Hausstaubmilben
 
Allergie: Der Feind im Kinderbett

Im Winter geht es Hausstaubmilben gut - und Kindern, die gegen sie allergisch sind, schlecht. Zum Glück gibt es heute Möglichkeiten, ihnen zu helfen.

Hausstaubmilben-Allergie: Jedes fünfte Kind ist sensibilisiert

Hausstaubmilben: Allergie: Der Feind im Kinderbett
Fotolia

Man spürt sie nicht, sie stechen und beißen nicht, und sie übertragen keine Krankheiten, trotzdem sind Hausstaubmilben ungesund. Denn sie können - ähnlich wie Pollen - Allergien und Asthma auslösen.

"Jedes fünfte Kind in Deutschland ist inzwischen gegen Hausstaubmilben sensibilisiert, auch Babys", sagt Oberarzt Dr. Ernst Rietschel, Allergologe an der Uni-Kinderklinik in Köln. Das heißt: Der Körper hat die winzigen Spinnentiere bereits als "Feinde" registriert und Antikörper gegen sie gebildet. Dadurch hat sich das Risiko dieser Kinder, irgendwann an einer Hausstaubmilbenallergie zu erkranken, stark erhöht.

Milben ernähren sich von Hautschuppen

Auch Kuscheltiere sind ein beliebtes Milbenbiotop

Worauf die Kinder so empfindlich reagieren, das sind vor allem die Eiweißbestandteile im Kot der Milben. Die ausgeschiedenen Kotbällchen zerfallen, verbinden sich mit dem Staub in der Zimmerluft und werden von uns eingeatmet. Leider gibt es die meisten Milben an den Plätzen, wo sich Menschen besonders häufig aufhalten. Denn dort finden sie am meisten Futter: nämlich Hautschuppen, von denen wir ein bis zwei Gramm täglich verlieren - genug, um 1,5 Millionen Milben satt zu bekommen.

Geradezu paradiesische Zustände herrschen für die Milben im Kinderbett, vor allem in der Matratze. Weil kleine Kinder zwischen zwölf und 20 Stunden darauf liegen, gibt es dort reichlich Futter. Außerdem ist es im Bettchen schön warm und durch den Körperschweiß sehr feucht - ebenfalls wichtige Wohlfühlfaktoren für die Milbe. Aber auch die Kuscheltiere, ohne die viele Kinder nicht einschlafen wollen, sind ein beliebtes Milbenbiotop; ähnlich wie der Teppich, die Kuschelecke oder das Polstersofa.



So vetreiben Sie die Milben aus dem Kinderzimmer

Weiterlesen

Hausstaubmilben-Allergie: die Symptome

Kinder, die nicht milbenallergisch sind, merken von den heimlichen Untermietern gar nichts. Kinder dagegen, bei denen die Allergie schon ausgebrochen ist, bekommen die lästigen Mitbewohner das ganze Jahr über zu spüren. Zu den verschiedenen Symptomen, die auftreten können, gehören

  • allergischer Schnupfen mit verstopfter oder juckender Nase;
  • gerötete, entzündete oder tränende Augen;
  • ein verschlechtertes Hautbild und stärkerer Juckreiz bei bestehender Neurodermitis;
  • Husten, Atemnot und eine geringe körperliche Belastbarkeit bei Asthma.

Trockene Heizungsluft lässt viele Milben absterben

Die Symptome treten vor allem dann auf, wenn Kinder Kontakt mit den Allergenen haben. Also nachts im Bett, morgens beim Aufstehen, beim Toben auf der Matratze oder bei Kissenschlachten. Sie können einen allerdings auch rund um die Uhr plagen. In den Wintermonaten verschlechtern sich die Beschwerden häufig, weil die trockene Heizungsluft viele Milben absterben lässt und nun zusätzlich zum Kot auch noch die Allergene aus dem Milbenkörper frei werden.

zurück 12