Hautausschlag
 
Röteln - woran erkenne ich sie?

Leichtes Fieber, Kopfschmerzen und Erkältungssymptome kündigen die Krankheit an. Woran Sie Röteln noch erkennen können, wie sie sich von Ringelröteln unterscheiden und warum sie in der Schwangerschaft gefährlich werden können.

Blickdiagnose: Das verrät die Haut

Hautausschlag: Röteln - woran erkenne ich sie?

Der Ausschlag beginnt im Kopfbereich und breitet sich von dort rasch auf den gesamten Körper aus. Röteln sind leicht zu übersehen, weil der Ausschlag sehr hell ist und die Flecken oft nur dünn gesät sind - ein Grund, warum 50 Prozent der Rötelnfälle im Kindesalter nicht diagnostiziert werden. Die Hautflecken sind höchstens linsengroß und scharf voneinander abgegrenzt.

Welche Symptome zeigen sich?

Röteln kündigen sich mit Kopfschmerzen, leichtem Fieber und Husten oder Schnupfen an - mit typischen Erkältungssymptomen also. Außerdem schwellen die Halslymphknoten, vor allem am Nacken und hinter den Ohren an. Hin und wieder tritt auch gleichzeitig eine Bindehautentzündung auf. Nach einer Inkubationszeit von 14 bis 21 Tagen sind die Röteln am Ausschlag zu erkennen, der aber auch schnell wieder verschwindet.

Wie steckt man sich an?

Röteln werden durch Tröpfchen übertragen. Ansteckungsgefahr besteht eine Woche vor bis eine Woche nach Ausbruch des Ausschlags.

Hilft eine Schutzimpfung?

Ja, sie wird empfohlen. Mehr zur Rötelnimpfung erfahren Sie hier.

Was hilft bei Röteln?

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind viel trinkt. Um das Fieber zu senken, können Sie Wadenwickel machen oder ein Zäpfchen geben.

Welche Probleme können auftreten?

Bei Kindern: Im Kindesalter verlaufen Röteln meist harmlos. Sehr selten kommt es zu einer Gelenk- oder Herzmuskelentzündung.

Während der Schwangerschaft: Für ungeborene Kinder kann eine Rötelninfektion ihrer Mutter schwer wiegende Folgen haben. Steckt eine Schwangere sich in den ersten Monaten an, drohen Missbildungen. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich daher vor einer Schwangerschaft auf Röteln-Antikörper testen lassen, das heißt auf einen Schutz gegen Röteln nach bereits durchgemachter Krankheit, und sich gegebenenfalls impfen lassen.

Röteln = Ringelröteln?

Nein. Ringelröteln werden ebenfalls durch Viren übertragen, verursachen einen Ausschlag am ganzen Körper, verlaufen im Kindesalter harmlos, schädigen aber das Ungeborene. Wichtigster Unterschied zu den Röteln: eine Impfung ist nicht möglich.