Grosse ELTERN-Umfrage

Kindergesundheit: Was Eltern denken und fordern

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Eltern geben Aukunft


Unter Eltern ist Gesundheit immer ein Thema. Man diskutiert übers Impfen und Antibiotika, holt sich Tipps für Wadenwickel und tauscht Arztadressen aus. Doch am Ende trägt jede Mutter, jeder Vater die Verantwortung allein (oder höchstens zu zweit). Wie managen Eltern das? Wie kommen sie mit den großen und kleinen Wehwehchen ihrer Kinder klar? Was halten sie von ihrem Kinderarzt? Welche Hilfen erwarten sie?
Weil ELTERN das genauso interessiert wie Sie, haben wir gemeinsam mit der Krankenkasse DAK eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. Befragt wurden 1008 Personen mit mindestens einem Kind unter 6 Jahren. Die Ergebnisse sind überwiegend erfreulich, einige verblüffend, manche machen nachdenklich.

Die wichtigsten Ergebnisse

Stadt contra Land: Dorfkinder leben gesünder

  • Chronische Krankheiten auf dem Land seltener: Auffallend bei unserer Umfrage: Laut Aussagen der Eltern sind Kinder, die in kleineren Orten mit unter 5.000 Einwohnern aufwachsen, gesünder. Sie leiden seltener an chronischen Beschwerden als Kinder in größeren Städten. Während in den Großstädten lediglich 65 Prozent der Eltern beschwerdefreie Kinder haben, sind es in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern 83 Prozent der Eltern.
  • Stadtkinder häufiger akut krank: Analog zu den chronischen Erkrankungen scheinen Kinder, die in Orten mit mehr als 100.000 Einwohnern leben, überdurchschnittlich oft regelmäßig akut zu erkranken. Dort sind lediglich die Kinder von 32 Prozent der Eltern beschwerdefrei, während dies in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern bei 44 Prozent der Fall ist.
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  • Alltag sehr beeinträchtigt: In den Großstädten, in denen ja auch häufiger Beschwerden auftreten, fühlen sich mehr Eltern von den Krankheiten ihrer Kinder beeinträchtigt als in kleineren Städten.
  • Auf dem Land mehr Selbsthilfe: Einwohner ländlicher Wohnräume fühlen sich weniger auf Hilfe angewiesen als Bewohner größerer Städte.
  • Weniger Bewegung in der Stadt: Je größer der Wohnort, desto seltener verbringen die Kinder viel Zeit beim Spielen und Herumtollen draußen und desto häufiger müssen die Kinder zur Bewegung aufgefordert werden. Im ländlichen Raum ist es genau umgekehrt. Hier bewegen sich die Kinder überdurchschnittlich viel beim Spielen draußen, so dass die Eltern auch deutlich weniger das Gefühl haben, "nachhelfen" zu müssen.
  • Auf dem Land mehr Selbstvertrauen: Je kleiner der Wohnort der Eltern, desto tendenziell häufiger schätzen sie sich als kompetent ein, die Beschwerden ihrer Kinder einschätzen zu können.

Regionale Unterschiede: Homöopathie im Süden beliebter

  • Im Norden der Republik scheinen die Kinder am gesündesten zu sein. Hier ist der Anteil der Eltern, deren Kinder weder unter chronischen noch unter regelmäßigen akuten Beschwerden leiden, am größten.
  • Im Süden wird am meisten auf Homöopathie gesetzt. 27 Prozent der Eltern in Bayern und Baden-Württemberg setzen auf Globuli - "wann immer es geht". Im Osten herrscht das vergleichsweise größte Misstrauen gegenüber alternativen Heilmethoden.
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  • Kinder in den östlichen Regionen leiden häufiger an Neurodermitis: Hier gaben 20 Prozent der Eltern an, dass ihr Kind an Neurordermitis erkrankt zu sein.
  • Nordlichter sind häufig draußen: Im Norden und im Osten verbringen die meisten Kinder viel Zeit mit Bewegung an der frischen Luft. Im Osten wird auch viel an den Wochenenden unternommen. In NRW ist man mehr als in anderen Regionen für Vereinssport und am wenigsten einverstanden mit den PC- und Fernsehgewohnheiten der Kinder.

>>> Hier gibt es die gesamte Studie als PDF zum Download.

Mehr zum Thema im aktuellen ELTERN-Heft

Mehr zur Umfrage lesen Sie auch in der aktuellen Ausgabe von ELTERN.
Und wenn Sie sich intensiver zur Kindergesundheit informieren wollen, dann hilft Ihnen die neue Gesundheitsserie in ELTERN weiter. In den kommenden fünf Ausgaben geht es um die Themen

  • Hals, Nase, Ohren
  • Alles über Allergien
  • Zahn um Zahn
  • ADHS und Co
  • Abwehrkraft stärken
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