Plötzlicher Kindstod
 
Sicher durch die Nacht

Irgendwann geht der Plötzliche Kindstod allen Babyeltern durch den Kopf. Beruhigend, dass Ärzte sagen: Mit der richtigen Schlafumgebung lässt sich das Risiko auf ein Minimum reduzieren.

Plötzlicher Kindstod: Sicher durch die Nacht

Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Plötzlichen Kindstode ist heute in Deutschland so niedrig wie nie zuvor. Anfang der 90er-Jahre starben fast 1.300 Babys jährlich, heute nur noch etwas mehr als ein Zehntel davon.

Die schlechte Nachricht: Im Jahr 2010 waren es immer noch 164 tote Kinder. Und bis jetzt bleiben die Umstände des Plötzlichen Kindstods mysteriös. Er passiert fast nur im ersten Lebensjahr: Babys, die abends noch quietschlebendig ins Bett gebracht wurden, werden morgens tot gefunden. Für Eltern ein unbeschreiblicher Schock - und für Ärzte ein schwer erklärliches Phänomen. Bis heute beißen sich Wissenschaftler aus der ganzen Welt die Zähne daran aus, die Ursachen für den Plötzlichen Kindstod zu finden.

Immer wieder gibt es neue Theorien, belegt durch mehr oder weniger plausible Studien. "Doch letztlich können wir bis heute nicht voraussagen, welche Kinder besonders gefährdet sind", sagt Professor Christian Poets, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uni Tübingen. Fest steht nur: Die Kinder haben im Schlaf nicht genügend Luft bekommen, sind zum Beispiel mit dem Kopf unter die Bettdecke gerutscht oder haben die Nase im Kopfkissen vergraben.

Eine wichtige Frage, die Christian Poets und seine Kollegen beschäftigt: "Warum wachen einige Kinder in dieser Situation nicht auf?" Offensichtlich funktioniert bei ihnen das Notfallprogramm in der Atmungssteuerung nicht - es gibt dem Körper bei Sauerstoffmangel normalerweise den Befehl zum Luftschnappen. Für noch wichtiger hält der Mediziner jedoch die Frage: "Wie kann man dafür sorgen, dass das Baby erst gar nicht in diese bedrohliche Situation kommt?"

Das Zauberwort lautet: die richtige Schlafumgebung. Wer sein Baby so bettet, dass es gut atmen kann und in brenzligen Situationen leichter aufwacht, minimiert das Risiko auf nahezu null.

Empfehlungen, die dem Baby das Atmen und Aufwachen erleichtern

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