Heuschnupfen
Alarmstufe rot fürs Immunsystem

Jedes zehnte Kind und jeder fünfte Erwachsene leidet in Deutschland an Heuschnupfen. Wenn die Pollen fliegen, herrscht Ausnahmezustand im Immunsystem von Allergikern.

Geballte Belastung

Wenn die Pollen fliegen, läuft bei allergischen Kindern und Erwachsenen die Nase, die Augen jucken und sie fühlen sich schlapp. Vielen hilft langfristig eine spezifische Immuntherapie, die so genannte Hyposensibilisierung. Kurzfristige Linderung verschaffen auch Antihistaminika, als Spray oder in Tablettenform, die die fehlgeleitete Immunreaktionen eindämmen.

Pollenallergie - was bedeutet das?

Bei einer Allergie bekämpft das Immunsystem harmlose Substanzen aus der Umwelt. Bei Kindern, deren Abwehrkräfte noch reifen müssen, schlägt das Immunsystem diesen Irrweg besonders leicht ein. Wehrt sich das Immunsystem gegen Substanzen aus der Luft, wie beispielsweise Blütenpollen, entzünden sich die Schleimhäute der Atemwege. Häufig entwickelt sich zunächst ein Heuschnupfen. Im Laufe der Zeit weitet er sich bei etwa der Hälfte der Kinder zu einem Asthma bronchiale aus. Ärzte sprechen dann von einem "Etagenwechsel": Der Heuschnupfen - das Asthma der Nase - wandert in die Lunge.