Impfschutz muss dringend überprüft werden
Die Masern breiten sich in Baden-Württemberg weiter aus. Bislang erkrankten landesweit 183 Menschen an dem Virus, sagte ein Sprecher des Landesgesundheitsamtes in Stuttgart. Anfang April hatte die Zahl der Erkrankungen noch bei 107 gelegen. Weil an der Schule in Freiburg weitere Schüler an Masern erkrankt sind, wurden die Sicherheitskontrollen in den Gebäuden am Dienstag verlängert.
In den vergangenen Tagen wurden vor allem in den Kreisen Tübingen und Konstanz neue Fälle registriert. Auch in Freiburg, in Ravensburg und im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald traten weitere Fälle von Masern auf. Ein Ende der Ausbreitung ist nach Angaben des Landesgesundheitsamtes noch nicht abzusehen.
Vor etwa zwei Wochen waren die Masern an der Staudinger- Gesamtschule ausgebrochen. Mehr als 30 ungeimpfte Jugendliche und junge Erwachsene haben sich angesteckt. Um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, dürfen seither nur Schüler mit Impfpass die Schule betreten. Ungeimpfte Schüler haben Hausverbot.
Masern - wie Sie sie erkennen und was Ihrem Kind hilft
Anzeichen: Ihr Kind klagt über Kopfschmerzen, fühlt sich matt und müde. Vielleicht läuft die Nase, oder es hustet. Die Bindehaut der Augen ist gereizt, es kann Licht nicht ertragen. An der Wangenschleimhaut entdecken Sie plötzlich eigenartige weißliche, kalkspritzerähnliche Beläge. Am zweiten, dritten Tag steigt das Fieber an. Zwei Tage später, nachdem die Temperatur zwischenzeitlich abgefallen war, erreicht das Fieber einen zweiten Gipfel, gleichzeitig erscheint der typische Ausschlag.
Ansteckungsgefahr: Masern wird durch Viren ausgelöst, die sich durch Tröpfchen (über Husten, Niesen, Küssen) ausbreiten. Unmittelbar bevor die Hautrötung eintritt, ist die Krankheit am ansteckendsten. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Infektion und Auftreten der ersten Symptome, beträgt acht bis zwölf Tage. Schutz bietet nur eine Impfung, die von der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts dringend empfohlen wird.
Was Ihrem Kind hilft: Wie bei vielen Viruserkrankungen gibt es kein Mittel, das die Krankheit stoppen kann. Bestehen Sie trotzdem auf einen Hausbesuch Ihres Kinderarztes - nicht nur, weil Masern ansteckend sind, sondern auch, weil Ihr Kind sehr schwach ist. Sorgen Sie dafür, dass es im Bett bleibt. Falls notwendig, geben Sie ihm ein fiebersenkendes Mittel. Auch kühlende Wadenwickel helfen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kleines viel Flüssigkeit zu sich nimmt. Und dunkeln Sie den Raum ab, das tut seinen Augen gut.
Mögliche Komplikationen: Bei fünf bis zehn Prozent der erkrankten Kinder kommt es zu Komplikationen, beispielsweise zu einer Lungen- oder Mittelohrentzündung. Manchmal sind auch die Bauchorgane betroffen, was mit starken Bauchschmerzen einhergeht. Bei etwa einem von 1.000 Patienten tritt eine Hirnentzündung auf. Schlimmstenfalls können Masern sogar tödlich sein.
Impfen - muss das sein?
Es gibt immer noch sehr viele Eltern, die trotz der Empfehlungen der Impf-Kommission zweifeln, ob sie ihr Kind impfen lassen sollen oder nicht.
Was Ärzte auf häufige Fragen antworten.
Impfung - wovor wollen Sie Ihr Kind schützen?
Von Diphterie bis Röteln: Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut, die sich aus namhaften Immunologen zusammensetzt, gibt jedes Jahr eine aktualisierte Impfempfehlung für Kinder heraus.
Hier finden Sie Informationen zu den Krankheiten und den aktuellen Impfkalender.






Wie durch Hysterie aus einer Krankheit eine Epidemie entsteht
http://www.aegis.ch/neu/news.html#2
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