Sicherheit für Kinder

Giftiges im Garten

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Vorsorge ist besser als Heilen

Giftige Pflanzen








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Wichtig ist vor allem: Das Kind gut im Auge behalten und genau beobachten, ob es etwas in den Mund nimmt.
In unserer Bilderstrecke erfahren Sie, welche Pflanzen besonders giftig sind und welche Auswirkungen ein mögliches Verschlucken haben kann.

Ruhe bewahren

Befürchten Sie, dass Ihr Kind eine giftige Pflanze oder Beere gegessen hat, gilt zunächst einmal: Ruhig bleiben. Nur jede 70. Pflanzenvergiftung endet mit einer schweren Vergiftung. Todesfälle durch Pflanzenvergiftungen sind glücklicherweise sehr selten.

Schnelle Hilfe bei einer befürchteten Pflanzenvergiftung

  • Zuerst sollten die Pflanzenteile schleunigst ausgespuckt werden. Kontrollieren Sie den Mund Ihres Kindes genau!
  • Auf keinen Fall sollte man Erbrechen auslösen, indem man zum Beispiel dem Kind den Finger in den Hals steckt. Ein erneutes Passieren des Giftstoffes könnte nämlich weitere Schäden an der Speiseröhre verursachen.
  • Auch vom alten Hausmittel Milch sollte man bei einer befürchteten Vergiftung die Finger lassen, entgegen der landläufigen Meinung wirkt die nämlich nicht als Gegengift sondern beschleunigt vielmehr die Giftaufnahme durch den Darm. Besonders gefährlich ist das Einflößen von Salzwasser, Babys und Kinder können dadurch eine tödliche Kochsalzvergiftung davontragen.
  • Besser ist: Das Kind in kleinen Schlucken Wasser (ohne Kohlensäure), Tee oder auch Saft trinken lassen. Dadurch wird das Gift verdünnt und die Aggressivität vermindert.
  • Ein altbewährtes Mittel ist medizinische Kohle, die das Gift bindet, indem sie sich auf die Oberfläche der giftigen Substanz legt. Allerdings sollte die Einnahme von Medizinalkohle nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen.
  • Voraussetzung für eine optimale medizinische Beratung und Versorgung ist die Identifizierung der Pflanze, die Ihr Kind gegessen hat. Deshalb nehmen Sie nach Möglichkeit einen ganzen Zweig oder Blütenstand der Pflanze mit. Je genauer Sie die Pflanze beschreiben können und je mehr der behandelnde Arzt davon sieht, desto besser können die Auswirkungen abgeschätzt werden. Falls Ihr Kind doch erbrochen haben sollte, sollte auch das sichergestellt werden, da auch dies der Bestimmung der Pflanze dienen kann.
  • Sprechen Sie auf jeden Fall mit den Fachkräften der Vergiftungszentralen (zum Beispiel: Uni Klinik Bonn: 0228/19240). Diese sind rund um die Uhr erreichbar und die Fachkräfte können Ihnen schnell sagen, ob und wie giftig die verschluckte Pflanze ist. Speichern Sie sich vorsorglich auf jeden Fall die Nummer der Vergiftungszentrale in Ihrer Nähe in Ihrem Handy ein! Da die Gefährlichkeit der Pflanze von mehreren Faktoren abhängt, ist es wichtig, möglichst genaue Angaben zu Größe und Gewicht des Kindes und zur Menge der verschluckten Pflanze machen zu können sowie die eventuellen Symptome, die Ihr Kind zeigt, zu schildern.
  • Bei starken Vergiftungserscheinungen, wie Bewusstseinsveränderungen, Bewusstlosigkeit, Muskelkrämpfen, Lähmungen, Krampfanfällen, Atmungsstörungen oder Herzrhythmusstörungen sollte möglichst schnell der Notarzt gerufen werden.

von Yvonne Salvamoser

und von Sophia Meyer


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  • von Doris am 30. April 2009, 22:25 Uhr

    Fehlt noch die Herkules Staude. Ist Fototoxisch d.h. wer mit ihrem Saft in Berührung kommt kann Verbrennungen dritten Grade bekommen. Vermehrt sich so schnell wie Löwenzahn.


    (1 Kommentar)

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