Kieferorthopäde

Wann Ihr Kind eine Zahnspange braucht

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Kieferorthopäde: Wann Ihr Kind eine Zahnspange braucht

Konzentrationsprobleme wegen der Zähne

Manchmal ist es offensichtlich: Zu eng oder schief stehende Zähne kann man kaum vor Karies und Zahnfleischentzündungen schützen, weil sie schlecht zu putzen sind. Es ist auch hörbar: Wenn die Schneidezähne nicht an den richtigen Stellen aufeinander treffen, klappt die Bildung von S-, T- und Z-Lauten nicht. Wer allerdings "schief" kaut, bemerkt oft gar nicht, wie er die Kiefergelenke strapaziert - dabei kann die Überlastung Auswirkungen auf den ganzen Körper haben. "Obere und untere Zahnreihe müssen sich exakt an ganz bestimmten Punkten treffen, damit Kraftverteilung und Funktion stimmen", erklärt Soheyl Sigari, Kieferorthopäde in München. "Ist das nicht der Fall, kommt es zu permanenten Fehlbelastungen. Und die verursachen nicht selten Verspannungen, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und eventuell später Kiefergelenksprobleme. Letztere machen heute schon erstaunlich vielen jungen Patienten zu schaffen."

Zahnspange erst bei Zwölfjährigen?

Noch immer kursiert die Vorstellung, ein Besuch beim Kieferorthopäden mache erst Sinn, wenn alle bleibenden Zähne durchgebrochen sind. Das ist etwa im zwölften Lebensjahr der Fall. "Bis dahin ist aber kostbare Zeit verstrichen", so Soheyl Sigari. Kieferorthopäden nutzen nämlich im Gegenteil das Wachstum gerne therapeutisch, etwa indem sie die Form des Kieferknochens korrigieren. Sigari rät daher dringend: "Grundsätzlich sollten Kinder im Jahr vor der Einschulung einmal einem Kieferorthopäden vorgestellt werden. Einen zweiten Termin sollten Eltern vereinbaren, wenn das Kind neun Jahre alt ist.

Einen zweiten Termin vereinbaren, wenn das Kind neun Jahre alt ist

Bis zum großen Wachstumsschub ist dann noch genügend Zeit, um regulierende Maßnahmen einzuleiten. Kommen die Kinder erst in die Pubertät, sind sie nur noch schwer zur Mitarbeit zu motivieren." Die Behandlungsdauer lässt sich so manchmal verkürzen, in der Regel dauert sie ein Jahr bis drei Jahre.

Die häufigsten Fehlstellungen

Fast nie geht es nur um einen einzigen Zahn, der aus der Reihe tanzt. Häufig sind die Kiefer so geformt, dass die obere Zahnreihe nicht richtig auf die untere passt. Manchmal hat die Zunge nicht genügend Platz und rammt beim Kauen und Sprechen gegen die Zähne - Sprachprobleme wie Lispeln, Kieferverformungen und falsche Zahnstellungen sind die Folge.

Knirscht ein Kind mit den Zähnen, kann das (muss aber nicht!) von Fehlstellungen kommen - das gilt auch für Knackgeräusche im Kiefergelenk. Die häufigsten Fehlstellungen, die auch kombiniert auftreten können:

  • Der zurückliegende Unterkiefer. Die Oberkieferfrontzähne stehen weit vor den vorderen Unterkieferzähnen.
  • Der vorstehende Unterkiefer: Die unteren Schneidezähne beißen vor die Oberkieferzähne.
  • Der tiefe Biss: Die oberen Zähne überdecken zur Hälfte oder ganz die unteren Zähne.
  • Der Engstand: Die Zähne stehen nicht in „Reih und Glied“, sondern schief und verschachtelt.
  • Der offene Biss: Die Seitenzähne treffen sich beim Zusammenbeißen, die Frontzähne nicht - hier bleibt eine Öffnung.
  • Der Kreuzbiss: Der Oberkiefer ist schmaler als der Unterkiefer - normalerweise ist es umgekehrt. Das Kind muss den Unterkiefer nach links oder nach rechts verschieben, um richtig zubeißen zu können. Die Folge: Der Unterkiefer wächst entsprechend den Gewohnheiten des Kindes nach rechts oder nach links.
  • Zahnunterzahl: Ein Zahn oder mehrere Zähne sind nicht angelegt.
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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Brueggi am 15. Mai 2012, 16:50 Uhr

    Informationen hierzu findet man auch auf der folgenden Patientenwebsite der 3M Unitek. Alles rund um die verschiedensten Zahnspangenarten wie auch zur Hygiene und zum Behandlungsablauf.

    http://smileatme.net/de


  • von kind12jahr am 18. Juli 2011, 19:17 Uhr

    hallo,ich bin 12 und meine unteren schneidezähne stehen normal aber die daneben stehen ciel zu weit nach hinten.ich brauche eine klammer (glaub ich)aba meine zahnärztin will das nicht.warum?


  • von Rudi am 21. Oktober 2010, 16:31 Uhr

    Da die kieferorthopädische BEhandlung teuer ist, sollten die Eltern über eine Zahnzusatzversicherung für die Kinder nachdenken. Hier ist ein praktische Online-Rechner www.zahnzusatz-direkt.de


  • von Ane am 17. April 2009, 11:13 Uhr

    Mein Sohn ist grade 10 Jahre alt geworden und hat einen extrem nach vorn stehenden oberen Schneidezahn. Er wird deswegen oft gehänselt und schämt sich schon zu lachen. Zweimal schon in den letzten 2 Jahren wurden wir von der Kieferorthopädin wieder nach Hause geschickt, mit dem Argument "... abwarten bis bleibende Backenzähne da...." Die sitzen aber bombenfest. Und mein Kind leidet.


  • von MissVivian am 1. März 2009, 00:04 Uhr

    Unsere Zahnärztin stellte letztes Jahr bei meinem Sohn (damals 7 Jahre) einen Kreuzbiss fest und riet mir, einen Kieferorthopäden aufzusuchen.
    Gleichzeitig warnte sie mich, daß es aufgrund des Alters als prophylaktische Maßnahme eingestuft werden könnte, die von der Krankenkasse nicht gezahlt wird.
    Aber die Behandlung wurde als notwendig anerkannt. Man trägt 20% der Kosten, die nach erfolgreicher Behandlung erstattet werden.
    Die Kieferorthopädin sagte sogar, die Behandlung hätte besser schon ein Jahr früher begonnen!
    Mein Sohn trägt nachts eine herausnehmbare Spange für den Oberkiefer, die einmal pro Woche von mir verstellt wird. Die Gewöhnung war schneller als befürchtet, mittlerweile vergißt er die Klammer regelmäßig morgens auszuziehen.
    Nach 7 Monaten ist der Erfolg selbst für mich optisch klar erkennbar, und die Behandlung ist fast abgeschlossen!


    (5 Kommentare)

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