Antibiotika? Kortison? Was für die Medizinerin Routine ist, löst bei Eltern gemischte Gefühle aus. Natürlich will sie ihrem Kind helfen. Schnell. Kann das gesund sein, einem kleinem Kind ein so starkes Medikament zu geben? Antibiotika haben ebenso wie Kortison kein gutes Image, gelten als "Hämmer" mit heftigen Nebenwirkungen. Doch irgendwann halten fast alle Eltern ein Rezept für einen der Klassiker in der Hand. Dass diese in der Gunst so niedrig stehen, verdankt die Schulmedizin kurioserweise sich selbst: Denn eine Zeitlang wurden die Medikamente auch verschrieben, wenn sie nicht unbedingt nötig waren.
Nur Ärzte können einschätzen, wann ein Antibiotikum umgänglich ist
Folge: Heute haben die Menschen mehr Angst vor Nebenwirkungen als vor den Krankheiten. Dabei sind Antibiotika und Kortison segensreich, wenn man sie richtig einsetzt und dosiert. So kommt man etwa bei Lungenentzündung und Asthma nicht um sie herum. Das Dilemma in vielen anderen Fällen: Als medizinischer Laie kann man nicht entscheiden, wann ein Antibiotikum oder Kortison unumgänglich ist. Das Wichtigste ist deshalb ein Arzt, der kompetent und vertrauenswürdig ist, und der sich Zeit nimmt, seine Behandlungsmethode zu erklären.





