Verdauung

Stress mit dem Stuhlgang?

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Wenn die "Sitzung" zur Qual wird


Verstopfung gilt als typisches Frauenproblem. Dass auch Kinder darunter leiden können, wissen meist nur die betroffenen Eltern. Wobei das, was sie für Verstopfung halten, sich meist nicht ganz mit dem deckt, was Ärzte als "Obstipation" definieren.

Die meisten Menschen verstehen unter Verstopfung nämlich nur ausbleibenden beziehungsweise seltenen Stuhlgang. Mediziner zählen dazu noch mehr: "große Geschäfte", die nur aus wenigen, kleinen Bröckchen bestehen; das unangenehme Gefühl, auf dem Klo nicht alles loswerden zu können; Schmerzen beim Stuhlgang.

Auch Menschen, die nur nach langen, mühevollen "Sitzungen" zu Potte kommen, gelten medizinisch als verstopft. Vor allem, wenn sie - wie das bei Kindern nicht selten der Fall ist - gleichzeitig unter Bauchweh, übel riechenden Blähungen, fehlendem Appetit oder Übelkeit leiden.

Auch Kinder leiden unter Verstopfung

Mindestens fünf Prozent aller Kinder quälen sich mit ihrem Stuhlgang herum. Damit ist Verstopfung eines der Hauptthemen beim Kinderarzt. Bekommt der Doktor die kleinen Patienten zu sehen, zieht sich das Problem meist schon über mehrere Wochen beziehungsweise Monate hin. Wegen ein paar Tagen Verstopfung bringt schließlich niemand sein Kind zum Arzt.

Doch gerade solche akuten Obstipationen sind oft der Beginn des Übels. Wird nämlich Stuhlgang, der bereits den Enddarm erreicht hat, nicht ausgeschieden, verhärtet und vergrößert er sich immer mehr - bis er als sogenannter Stuhl- oder Kotstein den Darmausgang blockiert und eine chronische Verstopfung auslöst.

Leider lassen sich ab dem Kleinkindalter akute Verstopfungen nicht mehr ganz vermeiden. Denn sobald Kinder die Kontrolle über ihren Darm-Schließmuskel haben - also etwa ab dem zweiten Lebensjahr -, halten sie manchmal bewusst oder unbewusst ihren Stuhl zurück. Das können weder Eltern noch Ärzte verhindern. Zu den häufigsten Gründen gehören, dass Mutter, Vater oder Erzieherin gerade keine Zeit hat, mit aufs Klo zu gehen und den Po abzuwischen, Ekel vor fremden Toiletten und "Protest" gegen eine verordnete Sitzung.

Aus Angst vor Schmerzen verkneifen sich betroffene Kinder den nächsten Klogang

Zu einer Art sekundärer Verstopfung kann es kommen, wenn der Stuhl sich von zu vielen Süßigkeiten, zu ballaststoffarmer Ernährung, zu wenig Trinken oder als Folge von reichlich Stopf-Kost nach einem Durchfall so verfestigt hat, dass das Entleeren wehtut und eventuell sogar den After verletzt.

Logisch, dass sich die betroffenen Kinder den nächsten Klogang aus Angst vor Schmerz verkneifen. Häufig verhalten sie sich dabei ganz typisch: Sie kreuzen die Beine, setzen sich auf die eigenen Fäuste oder - wenn der Druck immer stärker wird - "reiten" jammernd und weinend auf harten Kanten wie zum Beispiel auf Stuhllehnen.

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  • von Gamze am 13. April 2012, 22:15 Uhr

    Hallo Leute,
    meine Tochter ist 3-Jahre alt,sie verkneift sich Ihren Stuhlgang seit 4 tagen und das immer wieder.Jedesmal muss ich Mikroklist anwenden und das auf dauer soll nicht gut sein. Sie Trinkt viel hat auch viel Bewegung.
    Der Arzt hat uns Makrogol verschrieben, habe aber noch keinen fortschritt gemerkt. Ich brauche dringend einen guten rat.


  • von Jasmine am 2. April 2012, 21:49 Uhr

    Hallo, meine 4jährige Tochter hatte auch monatelang Verstopfung, d.h. der Stuhl kam jeden Tag raus, aber nur unter grossen Schmerzen und nur in die Windel, obwohl sie ansonsten trocken war. Der Arzt war am Ende mit seinem Latein, da ging ich zu einer Kinesiologin. Die hat dann in einer Sitzung das Problem gelöst: Meine Tochter hatte den Tod ihrer Grossmutter nicht verarbeitet, die Trauer hatte sich im Bauch festgesetzt. Man kann daran glauben oder nicht, aber seit diesem Tag hatten wir nie wieder Probleme mit dem Stuhlgang.


  • von Franziska am 11. März 2012, 19:01 Uhr

    hallo Natascha, habt ihr das Problem in den Griff bekommen?
    Bei meiner Tochter tritt das immer auf wenn sie zu viel Toastbrot ist. Sie mag kein Dunkles Brot weil es ihr nicht weich genug ist daher ist sie recht viel Toast und das tut ihr Leider auch sehr sehr weh beim Stuhlgang. Ich helfe ihr dann mit den WALA Carum carvi Kinderzäpfchen gegeben damit es besser flutscht. Aber das ist keine dauerlösung nur eine seltene Hilfe wenn es gar nicht mehr geht.


  • von Franziska am 11. März 2012, 18:58 Uhr

    hallo Natascha, habt ihr das Problem in den Griff bekommen?
    Bei meiner Tochter tritt das immer auf wenn sie zu viel Toastbrot ist. Sie mag kein Dunkles Brot weil es ihr nicht weich genug ist daher ist sie recht viel Toast und das tut ihr Leider auch sehr sehr weh beim Stuhlgang. Ich helfe ihr dann mit den WALA Carum carvi Kinderzäpfchen gegeben damit es besser flutscht. Aber das ist keine dauerlösung nur eine seltene Hilfe wenn es gar nicht mehr geht.


  • von natascha am 28. Februar 2012, 08:52 Uhr

    hallo ich habe jetzt diesen beitrag gelesen und muss meine frage jetzt auch mal los werden. meine tochter 19 monate hat regelrecht schmerzen beim stuhlgang sie weint und schreit und es fühlt sich an wenn man es durch die windel an fasst wie steine so hart ist es und es sie eine qual die die kleine so leiden zu sehen weil sie jedesmal jetzt auch angst hat zu essen weil sie merkt wenn ich esse macht mein popo wieder aua. was kann ich tun?? mein arzt meint es sei vom antibiotikum aber das geht von alleine weg das glaub ich aber nicht,


(12 Kommentare)

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