Kinder trösten
Bei Schmerzen besser ablenken

Wenn Kinder Schmerzen haben, hilft gutes Zureden meist nicht. Im Gegenteil: Eine aktuelle Studie hat jetzt ergeben, was man im Alltag immer wieder feststellen kann - besser als Trost und mitfühlende Worte hilft Ablenkung den kleinen Patienten über ihr Leiden hinweg.

Neue Studienergebnisse für (chronische) Schmerzen bei Kindern

Kinder trösten: Bei Schmerzen besser ablenken

Wenn ein Kind unter Schmerzen leidet, sind mitfühlende Wort der Eltern leider nicht hilfreich. Stattdessen sollten die Eltern das Gespräch besser auf andere Themen lenken. Diese Empfehlung gilt einer neuen Studie zufolge gleichermaßen für Mütter und Väter.

Bei der aktuellen Untersuchung sollten 40 gesunde Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren in Anwesenheit ihrer Eltern eine Hand in kaltes Wasser tauchen.
Die verbalen Reaktionen von Müttern und Vätern waren ähnlich und auch unabhängig davon, ob es sich um eine Mädchen oder um einen Jungen handelte, die sich dem Schmerztest unterzogen: Häufiger als sich auf die schmerzhafte Situation zu beziehen, brachten die Eltern andere Gesprächsthemen auf.
Diese Ablenkung hatte zur Folge, dass die Kinder weniger über Schmerzen klagten und ihre Schmerztoleranz höher lag. Umgekehrt führten mitfühlende und aufmunternde Worte zu vermehrtem Jammern und geringerer Schmerztoleranz.

Hilfestellung für Eltern von chronisch kranken Kindern

Diese Beobachtungen liefern den Wissenschaftlern zufolge wichtige Informationen, wie Eltern ihren Kindern helfen können, besser mit (chronischen) Schmerzen zurechtzukommen: besser als das Kind zu trösten und zu bedauern und damit den Schmerz in den Mittelpunkt zu rücken ist es, das Kind abzulenken. So können Eltern die Aufmerksamkeit vom Schmerz weglenken.

Autor: Dr. Beate Schumacher
Quelle: springermedizin.de