel ist. Es kommt auch auf den Allgemeinzustand des Kindes an: Wenn es lebhaft ist und kein Fieber hat, kann man einen Tag abwarten. "Aber wenn das Kind sein Verhalten ändert, sollte man lieber gleich kommen", rät Dr. Susanne Linder, Kinderärztin in Grafrath bei München. "Beispielsweise wenn es nicht trinkt, nicht isst, wenn es zum Durchfall erbricht, Fieber hat und benommen wirkt."
4. Durchfall beim Baby: Wann kann es gefährlich werden?
Wenn das Kind zu viel Flüssigkeit verliert, kann es austrocknen. Dr. Susanne Linder empfiehlt deshalb, das Kind gleich nach dem ersten Durchfall zu wiegen: "Der Arzt hat dann ein Ausgangsgewicht und kann abschätzen, wie viel Flüssigkeit das Baby verloren hat und wie er es behandeln muss." Ein Gewichtsverlust bis fünf Prozent ist meist ungefährlich, trotzdem sollte man das Kind zum Arzt bringen. Mehr als zehn Prozent heißt Alarmstufe rot: Das Kind gehört sofort in die nächste Klinik!
Zeichen für starken Flüssigkeitsverlust sind:
- Das Kind weint fast ohne Tränen, sein Mund ist trocken.
- Wenn man an seinem Bauch mit zwei Fingern die Haut hochzieht und loslässt, bleibt eine Hautfalte stehen.
- Bei Babys sinkt die Fontanelle ein.
- Das Kind wird schläfrig und reagiert nicht mehr richtig auf Ansprache.
- Es hat hohes Fieber.



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Hier ein wirkliches Allheilmittel: Stillen. So einfach..so natürlich. Natürlich soll bei Bedenken ein Arzt zu Rate gezogen werden, aber besser als durch Stillen kann kaum ein Flüssigkeitshaushalt wiederhergestellt werden (Elektrolyte-Pulver fand mein Sohn widerlich!)und 1000 andere Vorteile bietet ein Stillen deutlich länger als 6 Monate bis über 2 Jahre und mehr. Vertraut doch endlich Euch und vor allem Euren Kindern und: informiert Euch richtig!
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