Wie entsteht eine Mittelohrentzündung?
Auslöser ist fast immer eine Erkältung. Denn Schnupfen-Viren breiten sich nicht nur auf der Nasenschleimhaut aus, sie können auch in die Ohrtrompete vordringen. Die beiden "Ohrtrompeten", auch Eustachische Röhren genannt, sind die Verbindung zwischen Nasen-Rachen-Raum und rechtem und linkem Mittelohr. Durch sie strömt Luft in die Paukenhöhle, der Druck im Mittelohr gleicht sich dem der Außenluft an. Ist eine der Ohrtrompeten verstopft, funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr: Die Luftzufuhr ins Mittelohr ist unterbrochen, die vorhandene Luft wird resorbiert, es entsteht ein Unterdruck. Beides, der Verschluss der Ohrtrompete und der Unterdruck im Mittelohr, führen dazu, dass sich in der Paukenhöhle Sekret ansammelt. Das ist gefährlich, denn die Flüssigkeit ist der ideale Nährboden für Bakterien. Sie machen häufig aus einer "normalen" Mittelohrentzündung eine eitrige.
Warum leiden gerade Kinder darunter?
Zum einen, weil ihr Immunsystem noch nicht ausgereift ist. Zum anderen, weil bei ihnen die Eustachische Röhre kürzer und flacher verläuft als bei Erwachsenen. Das bedeutet, dass sich Keime aus dem Nasen-Rachen-Raum leichter ins Mittelohr verirren können. Ab dem Schulalter tritt dieses Problem deutlich seltener auf.




