Bindehautentzündung & Co
 
Die häufigsten Augenkrankheiten

Bindehautentzündung und Co: die häufigsten Augenprobleme und wie man sie bei Babys, Kindern und Erwachsenen am besten behandelt.

Bindehautentzündung

Bindehautentzündung bei Kindern
Thinkstock - milanrajce

Symptome: Typische Anzeichen für eine Bindehautentzündung sind rote, tränende Augen. Auch jucken oder brennen die Augen und sondern ein klebriges, gelb-grünliches Sekret ab. Oft sind die Lider morgens verklebt. Es können beide Augen, aber auch nur eines betroffen sein.

Erkrankung: Eine Bindehautentzündung kann verschiedene Ursachen haben:
Sie kann durch Bakterien oder Viren ausgelöst werden. Dann spricht man von einer infektiösen Bindehautentzündung. Babys können sich während der Geburt bei der Mutter anstecken, ältere Kinder holen sich häufig im Kindergarten oder in der Schule eine Bindehautentzündung. Die Erkrankung verläuft meist harmlos, ein Besuch beim Arzt ist aber dennoch ratsam, da er Ihnen sagen kann, ob Ihr Kind ansteckend ist. Ist die Entzündung sehr langwierig oder treten Sehstörungen und Lichtempfindlichkeit auf, sollten Sie ebenfalls unbedingt zum Augenarzt gehen.
Auch durch eine Allergie kann eine Bindehautentzündung ausgelöst werden. Dann tritt sie entweder saisonal - etwa bei einer Pollenallergie - auf oder das ganze Jahr über, z.B. bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben. Die allergische Bindehautentzündung ist nicht ansteckend. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich nicht die Augen reibt, denn dadurch steigt das Risiko, dass sich die Augen entzünden. Bei einer Pollenallergie hilft es auch, wenn Ihr Kind eine Sonnenbrille trägt und Sie mit einen feuchten Tuch regelmäßig die Pollen aus den Wimpern entfernen.
Eine dritte Form der Bindehautentzündung ist die mechanisch-bedingte. Sie wird durch reizende Stoffe wie Chlor und Seife oder einen Fremdkörper im Auge ausgelöst. Und auch durch Zugluft oder Rauch kann die Bindehaut gereizt werden.

Behandlung: Eine Bindehautentzündung als Laie eindeutig zu erkennen fällt schwer. Denn rote Augen können Symptome vieler Augenerkrankungen sein, die anders behandelt werden müssen. Daher sollten Sie besser den Augenarzt aufsuchen. Bei einer bakteriellen Bindehautentzündung helfen antibiotische Augentropfen oder Salben, bei der allergischen antihistaminhaltige. Gibt der Arzt Entwarnung, kann man versuchen, die gereizte Bindehaut selbst zu beruhigen. Beispielsweise mit dem Augentrost (Euphrasia officinalis), der beruhigend und entzündungshemmend wirkt. Augentrost gibt es als Augentropfen, als Tee oder als Globuli.
Was Sie sonst tun können: Beruhigend wirken kühle feuchte Pads auf Augenlidern. Das klebrige Sekret entfernen Sie am besten mit einem feuchten Waschlappen - und zwar indem Sie vom von außen nach innen wischen. Und achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Kind sich regelmäßig die Hände wäscht, nachdem es die Augen berührt hat.

Verstopfter Tränenkanal

Symptome: Hat Ihr Baby häufig tränende, verklebte, rotgeränderte Augen?

Erkrankung: Dann ist es vermutlich einer von den fünf bis zehn Prozent Säuglingen in Deutschland, die eine Tränenweg-Stenose haben. Das heißt, die Kanälchen, durch die die Tränen von den Augen in die Nase abfließen, sind noch zu eng. Folge: ein Dauer-Tränenstau im Auge.

Behandlung: Früher wurde bei der Behandlung nicht lange gefackelt: Der Arzt weitete die Tränenkanäle entweder mit einer Sonde oder mit einer Druckspülung. Für die Kinder meist eine traumatische Prozedur. Heute wartet man lieber ab. Denn inzwischen hat sich gezeigt, dass sich das Problem meist bis zum ersten Geburtstag auswächst. Bis dahin genügt es, die Augen mehrmals täglich mit einem sauberen, feuchtwarmen Waschlappen abzuwischen und den Bereich zwischen Nasenwurzel und Nasenflügel vorsichtig abwärts zu massieren, damit es nicht zu Entzündungen kommt. Dabei streicht man die Tränensäckchen aus und zwingt die Tränen, durch die Tränenkanäle zu fließen.

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