Wann findet die neue U-Untersuchung statt?
Diese weitere medizinische Routineuntersuchung findet zwischen dem 34. und dem 36. Lebensmonat statt. Damit ist sie die insgesamt zehnte U-Untersuchung im Früherkennungsprogramm für Kinder bis sechs Jahre.
Warum sollen gerade Dreijährige noch einmal untersucht werden?
Weil bislang zwischen der U7 im 21. bis 24. Lebensmonat und der U8-Untersuchung, die zwischen dem 46. und dem 48. Lebensmonat stattfindet, eine Lücke klaffte. Mit der Einführung der U-Untersuchung 7a hofft die Bundesgesundheitsministerin sicherstellen zu können, dass Kinder von Geburt an mindestens einmal jährlich von einem Kinderarzt untersucht werden.
Hinzu kommt: Während die Vorsorgeuntersuchungstermine im ersten Lebensjahr des Kindes von fast allen Eltern penibel wahrgenommen werden, sinkt die Quote nach der U7 am Ende des zweiten Lebensjahres deutlich ab. Doch gerade in dieser Zeit machen die Kinder noch eine Reihe bedeutsamer Entwicklungen durch. Entsprechend wichtig ist es nach Ansicht der Experten, mögliche Probleme möglichst früh zu erkennen und umgehend zu behandeln. So zeigte zum Beispiel der Kinder- und Jugensgesundheitssurvey KIGGS im vergangenen Jahr, dass neun Prozent der Drei- bis Sechsjährigen übergewichtig sind. Auch Sprachstörungen, so die Hoffnung, sollen bei frühzeitiger Diagnose bis zur Einschulung erfolgreich behandelt werden können.
Was untersucht der Arzt bei der U7a?
Bei der U7a wird der Kinderarzt das Kind künftig auf die verschiedensten Befunde hin untersuchen - beispielsweise Krämpfe, gehäufte Infektionen oder Seh- oder Hörstörungen. Daneben soll er aber auch das Sprachvermögen seines kleinen Patienten überprüfen und auf Verhaltensauffälligkeiten achten.
Erklärtes Ziel der Einführung dieser U-Untersuchung ist aber auch das frühzeitige Erkennen von Vernachlässigungs- oder gar Misshandlungsspuren. Deshalb ist der Arzt auch gehalten, auf entsprechende Indizien zu achten, beispielsweise auf auffällige blaue Flecken am Körper des Kindes.





