Wespenstich
Autsch, Wespenstich!

Sonne, Eis und Pflaumenkuchen: Wespensaison! Ihre Stiche tun weh und sind mitunter sogar gefährlich. Was tun bei Wespenstichen und wie schütze ich mein Kind vor einem Stich?

Wespen: Kleine Tierchen mit schmerzhafter Wirkung

Wespe, Nahaufnahme
© 'Thinkstock - iStock

Man sitzt gemütlich im Garten, trinkt eine kühle Limonade und plötzlich summt ein ungebetener Gast in schwarz-gelbem Kleid um einen herum: Eine Wespe. Panikartig will man das kleine Tierchen vertreiben, denn auf einen Wespenstich kann wirklich jeder gut verzichten. Doch leider haben die Insekten im August und September Hochsaison und sind überall dort, wo "mensch" es sich mit gut riechenden Lebensmitteln bequem macht. Gerade Kinder sind gefährdet, von einer Wespe gestochen zu werden. Und ein Stich tut leider nicht nur weh - er kann unter Umständen auch sehr gefährlich werden: Trifft die Wespe den Hals oder Rachenraum, kann es zu Atemnot kommen. Aber auch allergische Reaktionen sind nicht ungewöhnlich.

Wespenstich: Wie kann ich mich und mein Kind schützen?

    Im Garten, beim Picknick oder bei der Brotzeit auf dem Spielplatz: Wespen, die sich dreist auf die Trinkflasche setzen oder penetrant um den Kopf herumsummen nerven. Gerade kleine Kinder können die Gefahr schlecht einschätzen: Sie versuchen, die Insekten zu vertreiben, sehen sie vielleicht nicht oder kriegen Panik und reißen beim Schreien natürlich den Mund weit auf. Wenn Sie ein paar Dinge beachten, können Sie Wespenstiche gut verhindern - ohne die Fliegenklatsche auszupacken.

  • Wenn Ihr Kind von einer Wespe umkreist wird, sollten Sie selber ruhig bleiben und das Tier mit sanften Handbewegungen vom Kind "wegschieben". Nicht wild werden: Davon werden die Tiere aggressiv und es kommt zu einem Wespenstich. Ansonsten gilt: Ab durch die Mitte - Kind auf den Arm nehmen und schnell im Zickzack laufen, so kann man die Wespe "abhängen", ohne sie zu bedrängen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind bei einer "Attacke" den Mund geschlossen hält.
  • Nehmen Sie zu einem Spielplatzausflug am besten Reiswaffeln als Snack mit - geruchlose Lebensmittel ziehen Wespen nicht so an, wie ein Eis oder Wurstbrot.
  • Als Durstlöscher am besten Wasser einpacken. Ansonsten immer dran denken: Gläser abdecken und vorher schauen, ob nicht doch eine Wespe auf "Tauchstation" gegangen ist. Mit einem Strohhalm gehen Sie auf Nummer sicher.
  • Verzichten Sie auf Bänke, die in der Nähe von Mülleimern stehen.
  • Feuchttücher machen kleine Klebemünder schnell wieder sauber.
  • Am besten ziehen Sie ihrem Kind eng anliegende Kleidung an - so können sich keine Wespen im Stoff "verirren".
  • Ende September werden Wespen langsam träge. Gerade jetzt sollten Sie aufpassen: Weil sie nicht so schnell wegfliegen können, geraten die Insekten schnell in Panik oder liegen (scheinbar tot) auf dem Boden - tritt man drauf, stechen sie zu.
  • Fliegengitter vor Fenstern und Türen machen das Zuhause "wespensicher".
  • Für den Balkon oder die Terrasse können Sie sich auch eine Wespenfalle bauen. Einfach eine Weinflasche mit Fruchtsaft und Essig füllen - das lockt die Insekten an und durch den engen Flaschenhals kommen sie nicht wieder raus.

Wespenstich: Was tun, wenn's doch passiert ist?

    Auch wenn man sich vorsichtig verhält, kann man einen Wespenstich leider nicht immer verhindern. Im Normalfall ist ein Stich relativ harmlos - aber leider sehr schmerzhaft. Natürlich erschrecken kleine Kinder sich über den stechenden Schmerz fürchterlich und Eltern fragen sich: Was kann ich tun?

  • Sie können die betroffene Stelle mit einem Coolpack kühlen oder mit einem Kühlgel aus der Apotheke eintupfen.
  • Sie können den Stich auch mit einer frisch aufgeschnittenen Zwiebel einreiben - der Saft wirkt entzündungshemmend.
  • Globuli: Apis beruhigt bei Insektenstichen.
  • Bei Wespenstichen im Rachenraum oder bei allergischen Reaktionen (rasche Ausbreitung der Rötung, Schwindel, Übelkeit, Atemnot, Erbrechen, kalter Schweiß, Bewusstlosigkeit) sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
  • Schauen Sie, ob eine Biene oder Wespe zugestochen hat. Bei einem Bienenstich müssen Sie gegebenenfalls den Stachel aus der Haut entfernen.
Von:Annika Jürgens